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Missed abortion mit cytotec oder natürlich mit abwarten?

Ihr Lieben,
Ich bin furchtbar ratlos und traurig.
Vor knapp einer Woche hat meine FA festgestellt, dass der kleine Krümel in meinem Bauch viel zu klein für die ssw 9+2 ist und leider keinen Herzschlag mehr hat. Für mich ein riesen Schock, ich habe mich so auf das Kleine gefreut.
Meine FA sagte mir, dass ich zwingend eine Ausschabung machen müsse, weil alle anderen Alternativen zu gefährlich wären in der besagten Schwangerschaftswoche. Sie gab mir direkt eine Überweisung für ein Krankenhaus mit.
Zuhause informierte ich mich, ob es nicht doch Alternativen zu der Ausschabung gibt. Ich finde den Gedanken schrecklich schwanger einzuschlafen und unschwanger wach zu werden. Außerdem hatte ich noch nie eine op und Narkose und möchte das wenn möglich auch umgehen!!
Donnerstag war dann mein Termin in der Klinik. Hier berichtete ich von meinen Sorgen und, dass ich keine Ausschabung möchte. Die Ärztin hat mir Mut gemacht. Sie sagte, es könnte klappen mit cytotec. Ich soll 4 Tabletten a 200mg vaginal einführen und 3 Stunden später das ganze wiederholen. Mit Pech passiert gar nichts oder es bleiben Reste vom Gewebe in der Gebärmutter, sodass eine Ausschabung trotzdem erfolgen muss.
Da ich mich am Wochenende nicht getraut habe und mich ehrlich gesagt noch überhaupt nicht bereit dazu fühle, habe ich bisher nichts unternommen. Heute ist Montag. Ich habe (leider) noch immer keine Blutungen oder Schmerzen.
Ich habe weitere Foren durchstöbert und gelesen, dass bei einigen das ganze natürlich passiert ist und auch, dass die Tabletten nicht wirken müssen, wenn man emotional noch nicht bereit dafür ist.
Emotional fühle ich mich noch überhaupt nicht bereit dazu loszulassen. Dieses Jahr ist mir so viel schlimmes wiederfahren, dass mich die Situation einfach nur überfordert.

Habt ihr Erfahrungen wie lange man warten kann, bis man die Tabletten nehmen sollte? Ich möchte natürlich kein Risiko eingehen und irgendwelche Entzündungen bekommen.
Wart ihr mal in der gleichen Situation und wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen?

von Wellilady am 25.10.2018 um 10:11 Uhr
Erst mal mein Beileid für deine gesamte Situation und dem Tod deines Babys.
Ich habe öfters darüber gelesen, über ähnliche Fälle wie deinen. Natürlich kann man auch einfach abwarten und schauen, was passiert. Allerdings ist dies nicht ungefährlich. Ich zitiere hier mal aus einem entsprechendem Forum: " Ein andere Gynäkologe sagte mir aber später, dass man auch warten könne, bis die Schwangerschaft spontan abgestoßen werde. Dies könne aber bis Ende des 3. Monats dauern, also bis nach der 12. Woche. Dies sei natürlich seelisch recht belastend, weil man sich ständig schwanger fühle, zugleich aber wisse, dass nichts mehr aus der Sache wird.

Er selbst entscheide MIT der Frau, aber auch abhängig von der Situation, ob er hormonell nachhelfe. Bei schon etwas weiter fortgeschrittener Schwangerschaft (sichtbarer Embryo etc.) rate er zur Ausschabung, weil das Risiko für starke Blutungen durch eine spontane FG erhöht sei. Ist der Embryo noch mikroskopisch klein, biete er auch einen hormonell ausgelösten Abgang an, wenn die Frau nicht auf einen spontanen Abgang warten möchte.

Da Dein Arzt offenbar nicht mit sich reden lässt, solltest Du zu einem anderen Gyn gehen und Dir eine zweite Meinung holen, zur Not sogar noch eine dritte. Ärzte entscheiden hier offenbar sehr unterschiedlich, vielleicht findest Du jemanden, der mehr in Deine Richtung geht. Weiterhin im Internet nach Meinungen zu forschen, finde ich dagegen in dieser Situation nicht hilfreich. Du bekommst hier eher Lehrbuch-Antworten, weil kein Gyn sich für jemanden, den er nicht kennt, aus dem Fenster lehnen wird. Auch kann niemand wirklich konkret auf Deinen Fall eingehen und Dich untersuchen. "

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