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Sex? Nein, danke!

Sexuelle Unlust: 7 Gründe dafür und wie du sie vermeiden kannst

Du liebst deinen Partner, aber das sexuelle Verlangen hat nachgelassen? Sexuelle Unlust ist ein sehr individuelles Problem und kann nicht nur Frauen, sondern auch Männer betreffen. Es heißt jedoch nicht, dass etwas in eurer Beziehung nicht mehr in Ordnung ist. Der Weg zur Lösung ist, den Gründen auf die Spur zu kommen und zu verstehen, woran es liegen könnte, dass ihr diese sexuelle Unlust verspürt.

Was ist sexuelle Unlust?

Dass sich das Lustempfinden in einer Beziehung und im Laufe des Lebens verändert, ist vollkommen normal. Dazukommt, dass es keine allgemeingültige Angabe gibt, wie viel Sex „normal“ ist. Das sexuelle Verlangen ist bei jedem Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt und die Phasen intensiver Leidenschaft können sich mit weniger intensiven Phasen abwechseln. Von sexueller Unlust spricht man, wenn das Verlangen nach Sex komplett nachlässt und man über einen längeren Zeitraum kein Bedürfnis mehr nach sexuellem Kontakt verspürt.

Psycholog*innen nennen die sexuelle Unlust auch Libidostörung. Sie kann sowohl in Beziehungen als auch außerhalb davon vorkommen. Dabei kann der Wunsch nach Selbstbefriedigung vorhanden sein, doch das Bedürfnis nach Geschlechtsverkehr fehlt. Sexuelle Unlust wird dann zum Problem, wenn man selbst in der Beziehung darunter leidet. Davon unterscheidet sich das Phänomen der Asexualität, bei der man sich zu keinem Geschlecht hingezogen fühlt und der Wunsch nach sexueller Interaktion nicht vorhanden ist. Darunter leidet der oder die Betroffene allerdings nicht.

7 Gründe für sexuelle Unlust und wie du sie lösen kannst

Sex macht ja bekanntlich glücklich und sorgt für einen Adrenalinschub. Wenn das Verlangen ausbleibt, kann das sehr belastend für eine Beziehung sein. Laut Umfragen leiden deutlich mehr Frauen unter einer sexuellen Funktionsstörung als Männer. Das heißt jedoch nicht, dass es dieses Phänomen nicht auch bei Männern gibt. Diese reden jedoch weitaus seltener darüber. Wenn du in einer glücklichen Beziehung lebst, aber seit einiger Zeit keine Lust mehr auf Sex hast, solltest du dich nicht schuldig fühlen. Das kann die verschiedensten Gründe haben – dabei spielen psychische, soziale und körperliche Ursachen eine Rolle. Versuche Schritt für Schritt herauszufinden, woran es liegen könnte. Je nach Grund gibt es Möglichkeiten, wie du deine Sexualität wieder neu entfachen und mit deinem Partner ausleben kannst.

#1 Stress

Ein sehr häufiger Auslöser für fehlende sexuelle Lust ist Stress im Beruf oder in der Familie. Wer beruflich sehr eingespannt ist, kann oft an gar nichts anderes denken, als an den Job. Es fehlt einfach die freie Zeit, erotische Fantasien zu entwickeln, geschweige denn sie auszuleben. Du konzentrierst dich voll auf die Arbeit und willst dich von nichts anderem ablenken lassen. Dein Kopf ist voll mit Projekten und Aufgaben. Du holst dir deine Befriedigung eher von deinem Erfolg im Beruf als durch sexuelle Lust.

Ein Lösungsweg: Natürlich sollst du nicht deinen Job zugunsten des Liebeslebens aufgeben. Es hilft jedoch, wenn du dir feste Zeiten einplanst, in denen du nicht arbeitest, das Handy ausschaltest und dich mit deinem Partner zurückziehst. Vielleicht siehst du Sex auch nur als zusätzliche Anstrengung, die dich von der Arbeit abhält? Du solltest wieder lernen, es als Methode der Entspannung zu sehen. Es kann aber auch sein, dass du eine Blockade hast, dich überhaupt fallen zu lassen. Hier kann autogenes Training oder Yoga helfen, dich zu entspannen und den Kopf freizubekommen.

