Engelwurz

Engelwurz ist eine Heilpflanze, die auch unter dem Namen Angelika bekannt ist. Als pflanzlicher Wirkstoff ist Engelwurz gut verträglich und deshalb vielseitig einsetzbar. Wenn Du Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes hast oder mit Verdauungsproblemen kämpfst, kann Engelwurz möglicherweise dabei helfen, die Symptome zu lindern.

Die Heilpflanze Engelwurz, die im Lateinischen Angelika heißt, verdankt ihren Namen einer Geschichte, nach der ein Engel die Pflanze ursprünglich direkt aus dem Himmel auf die Erde gebracht haben soll, damit die Menschen damit die Pest bekämpfen können. Ganz so uneingeschränkt ist Engelwurz nach heutigen Erkenntnissen nicht nutzbar, aber das Kraut hat einige gesundheitsfördernde Eigenschaften, die vor allem bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich und bei Verdauungsstörungen zum Tragen kommen. Auch bei Appetitlosigkeit kann Engelwurz eingesetzt werden. Engelwurz kommt zwar in der Natur recht häufig vor und kann selbst gepflückt werden, da die Pflanze aber leicht mit dem hochgiftigen Wasserschierling verwechselt werden kann, ist davon eher abzuraten. Du erhältst Engelwurz in verschiedenen Darreichungsformen rezeptfrei in der Apotheke oder im Reformhaus.

Engelwurz: Wirkstoffe und Einsatzmöglichkeiten

Die gesundheitsfördernden Wirkstoffe von Engelwurz sind hauptsächlich in der Wurzel der Angelikapflanze enthalten. Blätter, Samen und Stängel wirken etwas sanfter und können auch als Gemüse gegessen oder zum Würzen verwendet werden. Die Wurzel besteht zu großen Teilen aus einem ätherischen Öl und Bitterstoffen, die sich positiv auf das Verdauungssystem und die Schleimhäute auswirken und deshalb vor allem bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich oder bei Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Die Bitterstoffe, die in Engelwurz enthalten sind, regen die Bauchspeicheldrüse zu verstärkter Produktion von Magensäure an. Deshalb hilft ein Tee aus Engelwurz dabei, Verdauungsstörungen zu lindern, die sich in Magendruck bis hin zu leichten Magenkrämpfen und Völlegefühl oder Blähungen äußern, aber auch um Appetitlosigkeit zu behandeln, da die Inhaltsstoffe die Lebertätigkeit anregen. Für einen Tee aus Engelwurz wird die Wurzel der Pflanze zerkleinert und getrocknet. Pro Tasse wird ein Teelöffel Engelwurz mit siedendem Wasser übergossen und nach einer Ziehzeit von mindestens 10 Minuten getrunken. Am besten trinkst Du den Engelwurz Tee etwa eine halbe Stunde vor dem Essen, um die verdauungsfördernde Wirkung optimal zu nutzen. Mehr als eine Tasse Engelwurz Tee pro Tag solltest Du allerdings nicht zu Dir nehmen, da eine zu hohe Dosis zu Hautirritationen führen kann.

Ein Sud aus Engelwurz kann auch eine alkoholische Gärung durchlaufen und findet dann in Bitterschnäpsen oder Kräuterlikören Verwendung, die nach dem Essen zur Förderung der Verdauung empfohlen werden. Das ätherische Öl der Engelwurzpflanze wird häufig zu einem Balsam verarbeitet. Der Engelwurz Balsam kann bei Rheuma oder Neuralgien auf Gelenke oder Muskelpartien aufgetragen werden, um die Schmerzen zu lindern, da die ätherischen Stoffe eine entkrampfende Wirkung haben. Zu diesem Zweck sind kleine Dosierungen von Engewurz häufig auch in Badezusätzen zur Muskelentspannung zu finden. Durch die entkrampfende Wirkung kann Engelwurz als Balsam oder als Sud zum Inhalieren, meist in Verbindung mit Eukalyptus, auch verwendet werden, um bei Erkältungsbeschwerden verkrampfte Bronchien oder geschwollene Nasenschleimhäute zu lösen.

