Pickel auf der Kopfhaut
Katja Nauckam 23.03.2018

Pickel stören uns nicht nur im Gesicht und schreien nach Aufmerksamkeit. Auch auf der Kopfhaut können die kleinen Biester entstehen und sehr unangenehm werden. Das kann ganz verschiedene Gründe haben und hängt meist auch mit der richtigen Pflege zusammen. Mit den folgenden Tipps bekommst du deine Pickel auf der Kopfhaut in den Griff.

Warum du auch deine Kopfhaut pflegen solltest

Für die meisten Menschen ist die Kopfhaut nicht so wichtig wie das Gesicht. Daher schenken sie ihr auch weniger Aufmerksamkeit. Meistens verdeckt unsere Haarpracht auch, wenn etwas auf der Kopfhaut nicht stimmt. Bei einem Pickel im Gesicht greifen wir schneller zu Gegenmaßnahmen. An den Haaransatz denken wir allerdings erst, wenn ein akutes Problem besteht und er juckt oder sich Schuppen bilden.

Pickel auf der Kopfhaut Ursachen

Zu einem gesunden Haar gehört auch die passende Pflege.

Dabei ist die Kopfhaut so wichtig und sollte gepflegt werden. Je gesünder die Kopfhaut, um so geschmeidiger und kräftiger sind auch unsere Haare. Weiterhin besitzt sie einige wichtige Funktionen: Durch die Abgabe von Drüsensekret stellt sie einen Schutzmantel gegen bakterielle Einflüsse dar und ist an der Immunabwehr beteiligt. Außerdem reguliert sie durch die Erweiterung und Verengung von Gefäßen die Körpertemperatur und durch Abgabe von Flüssigkeit auch den Wasserhaushalt.

Die Kopfhaut ist zwar durch unser Haar meist gut geschützt, dennoch setzen wir sie vielen Strapazen aus, die wiederum die typischen Kopfhautprobleme wie Schuppen, Hautreizungen, trockene Kopfhaut und Juckreiz auslösen.

Folgende Belastungen machen der Kopfhaut zu schaffen:

  • starke Sonneneinstrahlung
  • Kälte
  • hormonelle Veränderungen
  • Medikamente
  • niedrige Luftfeuchtigkeit
  • heißes Fönen

Wer zu einer schwierigen Kopfhaut neigt, sollte darauf achten, seinen Kopf zu schonen und diese Strapazen zu vermeiden oder abzumildern. Wenn Medikamente der Auslöser sein könnten, sollte man mit dem behandelnden Arzt sprechen. Um die Kopfhaut zu pflegen, könntest du regelmäßig ein Kopfhaut-Peeling durchführen.

Mit diesen Hausmitteln bekommst du juckende Kopfhaut in den Griff

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Ursachen für Pickel auf der Kopfhaut

Genau wie unsere Gesichtshaut besteht die Haut auf unserem Kopf aus Poren, in denen sich Talg ablagert. Wenn diese Poren durch eine übermäßige Talgproduktion verstopfen und sich entzünden, können sich Pickel bilden. Auch ein Haarfollikel kann sich entzünden, wenn das Haar z. B. an der Wurzel einwächst und der Talg im Follikel eitert. Es hat also ganz natürliche Gründe, dass ab und an auch auf dem Kopf mal eine Drüse verstopft und sich ein Pickel bildet. Aufpassen sollte man lediglich, wenn sich plötzlich innerhalb kurzer Zeit mehrere Pickel zeigen, die vielleicht dazu noch sehr nässen und jucken.

Folgende Ursachen könnten dafür verantwortlich sein:

  • Allergien durch falsche Pflegeprodukte: Wenn nach dem Wechsel eines Shampoos oder dem Nutzen einer neuen Spülung plötzlich Pickel auftauchen, handelt es sich vielleicht um eine allergische Reaktion. Auch bestimmte Haarfarben, Tönungen oder sonstige Haarpflegeprodukte können zu solchen Entzündungen führen.
  • Unverträglichkeit von Waschmittel: Jetzt fragst du dich sicher, wie das Waschmittel auf deinen Kopf kommt? Wenn du Bettwäsche oder eine Mütze mit einem bestimmten Weichspüler oder parfümierten Waschmittel wächst, kann auch das eine solche Reaktion auf deiner Haut auslösen.
  • Hautekzem: Nicht immer sind Pickel auf der Kopfhaut auch Unreinheiten. Wenn du vermehrt an einer Stelle am Haaransatz nässende, schuppende, rötliche Stellen findest, kann es sich um ein Ekzem oder eine Art Schuppenflechte handeln. Bitte deinen Partner oder eine Freundin einmal, dir die Stelle zu beschreiben, da du sie selbst ja schlecht sehen kannst.

