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Weniger Hormone

Künstliche Befruchtung durch In-Vitro-Maturation: Alternative zur IVF

In-Vitro-Maturation

Viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch können die Hormonbehandlungen nicht vertragen, die im Rahmen von üblichen Reagenzbefruchtungen durchgeführt werden. Die Pharmazeutische Zeitung Online erklärt, warum die sogenannte In-Vitro-Maturation betroffenen Frauen das scheinbar Unmögliche möglich machen kann.

Die In-Vitro-Maturation (kurz: IVM) ist keine völlig neue Art der künstlichen Befruchtung, sondern soll bisher entwickelte Verfahren ergänzen. Dies ist vor allem für Frauen wichtig, bei denen das klassische Verfahren der In-Vitro-Fertilisation (kurz: IVF) aufgrund zu hoher gesundheitlicher Risiken nicht durchgeführt werden kann.

Warum vertragen manche Frauen die IVF nicht?

Eine Großzahl der Frauen, die die normale IVF nicht vertragen, leiden an einem Polyzystischen Ovarialsyndrom. Das PCOS verursacht häufig Zyklusanomalien und Fruchtbarkeitsstörungen. Obwohl sich verhältnismäßig viele Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken der betroffenen Frauen bilden, enthalten diese wiederum nicht immer reife Eizellen. Wenn eine Frau mit PCOS eine IVF mit Hormonstimulation durchführen ließe, würden die ohnehin gesteigerte Eibläschen Produktion fördern, so dass es zu einer gefährlichen Ovariellen Hyperstimulationssyndrom (OHSS) kommen könnte. Dies wiederum kann Übelkeit, Atemnot, Gewichtszunahme und Bauchschmerzen zur Folge haben. Eine Alternative kann die IMSI Methode sein.

Was ist bei der In-Vitro-Maturation anders?

Im Gegensatz zur IVF kommt es bei der In-Vitro-Maturation nur zu einer geringen Hormonstimulation, was das Risiko eines OHSS verringert. Prof. Dr. Strowitzki, Direktor der Abteilung Endokrinologie und Fertilitätsstörungen am Universitätsklinikum Heidelberg, weist darauf hin, dass in manchen Fällen sogar eine In-Vitro-Maturation ohne Hormonbehandlung möglich ist. Denn die Eibläschen reifen nicht in den Eierstöcken heran, sondern werden schon im unreifen Stadium abpunktiert, um dann in einer Petrischale mit Nährlösung nachzureifen. Nach diesem externen Reifeprozess werden sie wie bei der IVF in die Gebärmutter einsetzt.

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Außerdem verringert die In-Vitro-Maturation das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft, so Strowitzki, da insgesamt weniger Eizelle transferiert werden. Der Rest des Verfahrens entspricht der herkömmlichen IVF.

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Hat die In-Vitro-Maturation besondere Risiken?

Unter Beobachtung von sieben Kindern im Alter von zwei Jahren, wird derzeit an der Uni Heidelberg untersucht, ob das Verfahren der In-Vitro-Maturation das Risiko einer Fehlbildung erhöhen kann. Alle untersuchten Kinder sind auf Grundlage einer In-Vitro-Maturation zur Welt gekommen und zeigen weder in ihrer mentalen, noch in ihrer körperlichen Entwicklung Auffälligkeiten.

Somit ist die In-Vitro-Maturation eine wichtige Alternative und ein Rettungsanker für viele Frauen, die bisher leider noch keinen Erfolg mit anderen Formen der künstlichen Befruchtung hatten!

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Bildquelle: iStock/Rawpixel

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