Das Internat

Neben den klassischen Schulformen gibt es für Dein Kind auch noch die Möglichkeit, ein Internat zu besuchen. Dabei schwankt das Image des Internats zwischen einer elitären Luxusanstalt für Kinder von reichen Eltern und einem Ort für Schulversager. Zahlreiche Berichte und Dokumentationen in den Medien über solche Internate haben maßgeblich hierzu beigetragen. Jedoch ändert sich dieses Bild langsam wieder und immer mehr Eltern sehen gute Gründe dafür, ihre Kinder in einem der 250 Internate in Deutschland unterzubringen.

Gute Gründe für ein Internat

Es gibt viele Gründe, die für oder gegen ein Internat sprechen. In vielen Familien ist der Besuch eines Internats etwa Tradition. Hier ist es tatsächlich eine Art Prestige auf eine renommierte Schule zu gehen. Auch die feste Überzeugung der Eltern, dass Internate die besseren Bildungseinrichtungen sind, die ihrem Kind, die bestmögliche Betreuung sichern, können in die Entscheidung mit hineinspielen. Es kann jedoch auch sein, dass Du beruflich viel reisen musst und dennoch sicherstellen möchtest, dass Dein Kind in einer stabilen und sicheren Umgebung aufwächst. Ein anderer Grund wäre ein sehr weiter Schulweg. Wenn Du mit Deinem Kind weit außerhalb wohnst und ihm diesen täglichen Aufwand ersparen möchtest, könnte ein Internat eine gute Alternative sein. Doch die Entscheidung über die Schule ist natürlich auch immer die Entscheidung des Kindes. So kann sich Dein Kleines aufgrund von zahlreichen Geschichten wie „Hanni und Nanni“ oder „Harry Potter“ unbedingt den Besuch eines Internats wünschen. Neben diesen persönlichen Entscheidungen können auch besondere Probleme bei Deinem Kind den Besuch von einem Internat ratsam erscheinen lassen. So gibt es Internate für schwer erziehbare Kinder oder für Kinder mit Lernschwierigkeiten. Diese Schulen haben besondere Angebote, die auf die Bedürfnisse Deines Kindes zugeschnitten sind und eine individuelle, gezielte und fachkundige Betreuung bieten. Auf der anderen Seite gibt es auch sehr viele hochspezialisierte Schulen, wie Sportgymnasien oder Hochbegabten-Internate, welche die individuellen Talente Deines Kindes fördern und vorantreiben.

Ein Internat

Ein Internat kann eine gute Alternative für Dein Kind sein.


Das Internat: die Vorteile

Im Idealfall bietet das Internat Deinem Kind engagierte und motivierte Pädagogen, wenige Schüler pro Klasse und eine individuelle und gezielte Förderung. Außerdem profitiert Dein Kind von den strukturierten Tagesabläufen und vielfältigen Freizeitangeboten der Schule. An die Erziehung werden hohe pädagogische Ansprüche gestellt, daher erfolgt diese innerhalb festgelegter Zielsetzungen. Außerdem werden Tugenden wie Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein und Ordnung besonders hervorgehoben. Auch das Freizeitangebot in einem Internat ist in der Regel vielfältig und besticht durch zahlreiche Kurse im künstlerischen, handwerklichen und sportlichen Bereich. Durch das Zusammenleben mit anderen Kinder seiner Altersklasse, lernt Dein Kind bereits früh, sich in einer Gruppe zurechtzufinden. Sein Selbstbewusstsein und seine sozialen Kompetenzen werden hiervon garantiert profitieren. Zudem ist ein Internat während der Pubertät eine gute Entlastung für das meist ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Außerdem musst Du Dir keine Sorgen machen, dass Dein Kind in einem Internat nicht gut betreut wird. Sollten Du und Dein Partner zum Beispiel arbeiten müssen, ist der Besuch eines Internats keinesfalls als liebloses „Abschieben“ zu verstehen. Du bietest Deinem Kind auf diese Weise vielmehr Möglichkeiten, die es vermutlich zu Hause, während Du arbeiten musst, nie kriegen würde.

Das Internat: die Nachteile

Trotz dieser Vorteile beinhaltet der Besuch von einem Internat auch einige Nachteile. Vor allem die oft noch sehr patriarchalische Struktur und strenge Hierarchie des Internats machen vielen Kindern zu schaffen. Besonders Kinder, die mit dieser strengen Ordnung nicht zurechtkommen, bleiben in einem Internat häufig auf der Strecke. Hinzu kommt die Entfernung zu Eltern, Geschwistern und Freunden. Oft leiden vor allem jüngere Kinder unter Heimweh und brauchen lange, um sich mit der neuen Umgebung anzufreunden. Wird die Entscheidung primär von den Eltern getroffen, kann es sein, dass die Kinder sich ungeliebt und abgeschoben fühlen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass Du den Besuch eines Internats vorher sehr gründlich mit Deinem Kind besprichst, solltet Ihr einen solchen Schritt in Erwägung ziehen.

Voraussetzungen für die Einschulung in einem Internat

Je nach Art des Internats unterscheiden sich die Bedingungen einer Einschulung. Bei einem konfessionellen Internat wird oft ein Glaubensbekenntnis Deines Kindes oder eine Zugehörigkeit zu der Kirche erwartet. An Sportgymnasien hingegen müssen Aufnahmeprüfungen absolviert werden, ebenso an Hochbegabten-Schulen. Für die Aufnahme an einem solchen Internat benötigt Dein Kind oft auch eine Empfehlung. An allgemeinbildenden Internaten sind jedoch meistens keine weiteren Bedingungen an die Aufnahme Deines Kindes geknüpft.

Wie viel kostet ein Internat?

Ein konfessionelles Internat kostet in der Regel zwischen 400 und 1200 Euro monatlich, wohingegen die Kosten der Internate in freier Trägerschaft oft noch wesentlich höher liegen. Dabei variieren diese hinsichtlich des Angebotes an Unterbringung, Verpflegung und Freizeitgestaltung. Am besten informierst Du Dich direkt bei Deiner Wunschschule. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Dich, den Internatsbesuch Deines Kindes zu finanzieren. Zum einen stehen viele Stipendien zur Verfügung, besonders an den spezialisierten Schulen, aber auch ein Kredit kann Deinem Kind den Aufenthalt an einem Internat ermöglichen.

Ein Internat bietet Deinem Kind viele Chancen, aber es bedeutet auch einen großen Verzicht. Die Entscheidung für ein Internat solltest Du daher gut überlegen und mit Deinem Kind besprechen. Informiere Dich umfassend über mögliche Schulen und besuche diese mit Deinem Kind zusammen. So bekommt Ihr beide einen guten Eindruck.

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