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Vergesslich

Schwangerschaftsdemenz

Es ist ein Mythos, der sich wacker hält: Schwangere sind vergesslich und dies teilweise so sehr, dass ihnen häufig nicht einmal mehr die simpelsten Wörter einfallen wollen. Doch was ist wirklich dran an der angeblichen Schwangerschaftsdemenz?

Sind Dir in Deiner Schwangerschaft auch bestimmte Wörter nicht eingefallen? Du hast ständig Deinen Schlüssel verlegt und Verabredungen hast Du einfach vergessen? Dann hattest Du vermutlich eine sogenannte Schwangerschaftsdemenz. Was dramatisch klingt, beschreibt im Grunde einfach die plötzliche Vergesslichkeit, die einige Schwangere vor allem im letzten Trimester befällt. Weiter dramatisch ist dies jedoch nicht und mit einer richtigen Demenz hat eine Schwangerschaftsdemenz auch wenig zu tun. So brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, dass Deine Gedächtnisleistung abnimmt. Dinge merken kannst Du Dir in dieser Zeit nämlich vermutlich genauso gut wie sonst auch. Der wenige Schlaf macht Deinem Gedächtnis nur etwas mehr zu schaffen und Dein Baby fordert, selbst wenn es noch im Bauch ist, bereits Deine volle Aufmerksamkeit. So passiert es Dir vermutlich häufiger, dass Du nun Deine Schlüssel vergisst, weil Dein Gehirn sich zu sehr auf die wichtigen Dinge wie Vorsorgeuntersuchungen und Geburtsvorbereitung konzentriert.

Schwangerschaftsdemenz: Vergessliche Frau
Eine Schwangerschaftsdemenz ist ganz natürlich, da Du in der Schwangerschaft wenig Schlaf bekommst und an viele wichtige Dinge denken musst.

Die Symptome einer Schwangerschaftsdemenz

Das Hauptsymptom der Schwangerschaftsdemenz ist die Vergesslichkeit. Bei einigen Betroffenen kann es jedoch sogar zu einer regelrechten Verwirrtheit gepaart mit Wortfindungsstörungen kommen. Die Vergesslichkeit in der Schwangerschaft ist jedoch keine richtige Demenz im eigentlichen Sinne. Bei Erkrankten einer echten Demenz nimmt die Gedächtnisleistung dauerhaft ab und es gibt keine Möglichkeit mehr, diese zu regenerieren. Leidest Du an einer Schwangerschaftsdemenz, brauchst Du Dir deswegen keine Gedanken zu machen. In der Regel tritt sie erst ab dem dritten Trimester in Erscheinung und verschwindet meist entweder direkt nach der Geburt wieder oder einige Monate im Anschluss, je nachdem wie viel Stress Du wegen Deines Neugeborenen ausgesetzt bist.

Woher kommt die Schwangerschaftsdemenz?

Die Ursachen der Schwangerschaftsdemenz sind nicht gänzlich geklärt. Vermutlich handelt es sich hierbei jedoch um ein Produkt mehrerer Umstände. So erleben Schwangere zum Beispiel diverse Emotionen sehr stark. Die Freude über ihr Baby überwiegt natürlich, doch auch die Angst, dass etwas mit dem Kind nicht stimmen könnte und der Stress, alles rechtzeitig bis zur Geburt erledigt zu bekommen, treffen in der Schwangerschaft aufeinander. Wissenschaftler vermuten, dass das Gehirn aufgrund dieser Ausnahmesituation den Fokus auf das Wichtigste verengt. Hinzu kommt, dass Schwangere gerade im letzten Drittel teilweise nicht genug schlafen. Dadurch, dass sie keine angenehme Schlafposition mehr finden können und öfters nachts aufs Klo müssen, bekommen sie wesentlich weniger Schlaf als sonst. Ein erholsamer Schlaf ist jedoch wichtig, um Informationen im Gehirn zu festigen. Bekommst Du in der Schwangerschaft nicht genügend Schlaf, vergisst Du unwichtigere Termine und Details leichter wieder. Wird dies zu einem Dauerzustand, kann das zu einer Schwangerschaftsdemenz führen.

Schwangerschaftsdemenz: Das kannst Du dagegen tun!

So beruhigend es ist, dass eine Schwangerschaftsdemenz nicht lange anhält und kein Grund zur Besorgnis ist, angenehmer macht es die Situation trotzdem nicht, wenn einem schon wieder nicht das richtige Wort einfällt oder man die beste Freundin aus Versehen im Café sitzen lässt. Damit dies nicht mehr passiert, solltest Du in erster Linie dafür sorgen, dass Du genügend Schlaf bekommst. Nutze die ruhigen Minuten, um es Dir auf der Couch gemütlich zu machen und lass die schmutzige Wäsche ruhig einmal liegen. Darüber hinaus solltest Du darauf achten, dass Du Dich ausgewogen ernährst und vor allem ausreichend trinkst. Auch Bewegung kann gegen eine Schwangerschaftsdemenz helfen. Achte nur darauf, dass Du Dich nicht überanstrengst. Ein kleiner Spaziergang nach dem Essen reicht vollkommen aus.

Schwangerschaftsdemenz und Stilldemenz

Wie der Name bereits vermuten lässt, bezieht sich die Schwangerschaftsdemenz ausschließlich auf die Zeit der Schwangerschaft, doch das bedeutet nicht, dass die Vergesslichkeit im Anschluss nachlässt. Nach der Geburt kann Dich die sogennante Stilldemenz befallen, die aus ähnlichen Gründen wie die Schwangerschaftsdemenz auftritt. So wirst Du vermutlich im ersten Jahr nach der Geburt auch recht wenig Schlaf bekommen, sodass unwichtigere Informationen keine Möglichkeit haben, im Gehirn gespeichert zu werden. Darüber hinaus tun nun auch die Hormone ihr Übriges. Besonders die Hormone Prolaktin und Oxytocyn sorgen dafür, dass Du Dich unmittelbar nach der Geburt auf nichts anderes fokussierst als Dein Baby. Dinge, die mit Deinem Kind nicht unmittelbar etwas zu tun haben, sind für Dich in dieser Zeit nur nebensächlich und werden daher auch leichter vergessen, Auch wenn Du daher noch vergesslich erscheinst, das Wichtigste hast Du dennoch immer im Blick.

Solltest Du in der Schwangerschaft plötzlich merken, dass Du öfters Dinge vergisst und Dir auch die einfachsten Wörter nicht mehr einfallen, kann es sein, dass Du an einer Schwangerschaftsdemenz leidest. Du brauchst Dir jedoch keine Sorgen zu machen, denn mit einer richtigen Demenz hat dies nichts zu tun. Sobald Du nach der Schwangerschaft wieder gut schlafen kannst und Dein Fokus nicht mehr voll und ganz bei Deinem Baby liegen muss, wirst Du auch wieder die Zeit finden, Dich an andere Dinge zu erinnern, die in der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Geburt so unwichtig erscheinen.

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