Ohne Narben

Pickel ausdrücken: So geht’s richtig!

Pickel ausdrücken: So geht’s richtig!

Ganz gleich in welchem Alter: Pickel sind furchtbar unnötig und kommen immer im falschen Moment. Kurz vorm Date, vor einer wichtigen Präsentation oder zu anderen Anlässen, bei welchen einem garantiert alle genau ins Gesicht schauen. Oftmals laden sie aber geradezu dazu ein, ausgedrückt und damit hoffentlich auch „verkleinert“ zu werden, doch manchmal macht man es damit nur noch schlimmer. Doch wie soll man Pickel eigentlich richtig ausdrücken?

Pickel entstehen meist aus durch Talg oder Schmutz verstopften Poren, vor allem im Gesicht, am Rücken oder auch im Dekolleté. Das Hautfett kann dann nicht mehr nach außen gelangen, es bilden sich Mitesser. Kommen dann noch Bakterien hinzu, entsteht eine Entzündung. Eine dicke, gerötete Stelle, oft mit Eiter gefüllt, ist die Folge. Allzu groß ist dann die Versuchung, an dem Übeltäter herumzudrücken, ihn von allen ekligen Flüssigkeiten zu befreien und ihm somit scheinbar beim schnelleren Abheilen zu helfen. Doch so verlockend es auch ist: Pickel sollten nur selten und mit äußerster Vorsicht ausgedrückt werden.

Pickel behandeln
Pickelalarm? Vor dem Ausdrücken solltest Du einiges beachten.

Darum kann Pickel ausdrücken gefährlich sein

Wenn Hautunreinheiten nicht richtig ausgedrückt werden, können weitere Entzündungen und noch schlimmere Pickel die Folge sein. Denn beim unkontrollierten Herumdrücken kann es passieren, dass sich die verstopfte Pore nicht richtig öffnet und der Talg nicht nach draußen dringen kann. Stattdessen gelangt er tiefer in die Haut und richtet dort weiteres Unheil an. Drückst Du den Pickel noch dazu mit bloßen Fingern aus, können zusätzliche Bakterien in die Haut gelangen. Im schlimmsten Fall entstehen so dauerhaft vergrößerte Poren oder sogar Narben.

Wann kann man einen Pickel ausdrücken?

Eigentlich würden wir gerne bei jeder lästigen Hautunreinheit sofort mit drückenden Fingern anrücken. Doch Du solltest vorher genau auf die Beschaffenheit des Pickels achten. Denn nur welche mit weißen, gelben oder auch schwarzen Talgpropfen in der Mitte dürfen ausgedrückt werden. Die besonders fiesen „Unter-der-Haut-Pickel“ hingegen solltest Du, so schwer es auch fällt, in Ruhe lassen.

Haut desinfizieren
Bevor Du den Pickel ausdrückst, solltest Du die Haut desinfizieren.

Anleitung: Pickel richtig ausdrücken

  1. Desinfiziere die Stelle am und um den Pickel mit Alkohol, Gesichtswasser oder, wenn Du gerade bei Deinem Freund bist, mit Rasierwasser.
  2. Nimm eine feine Nadel, halte sie 30 Sekunden unter heißes Wasser und desinfiziere sie dann.
  3. Wasche Dir gründlich die Hände und nimm die Nadel, mit der Du den Pickel vorsichtig anpiekst. Versuche dabei möglichst, die vereiterte Pore zu treffen.
  4. Hast Du den Pickel geöffnet, platziere zwei Finger um ihn herum. Nun kannst Du ihn von unten nach oben (vorsichtig!) entleeren.

Tipp: Als kleine Hilfe beim Entfernen von Pickeln und Mitessern kann ein Komedonenheber helfen.

Die richtige Pflege nach dem Ausdrücken

Nachdem Du Deine Haut so massakriert hast, solltest Du die betroffene Stelle erstmal eine Weile in Ruhe lassen. Tupfe ein beruhigendes Fluid auf den Pickel, verzichte jedoch auf fettige Cremes, damit die Pore sich in Ruhe wieder schließen kann. Später sind auch Make-up und Abdeckstift wieder erlaubt. Denke jedoch daran, den Pickel nicht weiter zu reizen und auf keinen Fall den Schorf zu entfernen! So bleiben auch keine Narben zurück.

Auch wenn es schwerfällt, gerade bei stark unreiner Haut und Akne solltest Du im Alltag die Finger aus dem Gesicht lassen und nur selten Pickel ausdrücken. Lasse lieber einen Hautarzt oder die Kosmetikerin an Deine Haut, welche das Problem durch entsprechende Behandlungen grundlegender angehen können.

Bildquellen: iStock/shironosov, iStock/KatarzynaBialasiewicz, iStock/gpointstudio

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