Hinweis: Wenn es sich wirklich um einen einzelnen Eiterpickel mit einer eitrigen weißen Spitze handelt, kannst du diesen sehr gut selbst behandeln. Solltest du jedoch unter starkem Jucken leiden, das über mehrere Tage und Wochen andauert, musst du unbedingt einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann einen Allergietest durchführen oder wird dir die richtige Salbe verschreiben, die deine Beschwerden lindern kann.

Pickel auf der Kopfhaut Juckreiz

Wenn der Pickel stark juckt, handelt es sich vielleicht um eine Allergie.

Kopfhautpickel behandeln und loswerden

Wenn du einen sehr schmerzhaften Pickel entdeckst, solltest du ihn nicht aufdrücken. Da du deine Kopfhaut selbst schlecht betrachten kannst, wirst du dir keinen Gefallen tun, wenn du es probierst. Greife am besten zu einem der folgenden Mittel.

#1 Behandlung mit Zinksalbe oder Teebaumöl

Eines der besten Mittel gegen Eiterpickel ist Zinksalbe*. Sie wirkt desinfizierend und trocknet den Pickel aus. Trage eine kleine Menge davon direkt auf die betroffene Stelle auf und wiederhole das morgens und abends. Nach einer Weile sollte sich der Pickel öffnen und der entzündete Eiter kann abfließen.

Ähnlich wirksam ist auch Teebaumöl*. Wir empfehlen es immer wieder als Mittel gegen Hautunreinheiten, da es eines der besten Naturprodukte im Kampf gegen Pickel ist. Tupfe mit einem Wattepad oder Ohrenstäbchen zwei Tropfen Teebaumöl auf die Hautstelle. Das Öl wirkt beruhigend und trocknet die Pore ebenfalls aus.

#2 Kamillendampfbad oder Spülung

Kamille hat eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung, die zur Heilung von entzündeten Hautstellen beiträgt. Du kannst deiner Kopfhaut entweder ein Kamillendampfbad gönnen, das die Poren öffnet und den Talg löst. Oder du bereitest dir einen Sud aus Kamillenblütentee vor, den du in deine Kopfhaut einmassierst. Nutze dazu am besten getrocknete Kamillenblüten, die du mit kochendem Wasser aufgießt. Sobald der Tee abgekühlt ist, kannst du damit deine Haare spülen. So linderst du auch den ständigen Juckreiz. Bei einer punktuellen Behandlung einzelner Pickel auf der Kopfhaut empfehle ich dir, Kamillenöl aufzutragen.

Pickel auf der Kopfhaut Kamillenöl

Kamille hat eine desinfizierende Wirkung und beruhigt deine Kopfhaut.

#3 Schone die Kopfhaut

Wenn du weißt, dass du eine sehr empfindliche Kopfhaut hast, solltest du allen Strapazen möglichst aus dem Weg gehen. Vermeide eine Zeit lang das Benutzen des Glätteisens oder starkes Fönen und reduziere deine Haarpflegeprodukte. Auch auf das Haarefärben solltest du eine Weile verzichten, bis sich alles wieder beruhigt hat. Eine Haarspülung oder Kur kannst du trotzdem zur Pflege anwenden, da du diese nur in die Haarspitzen einmassierst. Doch du solltest sie lediglich einmal die Woche anwenden.

Tipp: Ich selber habe eine Zeit lang unter schuppiger, entzündeter Kopfhaut gelitten und viele Shampoos durchgetestet. Seit ich Head & Shoulders für Juckende Kopfhaut* verwende, hat sich das gelegt. Du musst einfach ausprobieren, welches Shampoo für sensible Kopfhaut du gut verträgst.

#4 Waschmittel, Bettwäsche und Handtücher regelmäßig wechseln

Da auch parfümierte Waschmittel oder Weichspüler allergische Reaktionen auslösen oder Entzündungen hervorrufen können, empfehle ich dir ein ph-neutrales sensitives Waschmittel*. Damit es sich die Bakterien auf deinem Kopf nicht gemütlich machen, solltest du auch die Bettwäsche und Handtücher wöchentlich wechseln.

Du hast generell unreine Haut und fragst dich, was du falsch machst? Hier ist vielleicht die Antwort:

Nicht immer kommt man gleich der Ursache von einem Pickel auf den Grund. Auch hormonelle Veränderungen, die Ernährung und Stress spielen oft eine Rolle. Wenn du generell am ganzen Körper mit Hautunreinheiten zu kämpfen hast, dann schau doch mal in diese Tipps gegen Pickel. Denke einfach daran, dass deine Kopfhaut auch nach Pflege schreit und gönn ihr ab und zu etwas Gutes. Wenn du weitere Tricks parat hast oder eine gegenteilige Erfahrung gemacht hast, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar.

Bildquelle:

iStock/LarsZahnerPhotography/Stockbyte/Tharakorn/yul38885 yul38885
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