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Tagesmütter kosten nicht mehr als ein Platz in der Kita

KleineKameradenam 01.06.2012 um 16:47 Uhr

Leider lese ich immer wieder,dass Tagesmütter “natürlich” teurer sind als ein Platz in der Kita.
Das ist leider völlig falsch.Wenn man es in eurer Kommune richtig ,nach dem Gesetz handhabt, ist der Platz bei einer Tagesmutter genau so teuer wie ein Platz in der Kita.
Leider zahlen viele Kommunen ihren Tagesmütter so wenig, dass die Tagespflegepersonen gezwungen sind, Zuzahlungen zu nehmen, um wirtschaftlich überhaupt existieren zu können.
Die TPP können dagegen leider nichts machen,da wären endlich mal die Eltern gefragt, da es um IHRE RECHTE geht!
Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich solche Dinge lese.
So wird den Eltern in vielen Kommunen das freie Wahlrecht untersagt.Eltern dürfen frei entscheiden,wie sie ihr Kind betreut haben wollen.In manchen Kommunen werden die Kinder aber aus der Kindertagespflege herausgerissen,damit sie die frei werdenden Plätze in den Kitas belegen.Es geht viel zu oft nur um Geld,viel zu selten wird das Wohl der Kinder als obester Maßstab genommen.
Dabei gibt es inzwischen wissenschaftliche Untersuchungen die belegen,dass die Betreuung durch eine Tagesmutter,insbesondere der U-3-Kinder,wesentlich verträglicher und förderlicher ist.Das kann ich aus meiner über 20 jährigen Tätigkeit als TPP nur bestätigen.”Meine Kinder” sind bestens auf den Kindergarten ab ca. 3 Jahren vorbereitet.
Leider werden auch uns TPP von Seiten der Kommunen oft Steine in den Weg gelegt.Ich weiß von vielen gut ausgebildeten TPP mit jahrelanger Berufserfahrung,die inzwischen das Handtuch geworfen haben oder kurz davor stehen.
So, das mußte mal raus.Diese ständige Schönfärberei kann einem einfach nur noch auf den Geist gehen.

Nutzer­antworten



  • von KleineKameraden am 02.06.2012 um 15:43 Uhr

    Vielen Dank für die rege Beteiligung.Ich freue mich sehr,dass so gute Erfahrungen mit TPP gemacht werden.
    Aber ja, ich gebe Allen Recht,die eine ausreichende Schulung der TPP fordern.Das kann ich nur voll und ganz unterstützen.Als ich als TPP angefangen habe,also vor 23 Jahren, wurde man noch Tagesmutter auf Zuruf.Das hat sich ja nun schon deutlich gebessert.
    Und nur ein paar Stunden sind es inzwischen auch nicht mehr.Außerdem: Das Bundeszertifikat oder auch andere Fortbildungen müssen in der Regel von den angehenden Tagesmüttern selbst bezahlt werden.Bei uns finden fast monatlich Fortbildungen statt,bei denen es teilweise eine Anwesenheitspflicht gibt.Nur dies ist ja leider nicht einheitlich geregelt,das kann jede Stadt zum großen Teil handhaben,wie sie möchte.Und das gibt den TPP eine ganz große Unsicherheit.Was ich in Stadt A darf, ist in Stadt B nicht erlaubt.
    In der einen Stadt werden die TPP durch Vereine oder Verbände geschult und vermittelt, in der nächsten Stadt läuft dies ausschließlich über das Jugendamt.Oder es läuft überhaupt nichts.
    Ein absolutes Chaos,wie ich finde,was es sehr schwer macht,Eltern kommuneübergreifend zu raten.
    Ich persönlich habe sämtliche Fortbildungen,die es gibt,habe mich ,natürlich privat und auf eigene Kosten ,fortgebildet.Nur stelle ich immer wieder fest:Insbesondere in der Kindertagespflege ist es wie bei guten Lehrern:Entweder man kann mit Kindern, ist von seiner Persönlichkeit her geeignet,auf Kinder einzugehen oder man hat es nicht.Den Draht zu den Kiddies kann man nicht lernen,nicht beibringen. Eine gute TPP hat ein Talent für den Umgang mit so kleinen Kindern.Insbesondere die ganz Kleinen haben ein feines Gespür dafür,wer es gut mit ihnen meint, wer Sicherheit und Ruhe ausstrahlt.Natürlich kann ich nach so vielen Berufsjahren meinen Eltern noch mehr davon vermitteln, als in meinen Anfangsjahren,aber ich habe immer schon gut mit Kindern umgehen können.Auch wäre ich in meinen Anfangsjahren mit 5 U-3-Kindern überfordert gewesen,was heute bestimmt nicht mehr der Fall ist, zumal ich inzwischen ja vier eigene Kinder großgezogen habe.
    Ich habe großes Verständnis für die Sorgen und Nöte meiner Eltern,da ich so viele Sachen selber erlebt habe.SIe geben mir das Liebste, was sie haben zu treuen Händen,es handelt sich ja um kleine Menschen ,nicht um irgendeinen Gegenstand.Daher denke ich, dass nicht nur die Ausbildung eine gute TPP ausmacht, sondern die Mischung aus Lebenserfahrung,Einstellung ,Intuition und Persönlichkeit.Das macht oft den kleinen,aber entscheidenden Unterschied.

    Zum Abschluß: Ich wäre beispielweise in der Altenpflege völlig falsch,das könnte ich gar nicht.

