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7 versteckte Anzeichen für toxische Beziehungen

7 versteckte Anzeichen für toxische Beziehungen

Manchmal steckt man lange in einer Beziehung und merkt gar nicht, dass sie einem eigentlich gar nicht mehr guttut. Dann werden einige Verhaltensweisen beim Partner, die einem früher negativ aufgefallen sind, mit der Zeit einfach hingenommen, ohne sie zu hinterfragen. Wir erklären dir, welche versteckten Anzeichen dafür sprechen, dass du dich in einer toxischen Beziehung befinden könntest.

Was ist eine toxische Beziehung und wie erkenne ich sie?

Der Begriff „toxische Beziehung“ ist erst einmal etwas irreführend. Schließlich kann eine Beziehung ja nicht giftig sein, oder? Es ist auch nicht die Beziehung selbst, die toxisch oder vergiftet ist, sondern es sind eher die Verhaltensweisen des Partners gemeint, die dir schaden. Die Definition ist also individuell, denn eine Beziehung ist immer dann toxisch für dich, wenn du unter ihr leidest – körperlich, aber auch vor allem psychisch. Das bedeutet, nur du selbst kannst beurteilen, ob deine Partnerschaft dir guttut oder nicht.

Daher sind auch die Anzeichen einer toxischen Beziehung sehr vielseitig und nicht immer offensichtlich zu erkennen. Wir haben dir sieben Merkmale herausgesucht, die du aber nicht als feste Checkliste betrachten solltest, sondern als beispielhafte Szenarien. Viele dieser Anzeichen werden oft auch als „normal“ oder sogar gut für eine Beziehung bewertet. Aber genau hier liegt die Tücke. Es könnten durchaus Muster dahinterstecken, die eben nicht für eine gesunde Beziehung sprechen. Warum manche Verhaltensweisen viel gefährlicher sind, als du vielleicht denkst, erklären wir dir hier:

#1 Veränderungen werden boykottiert

Es ist schön, wenn dein Partner dich so liebt und akzeptiert, wie du bist. Wenn das aber bedeutet, dass du nicht wachsen und dich entwickeln darfst, ist das ein Problem. Es ist ganz normal, dass du dich im Laufe der Beziehung veränderst, und dein Partner sollte das akzeptieren. Wenn du dich weiterentwickeln oder verändern willst, sollte er dich dabei unterstützen, statt dich zurückzuhalten. Wenn du das Gefühl hast, dass du mit deinem Partner nicht so sein darfst, wie du es möchtest, sprich das Problem offen an und mach deutlich, dass du dir Unterstützung wünschst.

Toxische Verhaltensweisen
Eine toxische Beziehung ist emotional sehr belastend.

#2 Alles muss zusammen gemacht werden

Zeit mit dem Partner zu verbringen ist schön, aber komplett ohne Freiräume funktioniert eine Beziehung nicht. Egal, ob du einfach nur in Ruhe ein Buch liest oder dich mit Freunden treffen willst: Manchmal braucht man Zeit für sich und etwas Abstand voneinander – und das hat nichts mit mangelnder Liebe zu tun. Wenn ihr gegenseitig zu sehr klammert, macht ihr euch abhängig voneinander und das ist sehr gefährlich für eure Beziehung.

#3 Eifersucht wird mit Leidenschaft gleichgesetzt

Ist jemand, der besonders eifersüchtig ist, gleichzeitig auch besonders leidenschaftlich? Tatsächlich werden diese zwei Dinge oft verwechselt. Wer aber krankhaft eifersüchtig ist, dich kontrolliert und über dein Leben bestimmen will, tut dir nicht gut und das deutet auf emotionalen Missbrauch und eine toxische Beziehung hin.

#4 Es wird Buch geführt

Damit ist nicht gemeint, dass ihr tatsächlich Buch führt und aufschreibt, wer wann was getan oder gesagt haben soll. Auch ohne schriftlichen Beweis neigen manche Paare dazu, alles gegeneinander aufwiegen zu wollen. Dann wird jede Tat und jeder Fehler aus der nahen und fernen Vergangenheit gezählt und als Druckmittel benutzt: „Ich hab diese Woche dreimal den Müll rausgebracht.“ „Du kommst schon zum fünften Mal in Folge zu spät nach Hause.“ „Du hast mich vor sechs Jahren belogen.“ Dieses manische Zählen von Fehlern ist toxisch für eine Beziehung, weil es alte Wunden niemals heilen lässt. Stattdessen solltet ihr einzelne Probleme individuell behandeln und dann ruhen lassen und nicht wieder hervorholen, sobald ihr glaubt, dass die Situation vergleichbar wäre. Und wenn es nicht besser wird, hilft nur noch die Trennung von Graf Zahl.

