Der Umwelt zuliebe

Kann man einen Flug sinnvoll kompensieren?

Kann man einen Flug sinnvoll kompensieren?

Fliegen ist eine der größten Umweltsünden überhaupt – zumindest im privaten Bereich. Das wissen die meisten und viele fühlen sich auch schuldig deswegen. Es gibt jedoch Wege, das schlechte Gewissen zu beruhigen: Durch eine Spende soll es möglich sein, die durch einen Flug ausgestoßene Menge an CO2 auszugleichen und somit etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Doch wie hoch muss eine solche Spende sein? Und ist das Ganze wirklich eine sinnvolle Möglichkeit, um den Schaden an der Umwelt auszugleichen?

Trotz des Medienrummels um Fridays for Future, Great Thunberg, Rezo und die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt, dass die Anzahl der Passagiere, die von deutschen Flughäfen abfliegen, immer weiter steigt. Der Grund: Die meisten von uns wollen einfach nicht auf unseren Urlaub verzichten, wir wollen weiterhin Freunde oder Familie, die weit weg wohnen, besuchen, oder können eine Geschäftsreise einfach nicht absagen. Wenn da nur nicht die kleine, nervige Stimme in unserem Kopf wäre, die anmerkt: „Muss das wirklich sein? Die Umwelt zerstören für dein privates Vergnügen?!“

Die Lösung, um die Umweltsünde ein wenig auszugleichen und die nervige Stimme verstummen zu lassen: Kompensiere den CO2-Ausstoß deines Flugs!

Wie kompensiert man einen Flug?

Seiten wie Atmosfair oder Myclimate bieten Rechner an, die für dich ausrechnen, wie viel Co2 dein Flug verursacht. Basierend darauf schlagen sie eine Geldsumme vor, die zur Kompensation deines Fluges geeignet ist. Du bekommst außerdem Vorschläge, an welche Organisationen du dieses Geld spenden könntest. Dabei handelt es sich natürlich um Organisationen, die sich für den Umweltschutz einsetzen. Mit deiner Spende unterstützt du dann beispielsweise, dass Bäume im Regenwald gepflanzt, Biogasanlagen in Nepal und Thailand gebaut oder Solar- und Wasserkraftanlagen in Äthiopien und Südamerika errichtet werden.

Wie viel kostet es, einen Flug zu kompensieren?

Den genauen Betrag, der das CO2 von deinem Flug ausgleicht, kannst du auf den Homepages der verschiedenen Anbieter errechnen. Du gibst ein, an welchem Ort du startest und wo du landest und der CO2-Rechner spuckt aus, welcher Betrag eine angemessene Entschädigung darstellen könnte. Weitere Angaben wie Sitzklasse, Flugart oder Flugzeugtyp sind optional, machen die Rechnung aber genauer.

Ein Beispiel: Du fliegst auf einem Direktflug von Frankfurt nach New York und wieder zurück. Dafür errechnet Atmosfair eine CO2-Menge von 3.652 kg und schlägt vor, die Emissionen durch eine Spende in Höhe von 84 Euro zu kompensieren.

Wird die Umweltsünde eines Fluges dadurch wirklich ausgeglichen?

Die klare Antwort: nein. Denn der Schaden durch den CO2-Ausstoß ist unwiderruflich und kann auch durch eine Spende an umweltfreundliche Projekte nicht rückgängig gemacht werden. Wirklich umweltfreundlich lebst du nur, wenn du versuchst, Flüge (besonders Langstreckenflüge) so gut es geht zu vermeiden. Jedoch kannst du durch die Spende via Atmosfair und Co. einen kleinen Beitrag dazu leisten, klimafreundliche Technologien zu fördern. Zusammenfassend: Eine Spende ist besser als keine Spende. Aber nicht zu fliegen ist besser als zu spenden.

Auch im Alltag gibt es kleine Dinge, die du ändern kannst, um nachhaltiger zu leben. Manche dieser Dinge erfordern nicht mal ein großes Opfer oder eine größere Umstellung deiner Gewohnheiten. Welche Dinge das sind, haben wir hier aufgelistet:

Tricks, wie du ohne viel Mühe nachhaltiger leben kannst

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iStock/evgenyatamanenko

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