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Der Zauber frischer Waffeln

Heißes Eisen

Der Zauber frischer Waffeln

Kaum eine Süßspeise lässt mehr Menschen Schlange stehen als warme Waffeln frisch vom Eisen. Kein Wunder, denn während Kuchen, Eis und Co. in jedem Supermarkt oder bei jedem Bäcker zu haben sind, machen sich Waffeln eher rar. Ihnen haftet also immer das Flair des besonderen Momentes an, mit dem wir uns so gern verwöhnen. Wir verraten Dir, wie auch Du in Deiner Küche Waffeln backst, von denen Deine Liebsten noch lange schwärmen werden.

Zugegeben, Waffeln gibt es auch im Supermarkt. Aber seien wir einmal ehrlich, die abgepackten Versionen aus dem Gebäckregal sind einfach nicht dasselbe. Waffeln müssen schön warm sein, mit einer dicken Schicht Puderzucker oder Schlagsahne ausgestattet werden und dann am besten mit einem fruchtigen Kompott genüsslich vernascht werden. Das leistet kein Supermarkt und kein Bäcker. Wahrscheinlich ist genau diese Nichtverfügbarkeit der Grund, warum wir Waffeln so lieben.

Baked traditional Belgium waffles with ice cream and berry fruit sauce,selective focus and blank space
Warme Waffeln werden mit Eiscreme, frischen Früchten und Sahne gleich viel besser

Bei dem fluffigen, warmen Gebäck, das umgangssprachlich als Waffeln bezeichnet wird, handelt es sich übrigens um Brüsseler Waffeln. Sie haben eine besonders tiefe Musterung und bestehen aus einem sehr dick ausgebackenen Eierteig. Es gibt nämlich noch mehr Variationen, die ebenfalls in die Kategorien der Waffel fallen, allerdings nicht ganz so dick und sogar durchaus knusprig sein können. Den Brüsseler Waffeln sehr ähnlich sind Lütticher Waffeln, die allerdings einen hohen Fettanteil mitbringen und mit festem Hagelzucker im Teig zubereitet werden. Darüber hinaus gibt es noch die Eiswaffeln, die zwar auch in einem Waffeleisen gebacken werden, aber hauchdünn und hart daherkommen. Neapolitaner Waffeln sind kleine, geschichtete Waffelstangen, die mit unterschiedlichen Cremefüllungen zu einem knusperleichten Gebäck werden. Teeliebhaber genießen zur dampfenden Tasse knusprige Honigwaffeln, die mit – Überraschung – Honig gefüllt sind, der sich wunderbar verflüssigt, wenn die Waffel für einige Minuten auf die heiße Tasse gelegt wird.

Warum heißen Waffeln Waffeln?

Waffeln verdanken ihren Namen nicht einer bestimmten Rezeptur, sondern vielmehr ihrer Optik. Etymologen – also Wissenschaftler, die sich mit der Herkunft und Entwicklung einzelner Begriffe beschäftigen – können zwar nicht haargenau nachvollziehen, wie sich der Name „Waffel“ entwickelt hat, sie vermuten allerdings, dass der Begriff entweder eine Ableitung des niederländischen Wortes für „Bienenwabe“ oder für „Weben“ ist. In beiden Fällen ist der Zusammenhang recht deutlich, denn sowohl Bienenwaben als auch Stoffe haben ein gleichmäßiges Muster, das dem einer Waffel nicht unähnlich sieht. Das niederländische Wort „wafel“ ist bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt, in den deutschen Sprachgebrauch gelangte es im Laufe des 17. Jahrhunderts. Die Waffel versüßt den Deutschen also schon seit mehr als vier Jahrhunderten das Leben.

Das Grundrezept für Waffeln

So groß die Waffelfamilie auch sein mag, hier soll es um die weichen, warmen Waffeln gehen, die Kindheitserinnerungen aufleben lassen und im Winter auf süße Art aufwärmen: die Brüsseler Waffeln. Natürlich braucht es für diese Leckerei ein Waffeleisen, denn man kann den Teig zwar auch in einer einfachen Pfanne ausbacken, doch das wäre einfach nicht dasselbe. Schließlich helfen die tiefen Muster der Waffeln dabei, Sahne, Soße, Puderzucker und Kompott und die ganzen anderen Leckereien, die auf Waffeln noch so viel besser schmecken, an Ort und Stelle zu halten. Nicht nur das, die Musterung sorgt auch für eine größere Oberfläche, was sich ebenfalls auf den Geschmack auswirkt.