Engelwurz wird auch Angelika genannt.

Engelwurz ist gut verträglich und kann bei Verdauungsstörungen helfen.


Engelwurz für Dein Baby

Als pflanzliches Heilmittel ist Engelwurz so gut verträglich, dass Du auch einige Beschwerden Deines Babys damit behandeln kannst. Engelwurz Balsam wird häufig von Ärzten und Hebammen empfohlen, um Erkältungssymptome beim Baby zu lindern, wie zum Beispiel eine verstopfte Nase oder Atembeschwerden durch verengte Bronchien. Der Engelwurz Balsam kann insbesondere vor dem Schlafengehen dünn auf Brust und Rücken des Babys aufgetragen werden. Dadurch werden die Bronchien sanft geweitet und die Nasenschleimhäute schwellen ab. Dein Baby kann so leichter atmen und erholsamer schlafen. Direkter Kontakt mit den Schleimhäuten ist bei der Behandlung mit Engelwurz Balsam aber unbedingt zu vermeiden. Neigt Dein Baby zu empfindlicher und leicht gereizter Haut, solltest Du lieber auf Engelwurz verzichten. Vor jeder Behandlung sollte außerdem unbedingt der Rat des Kinderarztes oder einer Hebamme eingeholt werden.

Mögliche Nebenwirkungen bei der Einnahme von Engelwurz

Als rein pflanzliches Heilmittel ist Engelwurz in der Regel gut verträglich. Die Inhaltstoffe der Pflanze können in seltenen Fällen allerdings dazu führen, dass die Haut besonders lichtempfindlich wird. Das ätherische Öl der Pflanze sollte bei einer äußerlichen Anwendung deshalb nur sparsam aufgetragen werden. Hautreizungen, die an Sonnenbrand erinnern, können die Folge sein. Deshalb sollte besonders empfindliche Babyhaut während einer Behandlung mit Engelwurz genau beobachtet werden, um Hautirritationen frühzeitig zu erkennen. Bei den ersten Anzeichen einer Hautreizung solltest Du außerdem den Kinderarzt informieren und die Behandlung mit Engelwurz gegebenenfalls abbrechen. Wird Engelwurz zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden, wenn ein Magen-Darm-Geschwür diagnostiziert wird. In diesem Fall können die Wirkstoffe der Angelikawurzel das Geschwür nämlich verschlimmern. In jedem Fall solltest Du zuerst mit Deinem Arzt sprechen, bevor Du zur Behandlung verschiedener Symptome auf Engelwurz zurückgreifst.

Engelwurz, auch unter dem Namen Angelika bekannt, ist eine Pflanze, deren Inhaltsstoffe verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen aufweisen. Als natürliches Heilmittel ist Engelwurz vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden einsetzbar. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann Engelwurz in verschiedenen Fällen auch zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden beim Baby verwendet werden.

Bildquelle: Jochenschneider | Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • Charlienchen am 17.07.2015 um 13:55 Uhr

    Lustig, dass man die auch Angelika nennt 🙂

    Antworten
  • Meeresbrise7 am 13.05.2015 um 12:20 Uhr

    Schon interessant, was die Natur alles so bereithält!

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  • Munter1206 am 18.02.2015 um 13:42 Uhr

    Bei pflanzlichen Heilmitteln wie Engelwurz, die Nebenwirkungen haben, wäre ich immer vorsichtig.

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  • Luni1611 am 05.01.2015 um 15:02 Uhr

    Ja, das ist echt witzig, dass Engelwurz so heißt. Meine Mutter heißt nämlich Angelika. Das muss ich ihr demnächst mal berichten.

    Antworten
  • blondie1304 am 21.11.2014 um 16:50 Uhr

    Ich wusste gar nicht, dass Engelwurz auch Angelika heißt.

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