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Podcast aufnehmen: So wird deine Idee zum Erfolg!

Anleitung

Podcast aufnehmen: So wird deine Idee zum Erfolg!

Podcasts sind wohl sowas wie die neuen Youtube-Videos. Immer mehr Menschen hören sie, sei’s beim Kochen, Spazieren gehen, Putzen oder einfach nur zwischendurch zu Entspannung. Willst auch du einen Podcast aufnehmen? Dann zeigen wir dir, auf welche inhaltlichen und technischen Fragen du unbedingt achten musst, damit dein Podcast zum Erfolg wird.

Podcasts gibt es mittlerweile über nahezu jedes Thema. Es gibt Bildungspodcasts, Interview-Podcasts, Laber-Podcasts oder philosophische Podcasts. (Auch wir von desired haben einen eigenen Podcast, in den du gerne einmal reinhören kannst.) Es gibt also kaum eine Idee, die sich nicht als Podcast umsetzen lässt. Wenn du einen Podcast aufnehmen willst, solltest du dir vorher jedoch unbedingt ein stimmiges Konzept überlegen.

Podcast Konzept

Das Konzept deines Podcasts ist wichtig, damit er in der breiten Masse an Podcasts nicht untergeht. Deine Zuhörer*innen sollten genau wissen, was sie erwartet und etwas haben, worauf sie sich in jeder Folge freuen können. Der Podcast sollte also ein festes Oberthema haben. Das kann allerdings recht breit gefächert sein. Außerdem ist natürlich wichtig zu klären, ob du den Podcast alleine machst, mit einem Freund oder einer Freundin, Kolleg*innen oder ob du zum Beispiel jedes Mal einen Interviewpartner hast. Auch ob der Podcast eher persönlich oder faktenbasiert wird, ist entscheidend. Hier sind die wichtigsten Fragen, die du beantworten können solltest, bevor du mit der Podcast-Produktion beginnst:

  • Was ist das Oberthema des Podcasts?
  • Wie häufig werden neue Folgen veröffentlicht?
  • Welche Zielgruppe spricht der Podcast an?
  • Wer ist alles an dem Podcast beteiligt?
  • Welche festen Rubriken soll der Podcast haben?

Vorbereitung

Sind diese Fragen geklärt, kann es an die Vorbereitung der ersten Folge gehen. Bist du alleine oder nehmt ihr zu zweit einen Podcast auf? In jedem Fall ist eine kurze Vorstellung der Teilnehmer*innen wichtig, damit der Hörer weiß, wer ihm da etwas erzählt. Grundsätzlich benötigt jede Folge eine gewisse Vorbereitung. Für einen Interview-Podcast musst du dir passende Interview-Partner suchen und Fragen für das Interview vorbereiten. Wenn du einen Wissenspodcast hast, musst du dir in jeder Folge ein Thema überlegen und dazu gut recherchieren. Mach dir am besten Stichpunkte, damit du keine wichtigen Informationen vergisst. Aber auch bei einem Podcast, in dem ihr einfach nur eure Gedanken teilt, braucht es etwas Vorbereitung. Viele Podcasts arbeiten deshalb mit Rubriken oder haben für jede Folge ein spezielles Thema, zu dem sie ihre Erfahrungen teilen. Auf deinen Social Media Profilen kannst auch vorher fragen, welche Themen eure Zuhörer*innen interessieren, um so deine Community miteinzubeziehen.

Aufnahme

Neben den Inhalten muss für einen Podcast auch die richtige Technik gefunden werden. Grundsätzlich ist keine teure Ausstattung nötig, ein paar Dinge braucht es allerdings schon. Dazu zählen:

  • Ein Handy oder Mikrofon
  • Im Idealfall Kopfhörer
  • Im Idealfall ein Mikrofonständer oder Handystativ
  • Ein Aufnahmeprogramm
  • Einen ruhigen Aufnahmeort

Podcast aufnehmen – mit Handy oder professionellem Equipment?

Wenn du gerade erst mit deinem Podcast durchstartest, brauchst du nicht sofort eine professionelle Ausstattung. Allerdings solltest du schon darauf achten, dass die Aufnahme gut verständlich ist und es keine Störgeräusche gibt. Wenn du mit dem Handy aufnehmen möchtest, solltest du deshalb zunächst testen, wie die Aufnahmequalität ist. Bei modernen Handys ist diese oft sehr gut und kann mit günstigen Mikrofonen mithalten. Allerdings ist es auch wichtig, das Handy in der richtigen Entfernung zu halten und an einem ruhigen Ort aufzuzeichnen, denn das Handy nimmt meist mehr Hintergrundgeräusche mit auf, als ein professionelles Mikrofon. Damit das Handymikro bei der Aufnahme auf deiner Mundhöhe ist, kannst du dir zum Beispiel ein kleines Handystativ zulegen. Der Raum, in dem du aufnimmst, sollte nicht zu groß sein, damit es nicht hallt.

