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Berlin Fashion Week: Feldzug der kleinen Labels?

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Berlin Fashion Week: Feldzug der kleinen Labels?

Zu den Big Four der Fashion Weeks gehört die Berlin Fashion Week zwar nicht. Trotzdem hat sie sich in den letzten elf Saisons einen Namen machen können. Scheinbar ist es für die großen Labels in diesem Jahr dennoch nicht attraktiv, sich in Berlin zu präsentieren. Des einen Leid, ist des anderen Freud: Junge, hippe Berliner Labels freuen sich darüber, sich erstmals auf der ganz großen Schaubühne zeigen zu dürfen.

Hien Le bei der Berlin Fashion Week 2013
Hien Le bei der letzten Berlin Fashion Week

Bei Labels wie Malaikaraiss, Achtland, Hien Le, Issever Bahri und Irene Luft dürften die Nerven heute blank liegen. Immerhin präsentieren die drei in den kommenden Tagen vom 2. bis 7. Juli auf der Berlin Fashion Week ihre Entwürfe der Frühling-/Sommerkollektionen 2014. Zwar sind die vier alle nicht das erste Mal in Berlin dabei, doch etwas Besonderes dürfte die Modewoche für die jungen Labels trotzdem noch sein. Stress bis zur letzten Minute, Aufregung, Anspannung und rund 30 Minuten später die absolute Erleichterung gefolgt von einer großen Erschöpfung – eine Kollektion bei einer Fashion Week zu zeigen, ist ein wahrer Gefühlsmarathon! Zwar ist die Berlin Fashion Week noch ein recht junger, nicht so stark etablierter Branchentreff, doch gerade für die jungen Labels ist sie eine riesige Chance, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren. Möglich wird dies vor allem auch dadurch, dass einige der großen Labels in diesem Sommer der Berlin Fashion Week fernbleiben.

Berlin Fashion Week ohne die großen Labels

Hien Le ist fertig
Hien Le freut sich auf die BFW

Hugo Boss, Rena Lange und Escada – deutsche Labels, die es geschafft haben, sich international einen Namen zu machen, werden in diesem Sommer bei der Berlin Fashion Week nicht mit von der Partie sein. „Einfach nur traurig“, empfindet Nicki Arndt, Sprecherin der Mercedes-Benz Berlin Fashion Week, die Absagen der drei großen deutschen Labels, die der Berlin Fashion Week in den letzten Jahren internationales Flair verliehen hatten. Im Januar sorgten Renee Zellweger und Edward Norton für Hollywoodglamour bei der Show von Hugo Boss und auch die nationale Stardichte war mit Nora von Waldstätten, Moritz Bleibtreu und Cosma Shiva Hagen durchaus hoch – das mediale Interesse dementsprechend. Doch während sich die internationalen Unternehmen gegen eine Teilnahme an der morgen beginnenden Berlin Fashion Week entschieden haben – für internationale Unternehmen rentiert sich die Berlin Fashion Week finanziell einfach nicht –, freuen sich die kleinen, jungen Labels. Und wir freuen uns auf mehr Kunst und Mode anstatt auf Blitzlichtgewitter und Red Carpet-Furore.

Schade ist es allemal, dass sich die großen deutschen Labels bei der Berlin Fashion Week nicht zeigen werden. Immerhin verhelfen sie der deutschen Modewoche durch ihr Erscheinen zu einer größeren Akzeptanz und stärken ihr internationales Ansehen. Dennoch ist das Fernbleiben der Großen als Chance für die Kleinen zu werten, deren kreatives Potenzial und modisches Können sich keineswegs hinter dem der Big Labels verstecken muss!

Bildquellen: Bild 1: JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images; Bild 2: Facebook/HienLe

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