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„Light“-Getränke in der Kritik

Süßstoff kann krank machen

„Light“-Getränke in der Kritik

„Light“-Getränke werden von der Industrie schon seit langem als gesunde und bekömmliche Alternative zu zuckerlastigen Softdrinks wie Cola oder Limonade angepriesen. Doch eine neue Studie zweifelt diese Werbebotschaften nun an. Sind „Light“-Getränke wirklich gesünder als ihre auf Zucker basierenden Schwestern?

Die Fernsehwerbung kennt wohl jeder: Ein muskelbepackter Getränkelieferant liefert eine Palette „Light“-Getränke in ein innerstädtisches Büro, wo er und seine – natürlich kalorienarme – Fracht von einer Horde Geschäftsfrauen bereits sehnsüchtig erwartet wird. Die Botschaft ist klar: „Light“-Getränke sind, machen nicht dick und sind obendrein noch gesund. Doch ist dies wirklich so? Françoise Clavel-Chapelon und Guy Fagherazzi vom medizinischen Forschungslabor INSERM in Frankreich zweifeln diese positiven Eigenschaften in einer wissenschaftlichen Studie, die sie am Donnerstag in der amerikanischen Fachzeitschrift „Journal of Clinical Nutrition“ der Öffentlichkeit präsentierten, an. Nach ihren Erkenntnissen steigern „Light“-Getränke das Diabetesrisiko und sind dabei sogar gesundheitsschädlicher als klassische Softdrinks.

„Light“-Getränke sind sogar ungesünder als zuckerhaltige Softdrinks

Für ihre Forschungen zur Wirkung von „Light“-Getränken befragten Clavel-Chapelon und Fagherazzi seit 1993 im Abstand von zwei bis drei Jahren 66.188 Frauen, die zwischen 1925 und 1950 zur Welt kamen, nach ihren Ernährungsgewohnheiten und kontrollierten ihren Gesundheitszustand. Das Ergebnis ist für die Hersteller und Konsumenten der „Light“-Getränke ernüchternd. So ergab die Untersuchung, dass das Risiko, an Diabetes zu erkranken, bei Frauen, die regelmäßig gezuckerte oder zuckerfreie Softdrinks konsumierten, höher war als bei Probandinnen, die lediglich frisch gepressten, ungezuckerten Fruchtsaft tranken. Überraschenderweise lag das Risiko bei den Konsumentinnen der „Light“-Getränke aber sogar höher als bei Frauen, die die normalen Softgetränke zu sich nahmen. So hat bereits der Konsum eines halben Liters an „Light“-Getränken pro Woche das Diabetesrisiko um 15 Prozent ansteigen lassen. Noch drastischer sehen die Ergebnisse aus, wenn die „Light“-Getränke noch regelmäßiger genossen werden. Bei eineinhalb Litern pro Woche ist das Risiko demnach bereits um 59 Prozent erhöht.

"Light"-Getränke können durch ihren Süßstoffgehalt vermutliche das Diabetesrisiko erhöhen.

„Light“-Getränke: Süßstoffe sollen Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben

Die Ursache für dieses außergewöhnliche Ergebnis vermuten die Wissenschaftler im Süßstoff Aspartam, das in zahlreichen „Light“-Getränken eingesetzt wird. Dieser soll den Blutzuckerspiegel erhöhen und damit einen Anstieg des Insulins provozieren. Kommt es in diesem Fall zu einer Insulin-Resistenz, kann Diabetes die Folge sein. Die Forscher vermuten daher, dass Süßstoffe im menschlichen Körper ähnliche Reaktionen hervorrufen wie Zucker. Um diese Hypothese weiter zu untermauern und den Verdacht gegen die „Light“-Getränke zu erhärten, seien aber noch weitere Untersuchungen nötig, gaben Clavel-Chapelon und Fagherazzi bekannt. Unbedenklich sei hingegen der Genuss frisch gepresster Fruchtsäfte. Die Probandinnen, die diese den Softdrinks vorzogen, wiesen innerhalb der Studie kein erhöhtes Diabetesrisiko auf.

„Light“-Getränke könnten das Diabetesrisiko erhöhen und sollen dabei sogar ungesünder sein als klassische Softdrinks. Zu diesem Schluss kommt eine französische Studie, die gestern veröffentlicht wurde. Schuld daran sei der Süßstoff Asparam, der den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben soll.

Bildquelle: Timhesterphotography | Dreamstime.com

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