süchtig nach Tattoos
Nina Rölleram 13.01.2017

Schaue Dich einmal in Deinem Bekanntenkreis um: Wie viele Menschen kennst Du, die lediglich ein einziges Tattoo haben und wie viele, die mit den Jahren immer mehr ansammeln und eigentlich stets ein neues in Planung haben? In den meisten Fällen haben Du und Deine Freunde entweder gar keine Tattoos oder gleich mehrere. Die Körperverzierungen sind dafür bekannt, einen gewissen Suchtfaktor zu haben. Doch kann man tatsächlich süchtig nach Tattoos werden und was macht man eigentlich, wenn man keine freie Stelle mehr an seinem Körper hat?

Die Frage, ob man bei Menschen, die sich ein Tattoo nach dem anderen stechen lassen, von einer Sucht sprechen kann, lässt sich nur beantworten, wenn man sich anschaut, was Tattoofans immer wieder ins Tattoostudio treibt. Einige Faktoren scheinen auf den ersten Blick tatsächlich förderlich für ein regelrechtes Suchtverhalten sein. Ob Du aber ab Deinem ersten Tattoo tatsächlich Gefahr läufst, irgendwann von oben bin unten volltätowiert zu sein, verraten wir Dir hier.

Manch eine ist so stark tätowiert, dass nicht mehr viele Stellen frei bleiben.

Manch eine ist so stark tätowiert, dass nicht mehr viele Stellen frei bleiben.

Ein Tattoo bleibt selten allein

Manche Tätowierer sagen, dass es gar nicht so etwas gibt wie sich „ein Tattoo“ stechen zu lassen. Vielmehr handelt es sich in der Regel um das „erste Tattoo“, dem viele weitere folgen. Wenn man sich prominente Tätowierte wie etwa David Beckham mit seinen mittlerweile 34 oder Rihanna mit ihren 21 Tattoos so ansieht, bekommt man in der Tat den Eindruck, dass man ab dem ersten Tattoo einfach angefixt ist, sich immer mehr Motive unter die Haut stechen zu lassen. Tattoos sind so sehr im Mainstream angekommen, dass es inzwischen keine Seltenheit mehr ist, Supermarktkassierer mit Knuckle Tattoos oder Friseure mit markanten Tattoos am Hals zu Gesicht zu bekommen. Während sich bei den einen Tattoos nach und nach über viele Jahre ansammeln, planen andere bereits nach den ersten kleineren Motiven, wie sie sich den Rest ihres Körpers verzieren lassen wollen. In diesem Video bekennen sich zahlreiche Tattoo-Liebhaber zu ihrer „Tattoo-Sucht“:

Kann man wirklich süchtig nach Tattoos werden?

Tattoosucht

Geht das zu weit?

Viele Tattoofans, die es immer wieder ins Studio treibt, werden nicht nur von der Vorstellung angetrieben, ihren Körper mit zusätzlich Motiven zu verzieren, sondern auch von der Prozedur an sich. Je nach Größe und Körperstelle sind Tätowierungen auch immer ein Stück weit mit Schmerzen verbunden. Diese können zwar unangenehm sein, lösen jedoch auch eine Art Adrenalinrausch aus, ähnlich wie bei Extremsportarten. Wenn man die Session dann tapfer überstanden hat, ist man am Schluss umso erfreuter über sein neues Motiv und vielleicht auch ein bisschen stolz darauf, sich überwunden zu haben. Manche empfinden den leichten Schmerz beim Stechen sogar als angenehm und einfach einzigartig.

Sind stark tätowierte Menschen also Schmerzjunkies, die nicht genug von diesem Gefühl bekommen können? Nicht ganz, denn gegen ein tatsächliches Suchtverhalten spricht die Tatsache, dass sich die meisten Personen viel Zeit zwischen ihren Tattoo-Terminen lassen und nicht einfach aus einem Affekt heraus ins erstbeste Tattoo-Studio rennen, wenn das Bedürfnis nach einem neuen Tattoo zu stark wird. Suchtexperten zufolge ist der Begriff „Tattoo-Sucht“ irreführend, da es sich doch mehr um eine Leidenschaft als eine Sucht zu handeln scheint, die nicht dazu führt, dass andere Bereiche ihres Lebens vernachlässigt werden.

Von oben bis unten tätowiert – Na und?!

süchtig nach Tattoos

Komplett tätowiert? Das sollte jeder selbst entscheiden dürfen.

Wenn Du also trotz bereits vieler bestehender Tattoos immer wieder das Bedürfnis nach einem neuen hast, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Solange du Dir mit Deinen zahlreichen Verzierungen gefällst, ist es erst mal auch egal, was andere davon halten. Problematisch wird es nur dann, wenn Du Dir in kürzester Zeit so viele Tattoos hast stechen lassen, dass sich auf absehbare Zeit keine freie Hautstelle mehr bietet. Um noch viele Jahre Deiner Tattoo-Leidenschaft zu frönen, solltest Du es also vielleicht ein bisschen langsamer angehen lassen. Außerdem gehen Tätowierungen natürlich auch ganz schön ins Geld. Mit welchen Kosten Du ungefähr rechnen musst, haben wir hier für Dich aufgelistet. Wie bei anderen Leidenschaften und Hobbies auch solltest Du also immer noch im Blick haben, dass Du noch genügend Geld für andere wichtige Ausgaben zur Verfügung hast.

Tattoo-Fans können also aufatmen: Eine wirkliche Suchtgefahr besteht nicht. Du kannst Dich also guten Gewissens neuen Tattoo-Ideen widmen. Wenn Du noch Inspirationen benötigst, solltest Du Dir unbedingt diese dekorativen Mandalas oder diese süßen Elefanten-Tattoos anschauen!

Bildquelle: Getty Images/TAL COHEN, Getty Images/WILL OLIVER, Getty Images/ CHRISTOPHE SIMON, Getty Images/JOHANNES EISELE

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