Erdnüsse und Schwangerschaft

Erdnüsse in der Schwangerschaft sind unbedenklich

Erdnüsse in der Schwangerschaft sind unbedenklich

Schwangeren Frauen wird oft dazu geraten, während der Schwangerschaft Lebensmittel zu meiden, die ein starkes Allergiepotenzial besitzen, wie beispielsweise Erdnüsse. Eine aktuelle Studie aus den USA deutet jedoch eher darauf hin, dass Frauen, die viele Erdnüsse in der Schwangerschaft essen, das Risiko einer Nahrungsmittelallergie ihres Kindes sogar verringern.

In den westlichen Industrieländern leiden etwa 2 Prozent der Bevölkerung an einer Erdnussallergie, die sich negativ auf Schleinhäute, Magen und Darm sowie Atmung und Kreislauf auswirken kann. Lange Zeit wurde befürchtet, dass Erdnüsse in der Schwangerschaft krankhafte Immunreaktionen beim ungeborenen Baby auslösen könnten. Doch obwohl die beliebten Nüsse ein hohes Allergiepotenzial haben, sind sie für Schwangere scheinbar unbedenklich. Das ergab eine Studie, die am Boston Children’s Hospital (USA) unter der Leitung von Michael Young durchgeführt und nun in der Fachzeitschrift „JAMA Pediatrics“ veröffentlicht wurde.

Erdnüsse in der Schwangerschaft lösen keine Allergie beim Baby aus
Erdnüsse in der Schwangerschaft sind kein Tabu

Erdnüsse in der Schwangerschaft können das Allergierisiko sogar senken

„Für Frauen, die selbst nicht allergisch gegen Erdnüsse sind, gibt es keinen Grund, Erdnüsse in der Schwangerschaft zu meiden“, erklärt Michael Young. Stattdessen lässt die von ihm durchgeführte Studie vermuten, dass ein früher Kontakt mit den Allergenen sogar das Risiko mindert, dass das Kind später an einer Erdnussallergie leidet. Für die Langzeitstudie wurden die Ernährungsgewohnheiten von Schwangeren protokolliert und ausgewertet. Bei den Kindern der Frauen, die regelmäßig – also ein bis viermal pro Woche – Erdnüsse in der Schwangerschaft aßen, verringerte sich das Allergierisiko um 44 Prozent. Für Kinder von Frauen, die noch häufiger Erdnüsse zu sich nahmen, wurde das Risiko einer Nussallergie sogar um bis zu 69 Prozent gesenkt.

Erdnüsse in der Schwangerschaft: Ursache-Wirkung-Beziehung nicht gesichert

Allerdings könne aufgrund der erhobenen Daten nicht garantiert werden, dass Frauen, die Erdnüsse in der Schwangerschaft essen, ein Allergierisiko bei ihrem Kind minimieren oder sogar verhindern. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob sich durch erhöhten Erdnusskonsum in der Schwangerschaft eine Erdnussallergie bei Kindern verhindern lässt“, räumt Young ein. „Aber die Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr von Erdnüssen keine Allergie bei den Kindern auslöst.“ Frauen, die bereits an einer Nussallergie leiden, sollten allerdings auf jeden Fall darauf verzichten, Erdnüsse in der Schwangerschaft zu essen.

Wie eine aktuelle Studie aus Boston belegt, erhöht ein Verzehr von Erdnüssen während der Schwangerschaft nicht das Allergierisiko für das Kind. Im Gegenteil: Die Ergebnisse der Untersuchung deuten sogar daraufhin, dass für Kinder von Frauen, die Erdnüsse in der Schwangerschaft gegessen haben, ein geringeres Risiko besteht, später an einer Erdnussallergie zu leiden.

Bildquelle: moodboard/thinkstock

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch

Teste dich