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Ordnungscoach Eva Möller: Ordnung kann man lernen!

Interview

Ordnungscoach Eva Möller: Ordnung kann man lernen!

Im Alltag dauerhaft für Ordnung in der Wohnung zu sorgen, fällt vielen wahnsinnig schwer. Eva Möller gehörte früher selbst zu diesen Menschen – doch mittlerweile ist sie als Ordnungscoach tätig und gibt Menschen hilfreiche Tipps auf Instagram und in ihrem eigenen Podcast „Alles in Ordnung“. Denn Eva weiß: Ordentlich sein kann man lernen. Im desired-Podcast gibt sie uns die wichtigsten Tipps und verrät, worauf es wirklich ankommt, um langfristig für Ordnung im Alltag zu sorgen.

Dies ist die gekürzte Version des Interviews. Das vollständige Gespräch kannst du dir im aktuellen desired-Podcast anhören!

Du sagst, du warst früher auch eher chaotisch. Wie hat sich das bei dir geändert?

Ich habe früher ständig etwas gesucht und mich dann innerlich geärgert, auch darüber, dass überall etwas rumlag. Irgendwann wusste ich dann, dass das so nicht weitergehen kann. Ich bin aber ein kreativer Mensch und deshalb auch von Natur aus ein wenig chaotisch. Das geht, denke ich, vielen Kreativen so. Die Strukturen, die andere schon ganz selbstverständlich im Kopf haben, müssen wir erst lernen. Aber das ist auch das Gute: Ordnung lässt sich erlernen.

Gibt es da ein Patentrezept, das bei jedem funktioniert, oder muss jeder Mensch selbst rausfinden, wie er Ordnung in sein Leben bringen kann?

Es gibt auf jeden Fall ein paar Grundregeln, an die jeder, der ordentlich werden möchte, sich halten sollte. Ganz wichtig ist es, nicht zu viele Dinge zu besitzen. Wer den Haushalt voller Dinge hat, dem wird es schwerfallen, Ordnung zu schaffen, es sei denn, er holt sich eine viel größere Wohnung. Denn es ist wichtig, dass alles seinen Platz hat. Das ist also der erste Schritt, um ordentlicher zu werden: Überlege dir, wo die Dinge in deiner Wohnung hingehören und ob du sie auch wirklich brauchst oder liebst. Denn genau die Dinge, von denen du dir denkst, das könnte ich vielleicht irgendwann mal brauchen, sind auch die, für die du keinen festen Platz findest und die dann im Endeffekt nur irgendwo rumliegen.

Oftmals fehlt in der Wohnung aber auch der Platz. Wie kann man hier mehr Stauraum schaffen?

Da ist natürlich die Frage, ob wirklich der Stauraum glücklich macht. Wenn man mehr Stauraum hat, hat man zwar mehr Möglichkeiten, Dinge unterzubringen, aber dann hat man auch schnell wieder zu viele Dinge. Bevor ich mir mehr Gedanken darüber mache, Stauraum zu schaffen, würde ich deshalb immer rigoros ausmisten. Wenn dann noch Dinge über sind, die keinen Platz haben, kann man sich überlegen, wie man für mehr Platz sorgt. Hier sind zum Beispiel Kistensysteme sinnvoll. Außerdem sollte man immer schauen, wie man weiter nach oben lagern kann. Was gut funktioniert, ist aber von Wohnung zu Wohnung unterschiedlich.

Ausmisten ist aber natürlich oft eine große und zeitaufwendige Aufgabe. Nach einem Schrank hat man oft schon keine Lust mehr, weiterzumachen. Wie bleibt man da am besten am Ball?

Das ist ein Problem, das viele haben. Oftmals wandert beim Ausmisten erst mal alles aus dem Schrank und dann gibt es erst mal mehr Chaos als vorher. Wenn wir nicht viel Zeit haben, ist das natürlich sehr erdrückend. Deshalb rate ich immer, klein anzufangen. Nimm dir nicht vor, direkt den ganzen Schrank oder gar das ganze Wohnzimmer auszumisten, sondern beginn erst mal mit einer Schublade. Am nächsten Tag kommt dann die nächste und so weiter. Ich biete zum Beispiel auch Ausmistpläne an, dort gibt es immer eine Aufgabe pro Tag, hinter die man am Ende ein Kreuzchen machen kann. So ein To-Do abhaken zu können, gibt dann direkt ein Erfolgserlebnis. Das ist beim Ausmisten und auch beim Putzen ganz wichtig. Du brauchst das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Wenn ich dann erst mal alles ausgemistet habe, wie schaffe ich es dann am besten, im Alltag kein neues Chaos mehr zu schaffen?

Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Ein beliebter Ansatz ist es etwa, immer wenn du dir etwas Neues kaufst, etwas Altes gehen zu lassen. Oft überlegt man sich nach dem Ausmisten aber auch generell genauer, was man sich neu kauft. Wenn du dir etwas Neues kaufst, solltest du dir jedes Mal überlegen: Wo kommt das hin? Wo habe ich den Platz dafür? Brauche ich das wirklich?

Oftmals sind es aber auch Alltagsgegenstände, die für Unordnung sorgen, etwa der Wäscheständer oder das nicht weggeräumte Geschirr. Wie kann man es schaffen, diese Dinge sofort anzugehen und nicht noch stunden- oder tagelang liegenzulassen?

Erst mal musst du dich hier fragen, ob dich diese Dinge, also zum Beispiel ein Wäscheständer, wirklich stören. Für viele ist das ja gar nicht schlimm. Für mich bedeutet Ordnung gar nicht, dass alles immer perfekt sein muss. Das ist oftmals das Wunschdenken, aber im Alltag schwer umsetzbar. Wichtig ist, dass du Dinge theoretisch jeder Zeit schnell wegräumen kannst. Aber wenn du das vor einem Termin nicht mehr schaffst, ist das kein Problem. Dann plane nur schon mal ein, wann du dich darum kümmern willst und wann es in deinen Zeitplan passt. Als Faustregel kann man sich auch merken: Alles, was sich in weniger als zwei Minuten wegräumen lässt, sollte man am besten sofort wegräumen. Für alles, was länger dauert, wie etwa der Wäscheständer, sollte man sich innerlich einen Termin setzen.

Den gesamten Podcast kannst du dir jetzt auf Spotify anhören: 

13 geniale Ordnungssysteme, die wir jetzt alle brauchen!

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Bildquelle:

Eva Möller

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