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Filmtipp

„Überredung“ auf Netflix: Eine echte Alternative zu „Bridgerton“?

Der Film „Überredung“ hat sich auf Netflix schnell auf die Nummer 1 der Film-Charts hochgearbeitet. Dort spaltet er nun die Geister. Während die einen darin die perfekte „Bridgerton“-Alternative sehen, stört andere die nur lose Umsetzung der Buchvorlage von Jane Austen. Wir haben uns den Film angesehen und verraten euch, ob er wirklich mit „Bridgerton“ mithalten kann – und warum wir ihn trotz aller Kritik empfehlen würden!

Der Netflix-Film „Überredung“ ist eine von vielen Verfilmungen des gleichnamigen Romans von Jane Austen, der Originaltitel ist „Persuasion“. Es handelt sich um Austens letzten Roman, den sie zwischen 1815 und 1816 schrieb, der jedoch erst posthum 1818 veröffentlicht wurde. Die Hauptrolle der Anne Elliot übernimmt im Netflix-Film „Fifty Shades of Grey“-Star Dakota Johnson. Die männliche Hauptrolle des Frederick Wentworth übernimmt der britische Schauspieler Cosmo Jarvis.

Überredung: Die Liebe der Anne Elliot.
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Worum geht es in „Überredung“?

„Überredung“ erzählt die Geschichte der adeligen Anne Elliot. Vor acht Jahren wurde sie überredet, ihre Beziehung mit dem Seemann Frederick Wentworth zu lösen, zu wichtig ist ihrem Vater der Stand des Ehemanns seiner Töchter. Doch in den vergangenen Jahren hat Anne sich nicht etwa einen bessere Partie geangelt, sondern trauert ihrer großen Liebe hinterher. Mittlerweile gilt sie in der damaligen Zeit wohl als alte Jungfer – noch dazu ist ihr Vater bankrott und die Familie muss von ihrem Anwesen in der Nähe Londons nach Bath ziehen. Das Anwesen vermietet die Familie ausgerechnet an Frederick Wentworths Schwager. Und so kommt es, dass Anne und er sich nach so vielen Jahren wiedersehen. Wentworth ist mittlerweile ein angesehener Marineoffizier und gilt als gute Partie, Annes damalige Zurückweisung kann er ihr jedoch nicht vergessen. Können die beiden es noch mal schaffen, aufeinander zuzugehen?

Welche Parallelen zu „Bridgerton“ gibt es?

Die Geschichte selbst könnte so vermutlich auch in „Bridgerton“ vorkommen. Müsste man Anne mit einem der Serien-Charaktere vergleichen, wäre sie vermutlich eine Mischung aus Eloise Bridgerton und Penelope Featherington. Vor allem ist es aber das Setting, das so sehr an die Serie erinnert. Kein Wunder, denn beide Produktionen spielen in den wohlhabenden Kreisen der britischen Regency-Zeit. Das Wohnzimmer der Elliots könnte man auf den ersten Blick fast mit dem der Bridgertons verwechseln. Die Kleider in „Überredung“ sind nicht ganz so pompös wie in der Serie – was wohl daran liegt, dass es hier keine extravaganten Bälle gibt –, erinnern sonst jedoch stark an die Kostüme aus „Bridgerton“.

Und in noch einem Punkt hat man sich in der Verfilmung von „Überredung“ etwas von „Bridgerton“ abgeschaut. Auch der Film wollte wohl etwas inklusiver sein, als es die Zeit damals tatsächlich war und so sind einige Darsteller*innen wie auch in „Bridgerton“ People of Color. Insgesamt kommt „Überredung“ als eine modernisierte Version des Austen-Klassikers daher. Auch die Dialoge sind moderner und versuchen sich im typischen „Bridgerton“-Humor.

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Was kritisieren Austen-Fans an der Netflix-Verfilmung?

Genau das gefällt eingefleischten Austen-Fans und vielen Kritiker*innen jedoch so gar nicht. Der Regisseurin Carrie Cracknell wird vorgeworfen, in erster Linie auf den „Bridgerton“-Hype aufgesprungen zu sein – und damit die Roman-Vorlage aus den Augen verloren zu haben. Nicht nur die Tatsache, dass die Charaktere plötzlich in modernem Englisch und nicht in Austen-typischer Sprache sprechen, ist ihnen ein Dorn im Auge, sondern auch die Figur der Anne, die deutlich spitzzüngiger und weniger zurückhaltend ist als im Buch – dafür aber auch weniger selbstbestimmt und feministisch als der Romancharakter. Die Modernisierung des Stoffs, so urteilen viele Kritiker*innen, ist in diesem Fall nicht gelungen. Eine moderne Adaption der „Bridgerton“-Romane war kein Problem, weil diese gar nicht aus der „Regency“-Zeit stammen, sondern für viele als bessere Bahnhofsliteratur gelten. An Jane Austen hingegen haben viele einen höheren Anspruch, der im Netflix-Film „Überredung“ nicht erfüllt wurde.

Lohnt sich „Überredung“ auf Netflix?

Ich selbst habe „Persuasion“ nie gelesen, kann also nur schlecht beurteilen, wie weit der Film von der Roman-Vorlage abweicht. Und genau deshalb störe ich mich auch nicht an wenig zeitgemäßen Dialogen oder einer Anne, die nicht der Roman-Vorlage entspricht. Allen, die keine Eins-zu-eins-Verfilmung des Romans erwarten, kann ich „Überredung“ daher nur empfehlen. Die perfekte „Bridgerton“-Alternative sollte man jedoch nicht erwarten. Denn auch, wenn es viele Parallelen zwischen den beiden Netflix-Originalen gibt, kann „Bridgerton“ meiner Meinung nach doch noch ein bisschen mehr. Die Pointen sitzen besser, die Romantik geht stärker unter die Haut. Auch fehlen mir die Ballszenen und die Musik, die „Bridgerton“ ausmacht. Nichtsdestotrotz ist „Überredung“ keine schlechte Wahl für alle, die einfach Lust auf Unterhaltung und das typische Regency-Setting haben.

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Bildquelle: Netflix/Nick Wall

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