Allergien bei Kindern: Was hilft?

Es gibt immer mehr Menschen, die gegen bestimmte Nahrungsmittel, Pollen oder Tierhaare allergisch sind. Auch die Kleinen sind von gewissen Überreaktionen auf Umweltstoffe nicht verschont. Die Verbreitung von Allergien bei Kindern liegt in Deutschland bei gut fünfzehn bis zwanzig Prozent. Bei fünf bis zehn Prozent entwickelt sich sogar allergisches Asthma. Dabei sind vor allem Kinder betroffen, deren Eltern selbst Allergiker sind. Doch es gibt ein paar Dinge, die Du tun kannst, um Deinem Kind zu helfen.

Was ist eigentlich eine Allergie?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf das Eindringen eigentlich harmloser Umweltstoffe, wie zum Beispiel Pollen oder Hausstaub. Der Körper wehrt sich gegen diese Stoffe, obwohl von ihnen keine Gefährdung ausgeht. Die häufigsten Allergien bei Kindern sind Heuschnupfen, Hausstaub- und Tierhaarallergien sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Einen Grund für die starke Zunahme von Allergien bei Kindern sieht die Forschung in der Ausstattung moderner Wohnungen. Gut isolierte Fenster und Hauswände lassen Schimmelpilze schneller wachsen und Teppiche, Polstermöbel und Kuscheltiere bieten Hausstaubmilben ideale Lebensräume. Außerdem begünstigen die gestiegenen Hygieneverhältnisse Allergien bei Kindern, da der Körper weniger mit Keimen und Bakterien in Berührung kommt.

Allergien bei Kindern können Schnupfen und Juckreiz auslösen.

Heuschnupfen zählt zu den häufigsten Allergien bei Kindern.

Allergien bei Kindern: Schutz von Anfang an

Um Allergien bei Kindern zu vermeiden, können Eltern schon von Geburt an helfen. Vor allem wenn Du oder Dein Partner selbst an Allergien leidet, sollten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Mediziner empfehlen Müttern, ihre Neugeborenen nach Möglichkeit mindestens sechs Monate ausschließlich zu stillen und keinerlei Beikost zu geben. Falls Du nicht stillen willst oder kannst, achte bei einem erhöhten Allergierisiko darauf, dass die Flaschennahrung hypoallergen ist. Auch bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollten Babys nicht mit hochallergenen Nahrungsmitteln wie Milch, Eiern, Fisch, Nüssen und Meeresfrüchten in Kontakt kommen. Auch in der Wohnung kannst Du auf einiges achten, um Allergien bei Kindern zu vermeiden oder zu lindern. Kuscheltiere sollten sich bei 60 Grad waschen lassen und die Böden sollten regelmäßig gesaugt oder gewischt werden. Wenn Dein Kind ein besonderes Risiko für eine Allergie hat, solltest Du auch mit einem Haustier warten. Übertriebene Hygiene ist allerdings auch nicht ratsam, denn das Immunsystem Deines Kindes braucht Keime, um zu lernen, sie zu bekämpfen. Ein geübtes Immunsystem ist auch besser gegen Allergien gerüstet. Allergien bei Kindern werden übrigens gefördert, wenn sie oft Zigarettenrauch ausgesetzt sind. Auch – aber nicht nur – deshalb sollte in einem Haushalt mit Kind nicht geraucht werden.

Allergien bei Kindern: Ein Test hilft weiter

Allergien bei Kindern haben die gleichen Symptome wie Allergien bei Erwachsenen: rote Augen, eine zugeschwollene Nase oder plötzliche Hustenanfälle. Treten solche Symptome gehäuft auf, solltest Du einen Termin beim Kinderarzt oder Allergologen vereinbaren. Mittels eines Hauttests wird der Arzt bestimmen, auf welches Allergen Dein Kind überempfindlich reagiert. Spezielle Nasensprays, Augentropfen und Tabletten helfen, die Beschwerden von Allergien bei Kindern zu lindern. Aber generell sollte Dein Kind den Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Wenn es also auf bestimmte Pollen reagiert, sollten Fahrradtouren verschoben werden, bis die kritische Zeit vorbei ist. Außerdem kann ein spezieller Pollenfilter fürs Auto Deinem Kind helfen. Ist Dein Kind gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel allergisch, sollte dieses natürlich nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Gegen Hausstaubmilben helfen spezielle Matratzen- und Bettbezüge. Je weniger Dein Schatz mit dem Allergen in Kontakt kommt, desto besser wird es sich fühlen.