#5 Erniedrigung gehört zum Alltag

Es können „harmlose“ Witzchen über dein Gewicht sein oder auch kleine Sticheleien vor deinen Freunden: Wenn dein Partner dich auf deine Kosten den einen oder anderen Scherz erlaubt über den du aber persönlich gar nicht lachen kannst, weil er dich verletzt, kann das für dich emotional sehr belastend sein. Deshalb solltest du deinem Partner deine Gefühle mitteilen und sagen, was dich an diesem Verhalten stört. Mach dir klar, dass du Respekt verdienst, und fordere ihn ein, wenn du das Gefühl hast, dass er fehlt. Unsere Bildergalerie verrät dir, welche weiteren Dinge du in deiner Beziehung fordern solltest.

6 nötige Forderungen in einer Beziehung

6 nötige Forderungen in einer Beziehung
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#6 Streit gibt es nie

Versteh uns nicht falsch: Harmonie ist toll, und wenn es ausschließlich Streit gibt, ist das sicher auch kein gutes Zeiten. Wenn du und dein Liebster allerdings nie streitet, können aber auch ganz andere Gründe dahinter stecken – und die sprechen meist nicht gerade für eine gesunde Beziehung. So könnte es sein, dass du einfach nur konfliktscheu bist. Ich höre öfter von meinem Freunden, dass sie sich nicht trauen ein größeres Problem anzusprechen, weil sie Angst vor der Reaktion des Partners haben. Dann wird eben verschwiegen, dass man schon insgeheim die kirchliche Hochzeit plant, und die ersten imaginären Kinder benannt hat, obwohl nie darüber gesprochen wurde, ob der Partner prinzipiell heiraten und Kinder haben möchte. Das ist aber der falsche Weg. Grundsätzliche Dinge solltest du in einer Beziehung offen ansprechen können. Und wenn du ernsthaft Angst vor deinem Partner hast, sollten bei dir eh sämtliche Alarmglocken läuten und du dich fragen, ob er dann wohl der Richtige für dich ist.

#7 Man will sich gegenseitig immer nur glücklich machen

Natürlich, eure Beziehung soll euch glücklich machen und für die Beziehung zu kämpfen ist toll. Aber manchmal ist man so darauf fixiert, den anderen glücklich zu machen, dass man sich selbst dabei vergisst – und genau da wird es gefährlich. Wenn du dich verändern musst, um es deinem Partner recht zu machen und keinen Platz mehr für dich selbst in der Beziehung spürst, bleibt dein eigenes Selbstwertgefühl auf der Strecke – und das sollte nicht passieren, wenn er der Richtige für dich ist.

Wenn diese Anzeichen dich zum Nachdenken und vielleicht auch ein bisschen zum Zweifeln gebracht haben, kann unser Test dir helfen herauszufinden, ob er der Richtige für dich ist:

Test: Ist er der Richtige für dich?

So kannst du eine toxische Beziehung beenden

Es gibt viele Wege aus einer toxischen Beziehung, der offensichtlichste ist natürlich das Schlussmachen. Soweit muss es aber nicht zwangsläufig kommen. Rede mit deinem Partner und sprich die Probleme und vor allem deine eigenen Gefühle offen an. Wenn sich auf Dauer aber nicht ändert, solltest du den Schlussstrich ziehen. Wenn es dann vorbei ist, solltest du dir drei Ratschläge zu Herzen nehmen:

  1. Versuche Schuldgefühle zu vermeiden.
  2. Fixiere dich auf dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse.
  3. Mach dir bewusst, dass du etwas Besseres verdient hast.

Weitere Tipps, wie du deine Trennung verarbeiten kannst, erfährst du in unserer Bildergalerie.

So verarbeitest du deine Trennung am besten

So verarbeitest du deine Trennung am besten
BILDERSTRECKE STARTEN (10 BILDER)

Eine toxische Beziehung hat viele Gesichter. Nur weil du dich in einem oder zwei unserer aufgelisteten Punkte wiederfindest, muss das nicht gleich das Beziehungsaus bedeuten. Trotzdem solltest du darauf achten, wie es dir selbst mit einigen Verhaltensweisen deines Partners geht – und wenn sie dich ehrlich stören, solltest du sie auf jeden Fall offen ansprechen. Nicht jedes Muster, das sich über die Jahre in deine Partnerschaft eingeschlichen hat, ist nämlich so gesund, wie du glaubst.

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/demaerre, iStock/Getty Images Plus/Antonio_Diaz

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