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Hormondiagnostik bei Unfruchtbarkeit

Sterilität

Hormondiagnostik bei Unfruchtbarkeit

Bei einem unerfüllten Kinderwunsch können die Hormone eine große Rolle spielen. Doch es sind nicht nur die weiblichen Hormone, die für einen geregelten Zyklus sorgen und die Chance auf eine Schwangerschaft beeinflussen. Auch die Schilddrüsenhormone oder bestimmte männliche Hormone wirken auf die Fruchtbarkeit der Frau ein.

Nicht nur die „weiblichen“ Hormone sind die Schuldträger bei einer Sterilität der Frau. Für Unfruchtbarkeit oder einen unerfüllten Kinderwunsch können viele Hormone verantwortlich sein. Hormone sind Botenstoffe, die dafür sorgen, dass der weibliche Organismus einwandfrei funktioniert. Die Harmonie der Hormone sorgt auch für die Harmonie unseres Körpers. Die Hormondiagnostik erlaubt, Störungen oder Mängelzustände zu erkennen. Durch eine anschließende Hormontherapie wird wieder für eine körperliche Balance gesorgt. Um diese zu bewahren, unterziehen sich Wunschmamis einer Hormondiagnostik. Viele Kinderwunschpraxen bieten ein solches Verfahren an. Was aber wird genau diagnostiziert? Bestimmte Hormone, die nicht ganz in Ordnung sind, werden herausgepickt, beobachtet und wenn möglich therapiert. Eine Hormontherapie wird sehr individuell durchgeführt, Du solltest also genau wissen, welches Hormon bei Dir nicht richtig funktioniert. Der Hormonhaushalt ist nur dann harmonisch, wenn alle Hormone im Einklang miteinander stehen. Nur dann erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

Hormondiagnostik: Wissenschaftler im Labor
Eine Hormondiagnostik kann Aufschluss über viele Krankheiten geben.

Wie erkennst Du, ob Du eine Hormondiagnostik brauchst?

Hormonstörungen sind offensichtlich, auch wenn sie den meisten Frauen häufig nicht als solche auffallen. Es gibt viele Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Hormon nicht auf die Art und Weise funktioniert, wie es eigentlich sollte. Eine Hormondiagnostik ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du irgendwelche Auffälligkeiten an Deinem Zyklus erkennst. Ist dieser zum Beispiel besonders kurz oder besonders lang oder fällt Deine Blutung sehr stark oder nur sehr schwach aus, kann dies ein Hinweis auf eine hormonelle Störung sein. Doch keine Panik! Viele Frauen haben von Natur aus einfach einen ungewöhnlichen Zyklus und sind dennoch fruchtbar. Trotzdem lohnt es sich in diesem Fall, eine Hormondiagnostik durchführen zu lassen. Der Hauptgrund für die Untersuchung der Hormone ist natürlich, wenn Du einfach nicht schwanger wirst. Doch auch wenn Du bereits einige Fehlgeburten hinter Dir hast, ist es sinnvoll, den Hormonspiegel einmal überprüfen zu lassen.

Wie diagnostiziert der Arzt eine hormonelle Störung?

Zum Einen gibt es die Hormondiagnostik über das Blut oder Plasma. Dies ist die traditionelle Art. Neuere Forschungen erlauben aber auch eine Hormondiagnostik über den Speichel. Dies ist die leichtere Anwendung, da sie kurz und unkompliziert ist. Sie ist schmerzfrei, kann zu jeder Zeit an jedem Ort durchgeführt werden und ist dennoch besonders aussagekräftig. Durch eine Speichelanalyse lässt sich die Hormonaktivität sehr leicht bestimmen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Blut- und Speichelanalyse bilden die Proteine. Diese sind im Speichel nur sehr gering enthalten, daher sind die Hormone leichter herauszufiltern. Zukünftig wird die Speichelprobe die Blutprobe deswegen wohl ersetzen, da es so jedem ermöglicht wird, in allen Lebenssituationen die Aktivität der Hormone zu testen.

Hormondiagnostik bei einem Hormonüberschuss

Durch die Hormondiagnostik wird Dein Arzt Dir ohne Probleme sagen können, welches Hormon betroffen ist und was Du tun kannst, um es wieder in Einklang zu bringen. Manchmal kann hierbei ein Überschuss vorliegen und manchmal ein Mangel. Es gibt einige Hormone, bei denen sich im Laufe der Hormondiagnostik herausstellen kann, dass einfach zu viele von ihnen vorhanden sind. Das häufigste Problem hierbei ist der Überschuss an männlichen Hormonen, der zu dem sogenannten PCO-Syndrom führen kann. Dies geht meist mit Übergewicht und einer erhöhten Behaarung einher und lässt sich häufig durch eine Gewichtsreduzierung und die Gabe von Medikamenten behandeln. Neben den Androgenen kann auch der Prolaktinspiegel erhöht sein. Prolaktin ist das Hormon, welches während und nach der Schwangerschaft für die Milchproduktion verantwortlich ist. Meist deutet dies auf viel Stress hin oder einem Problem mit der Schilddrüse. Sobald Dein Arzt das Problem eingegrenzt hat, ist auch dies leicht zu behandeln, indem schlicht die Ursache beseitigt wird.

Hormondiagnostik bei einem Hormonmangel

Natürlich kann sich bei der Hormondiagnostik jedoch auch herausstellen, dass Du an einem Hormonmangel leidest. Die wichtigsten Hormone, die hier häufig nicht in ausreichender Menge vorhanden sind, sind das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH). Beide sind für den reibungslosen Ablauf Deines Zyklus hauptverantwortlich. Die Ursache für einen Mangel beider Hormone kann ein Mangel des Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH) sein. Dies wird von der Hirnanhangdrüse abgesondert. Meist ist ihre Funktion daher bei einem solchen Mangel auch entscheidend gestört und sollte genauer überprüft werden. Ein weiterer Hormonmangel, der durch die Hormondiagnostik offenbart werden kann, ist die Gelbkörperschwäche. Diese zeichnet sich durch eine verkürzte zweite Zyklushälfte aus. Die Ursachen für ein Mangel des Gelbkörperhormons Progesteron sind noch nicht eindeutig bekannt. Eine effektive Behandlung ist jedoch in den meisten Fällen möglich.

Wenn Dein Kinderwunsch selbst nach einem Jahr noch unerfüllt ist, sind hierfür in der Regel die Hormone verantwortlich. Durch ihr kompliziertes Zusammenspiel entsteht Dein monatlicher Zyklus. Nur ein leichter Überschuss oder ein geringer Mangel können bereits dafür sorgen, dass das komplette Gleichgewicht gestört ist. Mit Hilfe einer Hormondiagnostik kann Dein Frauenarzt herausfinden, welches Hormon das Problem ist und anschließend eine geeignete Therapie für Dich entwickeln.

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