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Was bedeutet LGBTQ+? Diese aktuellen Kürzel sollte jeder kennen!

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Was bedeutet LGBTQ+? Diese aktuellen Kürzel sollte jeder kennen!

Früher kannte sie fast nur Aktivist*innen und Akademiker*innen, heute ist die Sammelbezeichnung in den Mainstream gerückt und taucht im Sprachgebrauch, in den Nachrichten und auf Social Media immer häufiger auf. Dass die Kürzel etwas mit der Homosexuellen-Bewegung zu tun haben, kriegen die meisten noch zusammen. Doch was bedeutet das Q in LGBTQ, LGBTQ+ oder gar LGBTQIA*? Wir erklären dir die einzelnen Buchstaben und zeigen dir auch, warum die Erweiterung des Sammelbegriffs kritisiert wird.

Was bedeutet LGBTQ?

LGBTQ ist ein Sammelbegriff, der sich aus englischen Anfangsbuchstaben zusammensetzt. Es existiert auch die deutsche Variante LSBTIQ, die zum Beispiel vom deutschen Familienministerium verwendet wird. Wirklich durchgesetzt hat sich aber international die englischsprachige Version. Doch was genau heißt LGBTQ?

  • L = Lesbian (lesbisch, homosexuelle Frauen)
  • G = Gay (schwul, homosexuelle Männer)
  • B = Bisexual (bisexuell, Männer und Frauen, die sexuell jeweils auf beide Männer und Frauen stehen)
  • T = Transgender (transgender: Geschlechtsidentität stimmt nicht mit dem biologischen Geschlecht überein)
  • Q = Queer (queer: Sexualitäts- oder Geschlechtsidentität, die nicht cis-Gender oder heterosexuell ist)

Der ursprüngliche Sammelbegriff LGB bezeichnete nur Minderheiten mit einer von der Norm abweichenden sexuellen Orientierung, also Lesben, Schwule und Bisexuelle. Erst später kamen die Kürzel T und Q durch die Popularität der Queer-Theorie im akademischen Raum in den frühen 90ern hinzu.

Kommst du mit visuellen Erklärungen besser zurecht? Kein Problem: Im Video zeigen wir dir noch mal ganz genau, was LGBTQ bedeutet:

Was bedeuten LGBTQ+ und LGBTQIA*?

In den letzten Jahren wurde der Sammelbegriff noch weiter ergänzt. Immer häufiger findet man nun auch die Kürzel LGBTQ+ und LGBTQIA*. Nein, hier ist niemand auf der Tastatur ausgerutscht, auch die neu hinzugekommen Buchstaben und Zeichen haben eine Bedeutung, bzw. das Plus und Sternchen die gleiche:

  • + / * = Platzhalter für weitere Geschlechtsidentitäten, die sich in den anderen nicht wiederfinden
  • I = Intersexual (intersexuell: Menschen, die nicht mit eindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden und in Deutschland den Eintrag „divers“ im Pass tragen können)
  • A = Asexual oder Agender (asexuell oder agender: Menschen ohne Sexualtrieb oder ohne Geschlechtsidentität)
Du bist nicht allein! LGBTQIA+ Community Handbuch: Wie Du Dich selbst finden kannst, Schritt für Schritt - inneres und äußeres Coming-out
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Kritik am Sammelbegriff LGBTQ

Während viele homosexuelle und bisexuelle Menschen den Zusammenschluss mit weiteren Minderheiten zu einem gemeinsamen Kampf für Gleichberechtigung begrüßen, üben andere Aktivist*innen Kritik. Nicht allen erschließt sich, warum sexuelle Orientierungen wie lesbisch, schwul und bisexuell mit Geschlechtsidentitäten vermischt werden. Insbesondere am Q stören sich viele Kritiker*innen: Nur weil jemand etwa lesbisch ist und gegen die Diskriminierung homosexueller Menschen einsteht, muss sie nicht gleichzeitig auch hinter der Queer-Theorie stehen. In letzterer wird – vereinfacht ausgedrückt – die Bedeutung des biologischen Geschlechts infrage gestellt. Manche Homosexuelle, wie etwa der deutsche Aktivist Ali Utlu, empfinden dies als eine Infragestellung ihrer sexuellen Identität. In England hat sich daher sogar die LGB Alliance zusammengeschlossen, die bewusst nur die ersten drei Buchstaben verwendet. Mehr zur Kritik kannst du in diesem Sammelband nachlesen:

Beißreflexe: Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten
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Welche Kürzel du verwendest, bleibt dir überlassen. Möchtest du dich aber in einem Text zum Beispiel bewusst nur auf Menschen mit homo- und bisexueller Orientierung beziehen, genügt LGB tatsächlich. Fühlst du dich als Zugehörige*r einer der genannten Gruppen hingegen auch mit allen anderen Kürzeln verbunden oder willst sichergehen, jede Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung miteinzuschließen, solltest du die aktuell vollständige Form LGBTQIA* verwenden.

Glücklicherweise trauen sich heutzutage immer mehr Promis, sich als homosexuell, queer, trans oder pansexuell zu outen:

So haben sich diese 34 Promi-Frauen geoutet

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Bildquelle:

Unsplash/The Creative Exchange

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