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#2 Psychische Faktoren

Streit mit dem Partner oder Ärger in der Familie wirken sich ebenfalls auf die Libido aus. Wenn etwas zwischen dir und deinem Partner steht, ist es verständlich, dass sich keine sexuelle Energie aufbaut. Probleme halten dich davon ab, den Kopf auszuschalten und dich ihm hinzugeben.

Ein Lösungsweg: Sprich mit deinem Partner unbedingt über deine Ängste und Sorgen. Lass ihn wissen, wie du dich fühlst und frage ihn, wie er die Situation sieht. Wenn ihr euch beide vergrabt oder schmollt, wird euch das nicht weiterhelfen. Auch wenn die Probleme zwischen euch oder in der Familie nicht so schnell zu lösen sind, solltet ihr sie gemeinsam angehen. Dafür ist es wichtig, ehrlich zueinander sein.

#3 Unzufriedenheit mit deinem Körper

Fühlst du dich in deiner eigenen Haut unwohl und nicht mehr attraktiv? Dann kann auch das eine Ursache für die fehlende Lust sein. Dazu kommt noch die Angst, für deinen Partner nicht mehr begehrenswert zu sein. Diese Unsicherheit und Unzufriedenheit strahlst du dann natürlich auch aus und er weiß nicht mehr, wie er mit dir umgehen soll.

Ein Lösungsweg: Wenn du weißt, dass du ein paar Kilos zu viel hast und dich generell ungesund ernährst, ist jetzt die Zeit, etwas daran zu ändern. Vielleicht haderst du aber auch mit deinem Alter und den ersten Fältchen oder Dellen und Narben nach einer Schwangerschaft oder Geburt: Berichte deinem Partner von deinen Ängsten und frage ihn, wie du auf ihn wirkst. Wenn er dir zeigt, dass er dich mit allen Veränderungen annimmt, wie du bist, wirst du auch neues Selbstbewusstsein bekommen und kannst dich ihm wieder leichter hingeben.

#4 Pille

Dass die Pille viele Nebenwirkungen hat, weißt du vielleicht schon. Leider kann sie sich auch negativ auf deine Lust auswirken und diese bremsen. Denn dein Hormonspiegel ist maßgeblich an deiner Erregung beteiligt. Hormonelles Ungleichgewicht führt zu sexueller Unlust.

Ein Lösungsweg: Sprich mit deinem Gynäkologen über deine Verhütung und die fehlende sexuelle Lust. Hast du vor Kurzem die Pille gewechselt? Vielleicht verträgst du sie nicht gut und müsstest noch mal auf eine andere Variante umsteigen. Er kann dir aber auch ein anderes Hormonpräparat verschreiben, das besser zu dir passt. Das könnte z. B. auch ein Verhütungszäpfchen, Diaphragma oder ein anderes hormonfreies Präparat sein.

#5 Medikamente

Die Einnahme von Medikamenten kann auch zu sexueller Unlust führen. Bekannt dafür sind vor allem Beruhigungsmittel, Antidepressiva, blutdrucksenkende Mittel oder Neuroleptika. Wenn du seit kurzer Zeit regelmäßig ähnliche Medizin einnehmen musst, kann sich das lustmindernd auswirken.

Ein Lösungsweg: Setze auf keinen Fall deine Medikamente einfach ab. Sprich unbedingt mit deinem Arzt über deine Empfindung und trau dich ruhig, ehrlich zu sein. Gemeinsam könnt ihr besprechen, ob ein anderes Medikament infrage kommen könnte.

#6 Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft stellt das Leben und natürlich auch den Körper völlig auf den Kopf. Man findet sich vielleicht nicht mehr attraktiv und hat Angst, der Partner könnte auch so denken. Außerdem spielt der Hormonhaushalt verrückt. Daher klagen einige Frauen im ersten und zweiten Trimester über sexuelle Unlust. Bei anderen nimmt die Begierde mit fortschreitender Schwangerschaft wieder Fahrt auf.

Ein Lösungsweg: Es ist wichtig, dass du dich als Schwangere zunächst in deinem Körper wohlfühlst und dies auch ausstrahlst. Sprich mit deinem Partner offen über dein neues Körperempfinden und darüber, was du dir sexuell wünschst oder wovor du vielleicht Angst hast. So kann er dich besser verstehen und auf dich eingehen. Es gibt zahlreiche Stellungen, die ihr jetzt ausprobieren könnt und die euch beiden Lust bereiten. Allerdings solltest du auch nichts erzwingen. Wenn dir bis zur Geburt einfach nur nach Kuscheln ist, dann ist das auch kein Weltuntergang. Du musst allerdings mit ihm sprechen, damit er weiß, wie du dich fühlst und seine sexuellen Bedürfnisse daran anpassen kann.

