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Babyboom: Führt Corona zum Geburtenrekord?

Geburtenstatistik

Babyboom: Führt Corona zum Geburtenrekord?

Hattest du in den vergangenen Monaten auch den Eindruck, dass gefühlt jede zweite Frau schwanger ist? Dann lagst du gar nicht so falsch. Denn dahinter steckt diesmal keine verzehrte Wahrnehmung, tatsächlich gab es im März so viele Geburten wie seit 20 Jahren nicht mehr. Damit hatten wohl alle recht, die schon letztes Jahr vorhergesagt haben, dass Corona zum großen Baby-Boom führen wird.

Erst im März veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Pressemitteilung, wonach sich der erste Corona-Lockdown zwischen März und Mai 2020 scheinbar kaum auf die Geburtenrate ausgewirkt hatte. Neun Monate später, also zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 gab es gerade mal 0,8 Prozent mehr Geburten als im Vorjahr. Anders sah es dann im März aus. Ganze 65.903 Babys erblickten hier das Licht der Welt.

Babyboom später als erwartet

Das sind 10 Prozent mehr Geburten als im März 2020. Auch im Vergleich zu den Vormonaten ist der März somit echter Spitzenreiter. Im Januar kamen 59.799 Kinder zur Welt, im Februar 61.841, was bereits ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr war. Zuletzt war die Geburtenzahl 1998 so hoch. Warum der Corona-Babyboom etwas verspätet kommt, darüber können wir nur spekulieren. Vielleicht brauchten viele erst die Sicherheit, dass alles wieder gut wird, um sich bei weiterhin leichten Einschränkungen des öffentlichen Lebens der Kinderplanung zu widmen.

Für die frisch gebackenen Eltern wird jetzt vieles anders. Was sich mit Baby alles ändert, zeigen wir dir im Video:

Kinder, die im März geboren wurden, wurden schließlich zum großen Teil im Juni des Vorjahres gezeugt. Wir erinnern uns: In diesem Monat gingen die Corona-Fallzahlen 2020 stark zurück, viele Lockdown-Maßnahmen wurden erstmals leicht gelockert, es kehrte also wieder ein wenig Normalität ein, die Kurzarbeit wurde für viele aufgehoben, es kehrte also wieder ein wenig Normalität ein, allerdings nicht so viel, dass sie die Zweisamkeit von Paaren groß hätte stören können. Der perfekte Monat also, um ein Baby zu machen.

Jetzt sind wir ganz gespannt, wie sich die Corona-Einschränkungen auch in den kommenden Monaten auf die Geburtenrate auswirken werden. Wird es durch den langen Lockdown von November bis Mai dieses Jahres noch einmal deutlich mehr Geburten geben oder hat dieser vielleicht viel eher dazu geführt, dass viele Paare sich getrennt und somit die Familienplanung aufs Eis gelegt haben. Immerhin gab es in den letzten Monaten auch häufig Meldungen dazu, dass auch die Scheidungsrate gerade steigt.

Nicht überall sorgt Corona für einen Babyboom

Der Corona-Babyboom in Deutschland ist tatsächlich eher eine Ausnahme. In anderen europäischen Ländern gingen die Geburtenzahlen nach dem ersten harten Lockdown stark zurück. Vor allem in Ländern, die es besonders schwer traf, wie Spanien oder Frankreich wurden historische Niedrigwerte erreicht. In Frankreich waren die Geburtenzahlen im Dezember 2020 und Januar 2021 so niedrig wie seit der Nachkriegszeit nicht mehr. In Spanien gingen sie um jeweils 20 Prozent zum Vorjahr zurück.

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