Fashion-Statement

Aus diesem Grund brauchen alle Kleider Taschen

Aus diesem Grund brauchen alle Kleider Taschen

Kleider sind zeitlos. Du kannst sie überall tragen. Im Büro, im Park, im Winter und im Sommer. Es gibt sie in bequem und in schick, kurz, bodenlang, supereng und wallend weit. Fast könnte man sagen: Für jeden Typ gibt es das passende Kleid. Die Berliner Aktivistin Body Mary ist ein großer Fan dieses Kleidungsstücks und trägt es in vielen bunten Varianten. Wichtig ist es ihr allerdings, Taschen an ihrem Kleid zu haben, der Grund dafür hat uns überrascht. 

Body Mary beschreibt sich selbst als Fashion- und Bodyaktivistin. Auf Instagram teilt sie viele Bilder von sich in verschiedenen Outfits. Diese dürfen gerne auffällig und bunt sein. Dazu sendet sie an ihre Follower die Botschaft: Tragt, worin ihr euch wohlfühlt. Bei folgendem Bild hatte sie jedoch noch mehr zu sagen:

Denn jedes Kleid braucht Taschen! Der Grund dafür ist die Emanzipation der Frau:

„Ich bin so verliebt in Röcke und Kleider mit Taschen und besonders in dieses rote Shirtkleid. Denn vor „langer“ Zeit ging man davon aus, dass Frauen keine Taschen brauchten aus dem einfachen Grund, dass sie nicht wertvolles besaßen. Keine Taschen, kein Geld, keine Freiheit. Taschenkleider und Taschenröcke für alle!“

Body Mary, Instagram

Eine andere Zeit

Unrecht hat sie nicht. Männer tragen seit dem 18. Jahrhundert Kleidungsstücke mit Taschen. Frauen waren von dieser Modeentwicklung ausgeschlossen. Die berühmte französische Modedesignerin Coco Chanel entwarf die erste alltagstaugliche Hose für Frauen. Sie war nicht nur bequemer als ihre Kleider mit Korsett, sondern verfügte auch über tiefe Taschen.

Did you know Coco Chanel was one of the first women to reject the corset, wear trousers + cut her hair to a 'bob'? In...

Gepostet von Gadsden's Vintage Clothing Show Toronto am Freitag, 10. Oktober 2014

Veränderungen zur schwersten Stunde

In Großbritannien und den USA wurden Frauen während des 2. Weltkriegs dazu ermutigt, Hose zu tragen. Der Grund dafür: Sie musste die Männer auf der Arbeit ersetzen, die während des Krieges als Soldaten im Einsatz waren. Zum ersten Mal durften Frauen sich unabhängig fühlen.

Women fire fighters during a training exercise at the Pearl Harbor Naval Shipyard, during World War II, circa 1941.

Gepostet von History In Pictures am Mittwoch, 28. Juni 2017

Die 50er: Zurück zum alten Leid

Aber nach dem Wiederaufbau sollten Frauen wieder zu ihrer ursprünglichen Mode zurückkehren. Ihre Aufgabe galt als erledigt. Die Nachkriegsjahre, die 50er und 60er, werden heute als besonders hart für die weibliche Emanzipation betrachtet.

https://www.facebook.com/PicturesHistorical/photos/a.1423359757905033.1073741829.1417194698521539/2022074774700192/?type=3&theater

Der Unsinn der falschen Taschen

Auch heute kennen viele von uns das Problem, dass Kleidungsstücke nur angenähte Schlitzen haben, die Taschen andeuten soll. Diese können wir aber nicht zu benutzen. Besonders Jeggings weisen diese Probleme auf. Kleingeld oder ein Schlüssel kannst du nicht darin verstauen, während Männer gefühlt alles in ihren Hosentaschen unterbringen können.

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Fake pocket. Sexist ass bullshit.

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Marys Kleid und Foto finden viel positives Feedback bei ihren Followern. Es ist nicht nur viel praktischer ein Kleid mit Taschen zu haben. Nein, es steht auch noch großes Statement dahinter: „Ich als Frau bin frei und unabhängig.“ Denn nie war es leichter so modisch, cool und unaufgeregt ein politisches Zeichen zu setzen. Was hältst du von ihrem Statement? Schreib uns gerne deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/Getty Images Plus/RobertoDavid

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