Babywatching

Eltern starten Fötus-Partys

Eltern starten Fötus-Partys

Immer mehr Eltern laden zu sogenannten Fötus-Partys ein. Dabei wird der ungeborene Nachwuchs im 3D-Ultraschall bewundert.

Es gibt einen neuen Trend, der aus den USA auch immer mehr nach Deutschland herüberzieht, die sogenannten Fötus-Partys. Prominente wie Wayne Rooney und seine schwangere Frau Coleen haben damit angefangen und Freunde eingeladen, um ihnen ihren Nachwuchs via 3-D Ultraschall zu präsentieren. Dafür mieteten sie extra ein High-Tech-Ultraschallgerät und stellten es zuhause auf, damit alle Freunde und Verwandten die Bewegungen des Kindes betrachten konnten.

Eltern zeigen ihre Kinder

Das „Babywatching“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird mittlerweile auch in Studios angeboten, die man anmieten kann. In den USA kann man seine Fötus-Party sogar im Einkaufszentrum beim Shopping stattfinden lassen. Werdende Eltern sind eine gute Zielgruppe für die Anbieter, da sie gerne dafür bezahlen, ihre Freude über den Nachwuchs mit anderen zu teilen. Das Erlebnis im Kreise seiner Lieben das Heranwachsende Leben zu sehen, ist für viele Eltern unvergesslich.

Eltern machen 3D Ultraschall
Beim 3D-Ultraschall können Eltern ihr Baby schon sehr genau erkennen

Unterstützung für Eltern nötig?

Experten sehen nur einen Nachteil beim „Babywatching“: Es ist in der Regel kein Mediziner zugegen, der den Eltern etwaige Unstimmigkeiten auf dem Ultraschall erklären und sie im Notfall beruhigen könnte. Eberhard Merz, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin warnt: "Eine Ultraschalluntersuchung allein zur Anfertigung von Erinnerungsbildern oder -videos ist aus medizinischer Sicht abzulehnen."

In Deutschland gibt es dennoch immer mehr Anbieter, die auch gemütliche TV-Abende zu Hause mit dem Ultraschall anbieten oder die Ultraschallbilder schön bunt eingefärbt auf Leinwände drucken. Die Anbieter weisen ihre Kunden darauf hin, dass es sich nicht um eine medizinische Untersuchung handelt, so dass es den Eltern selbst überlassen bleibt, wie sie mit eventuellen Komplikationen umgehen.

Würdet Ihr auch gerne mit Euren Freunden eine Fötus-Party starten oder seht Ihr den Trend eher kritisch?

Bildquelle: Valentina Razumova/dreamstime.com

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