Mit einem professionellen Mikrofon kann sich die Qualität des Podcasts deutlich verbessern. Dabei kommt es allerdings auch auf die Qualität des Mikrofons an. Für den desired-Podcast nutzen wir aktuell unter anderem ein Mikrofon von Audio Technica:

audio technica creator pack

Dieses gibt es im praktischen Creator Pack für 199,00 Euro. Darin enthalten sind außerdem Kopfhörer und ein Mikrofonständer. Kopfhörer sind gerade dann wichtig, wenn ihr zu zweit aufnehmt, denn so können die einzelnen Tonspuren besser voneinander getrennt werden. Viele Kopfhörer haben zudem ein integriertes Mikrofon, über das ihr den Podcast ebenfalls aufnehmen könnt. Oftmals ist die Qualität hier allerdings nicht ausreichend.

Podcast zu zweit aufnehmen – so klappt es!

Wenn ihr einen Podcast zu zweit aufnehmt, dann solltet ihr wenn möglich auch zwei einzelne Tonspuren aufzeichnen. Das erleichtert den späteren Schnitt. Um gemeinsam einen Podcast aufzunehmen müsst ihr nicht zwangsläufig im gleichen Raum sein. Ihr könnt den Podcast zum Beispiel kostenlos über die Videokonferenz-Plattform Zoom aufnehmen. Seid ihr mehr als zwei Personen, ist das Meeting-Limit in der kostenlosen Version allerdings auf 40 Minuten begrenzt. Die Tonspuren lassen sich direkt über Zoom aufzeichnen, wichtig ist dabei, dass ihr euer Mikrofon an den Computer anschließt. In den Zoom-Einstellungen lässt sich dann auswählen, dass Tonspuren einzelnen aufgezeichnet werden. In jedem Fall sollte jeder seine eigene Tonspur aufzeichnen. So vermeidet ihr, dass Störungen in der Internetverbindung die Tonqualität beeinflussen.

Wenn ihr den Ton mit eurem Handy aufzeichnet, könnt ihr das Recorder-Programm eures Handys nutzen. Darüber hinaus gibt es sowohl für den PC als auch das Handy verschiedene spezielle Programme zum Podcast Aufnehmen, wie das Programm Podbean, das auch eine kostenlose Basic-Version bietet.

Schnitt

Auch, wenn bei einem Podcast in der Regel ein natürlicher Sprachfluss entstehen sollte, muss an der ein oder anderen Stelle doch geschnitten werden. Im Idealfall nehmt ihr bei mehreren Sprechern auch alle Spuren einzeln auf. So lässt sich die Lautstärke der einzelnen Sprecher besser abstimmen und Übergänge besser gestalten. Außerdem ist es sinnvoll, ein Intro und ein Outro aufzunehmen, dass du vor und hinter jede Folge schneidest. Solltest du die Adobe Creative Suite zum Beispiel für Photoshop oder Premiere ohnehin schon nutzen, bietet sich an, auch das zugehörige Schnitt-Programm Audition zu nutzen. Premiere-Programme sind allerdings kostenpflichtig. Ein Gratisprogramm mit vielen Funktionen ist beispielsweise Audacity. Auch hiermit kannst du mehrere Spuren schneiden und einige Effekte anwenden, um die Tonqualität zu verbessern, wie zum Beispiel Störgeräusche entfernen oder eine Rauschreduzierung vornehmen.

Wenn ihr mehrere Sprecher seid, ist es außerdem sinnvoll, schon zu Beginn der Folge zum Beispiel einmal ein Klatschgeräusch zu machen. Ist dieses in beiden Spuren zu hören, lassen sie sich später besser synchronisieren.

Hochladen

Ist der Podcast fertig geschnitten, musst du ihn nur noch auf einer Podcast-Plattform hochladen. Davon gibt es mittlerweile eine ganze Menge. Die gängigsten sind wohl Spotify und Apple Podcasts. Hier findest du außerdem eine Liste mit weiteren Podcast-Anbietern:

  • Spotify
  • Apple Podcasts
  • Deezer
  • Podimo
  • Soundcloud
  • Sticher
  • Acast

Am besten lädst du deinen Podcast über einen Hoster wie Audioboom oder Podigee hoch. Von da aus, kannst du ihn auf den anderen Plattformen online stellen. Außerdem kannst du deinen Podcast auch auf Youtube hochladen, indem du die Tonspur einfach über ein Vorschaubild legst.

Welcher Podcast passt zu dir?

Bildquelle:

istock/Anastasiia Krivenok

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