#7 Wechseljahre

Du befindest dich in deinen Wechseljahren und leidest unter Libidoverlust? Das ist keine Seltenheit. Da auch in dieser Phase wieder eine hormonelle Umstellung stattfindet, kann das Verlangen nach Sex zeitweise abnehmen. Manche Frauen hadern in dieser Zeit auch mit ihrem Körper und leiden unter Depressionen. Ein konkreter Grund für fehlende sexuelle Lust in der Menopause können auch Schmerzen beim Sex sein, die durch eine zu trockene Vagina ausgelöst werden.

Ein Lösungsweg: Wenn du unter starken Beschwerden leidest, dann sprich mit deinem Gynäkologen. Hormonelle Präparate können vorübergehend helfen, das Ungleichgewicht wieder herzustellen und die Lust zu steigern. In jedem Fall solltest du deinem Partner erzählen, wie du dich fühlst, damit er deinen sexuellen Frust nicht auf sich bezieht und denkt, du findest ihn nicht mehr anziehend.

Hinweis: Neben diesen Gründen können auch bestimmte Krankheiten dafür sorgen, dass die Lust schwindet. Nur im Gespräch mit deinem behandelnden Arzt kannst du herausfinden, welche Wege du jetzt gehen kannst. Trau dich, darüber zu sprechen. Das ist kein Thema, vor dem du Angst haben musst. Du bist sicherlich nicht die Einzige mit diesem Problem.

Sexflaute in Langzeitbeziehung? Sprecht miteinander!

Sexuelle Unlust geht nicht immer nur von einem Partner aus. Daher ist es der falsche Weg, immer nur einen konkreten Schuldigen zu suchen oder sich selbst als Opfer zu sehen. Der erste Schritt zu einem erfüllten Sexleben ist das offene Gespräch mit dem Partner. Doch es bringt nichts, sich gegenseitig mit Vorwürfen zu bombardieren, was der andere falsch macht. Du solltest eher darüber sprechen, wie du dich fühlst und was dich aktuell davon abhält, mit deinem Partner ins Bett zu wollen. Gleichzeitig solltest du offen für seine Wünsche und Ängste sein und ihn ermutigen, diese zu formulieren. Oftmals sind es fehlende Kommunikation und Missverständnisse, die zu einem unbefriedigenden Liebesleben führen.

Was ihr machen könnt, um mehr Bewegung in euer Sexleben zu bringen:

  • Sextoys: Wenn Schema F euch beide nur noch frustriert, dann könnte das ein oder andere Spielzeug spannend sein und euer Sexleben grundlegend verändern. Es gibt eine Vielzahl an Partner-Sextoys, von denen ihr beide etwas habt.
  • Ortswechsel: Wenn der Sex im heimischen Schlafzimmer euch nicht mehr erregt, dann seid kreativ und wechselt mal den Ort: Sex im Hotel, im Wald oder im Pool kann sehr aufregend sein.
  • Stellungswechsel: Nicht nur das Wo ist ausschlaggebend, sondern auch das Wie. Auch wenn der Missionar bei vielen Paaren einfach am besten funktioniert – vielleicht ist es an der Zeit, etwas Neues zu wagen. Seid einfach offen und testet eine ungewöhnliche Sexstellung aus, die euch wieder neu zueinander führt und eure Körper anders kennenlernen lässt.
  • Fantasien: Traut euch, zu euren Fantasien zu stehen und sprecht offen über eure geheimen Wünsche. Nur, wenn der andere davon weiß, könnt ihr gemeinsam neue Wege gehen. Natürlich gehört dazu auch die Bereitschaft zu etwas Neuem und manchmal braucht das einfach ein wenig Zeit. Vielleicht wäre ja auch SM für Anfänger etwas für euch.

Habt ihr schon mal ein Sexspiel für Paare ausprobiert? Auch das kann die Lust wieder neu Entfachen!

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Sextalkerin Paula Lambert hat uns im Interview verraten, was man als Frau, die selten oder nie zum Orgasmus kommt, tun kann und worauf es in einer Langzeitbeziehung ankommt.

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