Doch zurück zum Grundrezept für Waffeln. Die Zutaten sollten – je nach Größe und Dicke der Waffeln – für etwa 6-10 Stück reichen.

Zutaten

250 g weiche Butter

200 g Zucker

5 Eier

½ TL Salz

200 g Mehl Type 405

100 g Speisestärke

1 TL Backpulver

½ TL Zimt (optional)

1 Päckchen Vanillezucker (optional)

250 ml Milch

Sonstiges: Waffeleisen, Fett zum Einpinseln

So geht’s

Schritt 1: Das Waffeleisen gut vorheizen und mit hitzebeständigem und geschmacksneutralem Fett (z.B. Butterschmalz oder Rapsöl) auspinseln. Den Backofen auf 100° vorheizen und einen Teller hineinstellen.

Schritt 2: Mehl, Speisestärke, Backpulver, Salz, Zimt und Vanillezucker zusammen in eine Schüssel geben und vermischen. Die Schüssel beiseite stellen.

Schritt 3: Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker in einer zweiten Schüssel aufschlagen, bis sie fast weiß ist. Anschließend nacheinander die Eier zugeben, jedes Ei etwa 30 Sekunden lang einrühren, bevor das Nächste zugegeben wird.

Schritt 4: Jetzt werden abwechselnd löffelweise die Mehlmischung und die Milch zugegeben und der Teig zu einer glatten Masse verrührt.

Schritt 5: Mit einer Suppenkelle eine Portion Teig auf das Waffeleisen geben und die Waffeln ausbacken.

Schritt 6: Ausgebackene Waffeln zum Warmhalten im Backofen aufbewahren.

Ich packe meinen Teller mit Waffeln und…

Frische Waffeln sind pur natürlich schon eine wahre Gaumenfreude, die man einfach so mit den Fingern essen kann. Ganz schön praktisch. Doch Waffeln kann man auch zu Grundlage und Hauptdarsteller dekadenter Desserts erklären und sie mit allerlei Leckereien in Szene setzen. Ein Klassiker ist natürlich eine dicke Schicht Puderzucker oder eine große Portion Schlagsahne. Schön und gut, doch das sind Waffeln für Anfänger. Profis veredeln Waffeln mit heißen Kirschen oder Roter Grütze und kombinieren sie mit Schlagsahne, einer Kugel Vanilleeis sowie Schokoladensoße. Beliebt sind aber auch Banana Split Waffeln, die mit längs halbierten, reifen Bananen belegt und mit reichlich Schokoladensoße sowie Sahne ausgestattet sind. Damit es schön knuspert, darf auch noch etwas Krokant darüber gestreut werden. Zu Waffeln passen fast alle süßen und fruchtigen Zutaten, Grenzen setzt da nur der eigene Geschmack. Doch das weiche Gebäck kann auch deftig! In diesem Fall lässt man beim Grundrezept den Zucker und süße Gewürze wie Vanille einfach weg und kombiniert Waffeln beispielsweise mit Speck, gebratenen Zwiebeln und Crème fraîche. In der Südstaatenküche der USA werden Waffeln gern mit knusprig frittierten Hähnchenteilen und Gravy (Bratensoße) serviert. Das mag im ersten Augenblick etwas befremdlich wirken, doch der weiche Teig und das knusprige Hühnchen harmonieren überraschend gut miteinander.

Winterzeit ist Waffelzeit. Gut eigentlich ist immer Waffelzeit, denn echte Fans lassen sich den Leckerbissen auch im Hochsommer schmecken. Es wird also höchste Zeit, dem Waffeleisen mal wieder richtig einzuheizen und süße wie deftige Waffeln zu backen, nach denen sich Deine Liebsten garantiert die Finger lecken werden. Damit Dir die Inspirationen niemals ausgehen und Du Dein liebstes Rezept für Waffeln entdecken kannst, haben wir für Dich die besten Kreationen zusammengestellt:

Der Zauber frischer Waffeln

Der Zauber frischer Waffeln
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Bildquelle: iStock/badmanproduction

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