  • von MamaSandstrand am 02.06.2012 um 13:55 Uhr

    Ich hab auch ab September eine Tagesmutter. Hab keine Ahnung was ein KiTa-Platz kosten würde.
    Ich habe mich für diese Form der Betreuung entschieden, weil ich meine Tochter nicht täglich in Betreuung geben möchte und auch nicht zu festen Zeiten. Ich studiere und brauche eine Betreuung die nur die Zeiten abdeckt in denen weder ich noch mein Freund die Kleine betreuen können, dass werden maximal 20 Std. die Woche.
    Meine Tagesmutter ist da sehr flexibel und hat auch kein Problem damit, dass sich die Zeiten jedes Semester ändern und sie während der Ferien nicht kommt und während Praktikumszeiten dafür öfter.

    Bei uns in NRW wird ein großer Teil vom Jugendamt bezahlt, die Tagesmütter sind auf mehrere Verbände verteilt, die diese überprüfen und auch vermitteln. Meine ist der AWO angeschlossen, sie bekommt 5€ die Stunde wovon wir 0,80€ zahlen, den Rest übernimmt das Jugendamt.

    Ich habe selbst Erzieherin gelernt und finde die Form der Ausbildung auch eher fragwürdig, denke das ein paar Wochen Schulung als Qualifikation schon recht wenig sind.
    Bei uns in Essen werden zur Zeit auch maßig Tagesmütter ausgebildet um den Rechtsanspruch 2013 gerecht zu werden.
    Die Dame vom Jugendamt die uns besucht hat wollte mich sogar überreden umzuschulen!

  • von sanibel78 am 02.06.2012 um 13:05 Uhr

    Oh,danke für deinen interessanten Beitrag! Ab August geht unser Sohn zur Tagesmutti, da die Krippe nicht so lange Betreuungszeiten gewährleistet und ich das für einen unter 2-Jährigen auch schöner finde. Allerdings ist es schon so, dass ich deutlich mehr für diese drei Tage zahle, als ich bei einem Ganztagesgrippenplatz bezahlen würde. Aber: ich weiss auch, dass der Krippenplatz zur Hälfte von der Gemeinde übernommen wird, also eigentlich schon deutlich teurer ist. Nur, dass ich als Mutti natürlich nur den von mir zu zahlenden Beitrag zum Vergleich seh. Unsere Tagesmutti nimmt 3,- EUR in der Stunde, was ja, wenn man ehrlich ist, eigentlich Nichts ist….. LG

  • von JennyLara am 02.06.2012 um 12:15 Uhr

    Unsere Tochter ( noch unterwegs ) wird auch in einem Jahr zu Tagesmutter gehen, da ich wieder arbeiten gehen werde/muss. Wenn Sie 3 ist geht sie in den KiGa. Unsere Tagesmutter wohnt nur die Straße runter, hat ein großes schönes Haus und einen wunderschönen Garten. Was die Bezahlung angeht, es kommt drauf an, was man verdient, so ist es uns jedenfalls gesagt worden. Ich finde es super das es Tagesmütter gibt, weil nicht jeder kann 2-3 Jahre zuhause bleiben. Und ich denke einen KiGa für Kinder unter 3Jahre wird glaube ich schwer zu finden sein, bei uns jedenfalls. 😉

    Lg
    Jenny und Lara Inside ( 33 ssw )

  • von Klettermama am 01.06.2012 um 19:36 Uhr

    Hallo,
    ein sehr interessanter Beitrag – vielen Dank dafür.
    Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, was ein KiTa oder Tagesmütter-Platz kostet, ich bin jedoch einfach mal davon ausgegangen, dass Tagesmütter mehr kosten. Warum auch immer, wahrscheinlich weil ich bis eben davon ausgegangen bin, dass die Zahlung an die Tagesmutter direkt geht und die Preise individuell sind.

    Ich bin mehr oder weniger aktuell auf der Suche nach einer Tagesmutter für meine Tochter ab Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres.
    Spätestens im Mai 2013 ist meine Elternezeit vorbei, und dann geh ich wieder arbeiten. So hätte ich schon Gelegenheit an zwei Tagen für 4 oder 5 Stunden mal wieder arbeiten zu gehen und meine Tochter wäre gut in einer kleinen und familiär betreuten Einheit untergebracht.
    In eine Kita oder Grippe möchte ich sie nicht geben unter 3 Jahren. Sie mag zwar Kinder und ist auch gerne unter vielen Leuten, aber da bin ich ja in aller Regel auch immer dabei 😉

    Also noch mal vielen Dank für die Erläuterung und Aufklärung. Das hat meine Sicht geändert, bzw. ich wurde aufgeklärt 😉

  • von KleineKameraden am 01.06.2012 um 18:23 Uhr

    Da haben wir wieder so einen Fall.Bei uns wird die TPP nicht direkt von den Elter bezahlt, sondern über die Stadt.Die Eltern zahlen an die Stadt einen Elternbeitrag,der genauso hoch ist wie der für einen Kita-Platz bei gleicher Stundenzahl und Alter des Kindes.
    Wir TPP sind selbständig,der Stundensatz wird jedoch von der Kommune festgelegt und liegt bei voll ausgebildeten Tagesmüttern bei 5,20 Euro pro Kind und Stunde.ZUzahlungen durch die Eltern sind bei uns nicht gestattet.Weitere Gelder vom Land, wie z.B. in Hessen, gibt es nicht.

    Es gibt natürlich noch immer TPP,die schwarz arbeiten,also ohne die Einkünfte zu versteuern, Kranken-und Rentenversicherung zu zahlen,was ich in dem o.a. Fall selbstverständlich nicht unterstellen will.
    Wer aber alles “richtig” macht,kann unmöglich unter einen Stundensatz von 5 bis 6 Euro bleiben,da es sich ansonsten überhaupt nicht rechnet!
    Bitte mal nachrechnen,was die Eltern in so einem Fall selber zahlen müßten!

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