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Wie schütze ich mich vor Manipulation? Die 5 besten Expert*innen-Tipps

Egal, ob in toxischen Liebesbeziehungen, bei Freundschaften zu Narzisst*innen oder auf der Arbeit mit schwierigen Kolleg*innen: Manipulation durch andere Menschen kann dir in allen Bereichen deines Lebens drohen. Zum Glück sind die Vorgehensweisen in der Psychologie gut erforscht! Wir zeigen dir, welche Verhaltensweisen und Tricks dich laut Psychotherapeut*innen und Coaches wirklich gegen Manipulation schützen.

#1 Grenzen setzen – ohne wenn und aber

Die Psychotherapeutin Nedra Glover Tawwab hat sich auf das wichtige Thema persönliche Grenzen spezialisiert. Manipulation trete immer dann auf, wenn jemand dich zu einer Verhaltensweise drängt, die deine persönliche Grenze überschreitet. Dies erkennst du laut ihr sobald du dich unwohl fühlst, wenn du mit der betreffenden Person redest, oder auch nur eine Nachricht von ihr erhältst. Um dem entgegenzuwirken, musst du deutlich machen, dass für dich eine Grenze überschritten wird – zum Beispiel, wenn du jemandem ständig ohne Gegenleistung einen Gefallen tun sollst. Damit ist es aber meist noch nicht getan.

Wirst du gekonnt manipuliert, wird die andere Person versuchen, dich als übersensibel oder egoistisch darzustellen. Aussagen wie „Du übertreibst jetzt völlig!“ oder „Du bist aber gerade ganz schön empfindlich“ seien der Expertin zufolge typische Taktiken von Menschen, die andere manipulieren. Hier gilt es nun hart zu bleiben und sich selbst klarzumachen, dass die eigenen Bedürfnisse eine Berechtigung haben und auch von anderen akzeptiert werden müssen.

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#2 Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden

Angenommen, du wirst von jemandem gebeten, ihm am Wochenende einen Gefallen zu tun, der dich einen ganzen Tag lang kosten würde. Bei der Bitte schrillen sofort deine Alarmglocken, denn du weißt, wie nötig du das Wochenende hast. Vielleicht hast du sogar Angst davor, ohne die nötige Erholung krank zu werden oder einfach vor Stress zusammenzubrechen. Verneinst du die Bitte, werden empathische Menschen verstehen, dass du leider keine Zeit hast.

Manipulative Personen werden hingegen versuchen, dir ein schlechtes Gewissen einzureden mit Sprüchen wie: „Ich würde es auch tun, wenn du mich fragen würdest.“ Ob dies tatsächlich der Fall ist, ist aber an dieser Stelle laut der Therapeutin Nedra Glover Tawwab überhaupt nicht relevant. Du musst lernen, standhaft bei deinen Aussagen zu bleiben und lernen, derartige Widerworte als manipulatives Verhalten zu erkennen.

Nicht selten versuchen toxische Partner*innen auch nach einer Trennung Kontakt aufzunehmen. So gehst du gekonnt damit um:

#3 Achte auf nonverbales Verhalten

Dem renommierten Psychologen Jordan Peterson zufolge begegnet jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal einem narzisstischen Psychopathen oder einer narzisstischen Psychopathin. Diese Person wird davon ausgehen, dass du dumm bist und es verdient hast, manipuliert zu werden. Tatsächlich schaffen es Psychopath*innen ihm zufolge selbst intelligente Menschen mit ihren manipulativen Taktiken hinters Licht zu führen. Die Beobachtung und Befragung von narzisstischen Straftäter*innen habe gezeigt, dass diese selbst erfahrene Polizist*innen durch nonverbales Verhalten beeinflussen können. Eine beliebte Taktik sei etwa, wenn sich dein Gegenüber bei einem Gespräch ständig seine oder ihre Fingernägel betrachtet – ganz nach dem Motto: Der Dreck unter meinen Fingernägeln interessiert mich mehr als du. Dieses gekonnte Kleinhalten des Gegenübers führe zu einer gewissen Überlegenheit. Versuche daher, auf solche Verhaltensweisen zu achten und fordere die uneingeschränkte Aufmerksamkeit deiner Gesprächspartner*innen ein.

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#4 Lass dich nicht auf Diskussionen ein

Beziehungs-Coach Stephanie Lyn empfiehlt ebenfalls, manipulative Menschen direkt an ihren Verhaltensweisen ausfindig zu machen. Besonders typisch sei ein kindisches Verhalten: Manipulative Menschen haben schon von klein auf gelernt, dass sie immer bekommen, was sie wollen, solange sie nur genug quengeln, schreien oder ihre Überredungskünste einsetzen. Das sie auch der Grund dafür, dass Narzisst*innen selten Kompromisse eingehen oder ein Nein akzeptieren. Setzt du klar deine Grenzen, wird eine manipulative Person immer versuchen, dich klein zu reden. Hier gilt es, sich nicht auf Diskussionen einzulassen. Das Beste, was man in einer solchen Situation sagen könne, sei: „Es tut mir leid, dass du dich so fühlst.“

#5 Du bist nicht verantwortlich

Lisa A. Romano, Coach für Betroffene von Co-Abhängigkeit, weist daraufhin, dass manipulative Menschen gerne anderen Personen in ihrem Umfeld die Verantwortung für ihr Fehlverhalten zuschieben. Hast du zum Beispiel eine Freundin, die dich indirekt dafür verantwortlich macht, dass sie keine glückliche Beziehung hat oder keinen Job findet? Oder einen Partner beziehungsweise eine Partnerin, der oder die dir einredet, du seist der Grund, warum er oder sie keine Motivation hat, Sport zu machen? Hier gilt es, dich ganz klar aus der Verantwortung zu nehmen. Sofern es sich nicht um deine eigenen minderjährigen Kinder handelt, bist du nicht für das Versagen anderer verantwortlich – auch nicht für das deiner engsten Freunde oder deines Partners.

Um anderen selbstbewusst gegenübertreten zu können, musst du dich zunächst selbst aufbauen:

Bildquelle:

Unsplash/Jazmin Quaynor

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