Mit Hypersensibilisierung Allergien bei Kindern behandeln

Neben den Medikamenten, die ja nur die Beschwerden und Symptome der Allergien bei Kindern lindern und nicht die Ursache bekämpfen, gibt es noch die Therapie durch Hypersensibilisierung. Dabei wird Dein Kind kleinen Dosen des allergenen Stoffes ausgesetzt, um den Körper zu trainieren. Insgesamt dauert diese Therapie drei Jahre und ist recht erfolgreich bei der Behandlung von Allergien bei Kindern. Schon nach einem Jahr verringern sich die Symptome bei knapp 90 Prozent der kleinen Patienten. Bei der Hypersensibilisierung kann es jedoch passieren, dass Dein Kind einen allergischen Schock erleidet. Daher muss jeder Patient nach der Behandlung für mindestens 30 Minuten beim Arzt oder Allergologen verweilen, damit unerwünschte Nebenwirkungen rechtzeitig behandelt werden können. Doch keine Sorge, ein allergischer Schock ist ein eher seltenes Risiko der Hypersensibilisierung. Häufiger sind die Bildung von Quaddeln auf der Haut, um die Injektionsstelle des allergenen Stoffes herum, Niesanfälle oder ein starker Juckreiz. Dennoch ist diese Art der Therapie die einzige Möglichkeit, Allergien bei Kindern wirksam zu behandeln – und nicht nur die Symptome zu lindern.

Allergien werden in der heutigen Zeit immer häufiger und auch Kinder sind schon von der Überempfindlichkeit betroffen. Verhindern kannst Du eine Allergie bei Kindern in den wenigsten Fällen, aber mit etwas Vorsicht kannst Du zumindest die Symptome lindern. Mit einer Hypersensibilisierung bestehen jedoch gute Aussichten darauf, dass die Allergie Deinen Schatz schon bald nicht mehr plagt.


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Was denkst du?

  • PaperBag am 06.03.2015 um 17:48 Uhr

    Ich hasse meine Allergien. Die fangen jetzt auch schon wieder an und nichts hilft wirklich.

    Antworten
  • Wooooot am 04.08.2014 um 16:51 Uhr

    Mein Jüngster hat zig Allergien, die anderen sind davon verschont geblieben, aber er ist gegen alles allergisch. Gräser, Milch, Tierhhaare...

    Antworten
  • Ariana77 am 03.02.2014 um 10:33 Uhr

    Allergien bei Kindern sind nicht halb so schlimm wie der Allergietest. Dieses Pricken auf dem ganzen Rücken. Übel wird es dann, wenn sie tatsächlich gegen fast alles allergisch sind und der ganze Rücken voll ist. Meine Schwester hat sich dafür bedankt...

    Antworten
  • Bonbon_Freundin am 24.01.2012 um 13:59 Uhr

    Allergien bei Kindern sind was gemeines, aber etwas gutes ist, dass sie nach einigen Jahren zum Teil verschwinden.

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  • Pinguin4 am 06.10.2011 um 11:51 Uhr

    ich komme uch absolut nicht mit tierhaaren zurecht, wir haben zum glück kein haustier,trotzdem kann es ganz schön nerven wenn man irgendwo zu besuch ist

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  • mariechen80 am 06.10.2011 um 11:11 Uhr

    ich habe nur eine kleine hausstauballergie, aber nicht doll. mein mann leidet allerdings an neurodermitis und hat damit mehr probleme, auch ganz heftig mit tierhaaren und so.

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  • Hel79 am 04.10.2011 um 14:02 Uhr

    Meine Große hat seit der Geburt ganz schlimme Lebensmittelallergien, ist auch nicht scjön, aber wenn man es weiß...kann man dmait umgehen!

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  • susa1981_x am 27.09.2011 um 14:54 Uhr

    als baby hatte unsere kleine immer ne verstopfte nase im sommer, aber zum glück ist es weggegangen

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  • sonntagsma am 31.07.2011 um 09:53 Uhr

    Ich hoffe, mein Krümel erbt nicht meine Pollenallergie!

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