wir müssen reden
Nina Rölleram 06.11.2018

Dass Streit zu einer funktionierenden Beziehung hin und wieder dazugehört, ist kein Geheimnis. Richtig streiten will jedoch gelernt sein! Wer seinen Partner mit den Worten „Wir müssen reden“ konfrontiert, fängt aber schon falsch an. Der Psychologe und Ehe-Experte John Gottman empfiehlt vier andere Sätze, die den Einstieg in ein Konfliktgespräch erleichtern.

Wenn es nach Gottman geht, ist es kein gutes Zeichen, wenn du nie mit deinem Partner streitest oder diskutierst. Denn wer niemals aneinandergerät, hat aufgehört zu kommunizieren und schluckt Kritik lieber hinunter. Das Zusammenleben kann zwar auf diese Art eine ganze Weile gut gehen, viele Paare driften aber so häufig auseinander und empfinden schließlich nicht mehr viel füreinander.

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Sätze, die ein Konfliktgespräch besser einleiten

Wenn du also deiner Beziehung etwas Gutes tun willst, solltest du hin und wieder deinen Mut zusammennehmen und deinen Partner mit Sorgen oder Kritik konfrontieren – selbst wenn ihr das zuvor noch nie getan habt. Führt ihr selten oder nie Beziehungsgespräche, ist es gar nicht leicht, dieses Schweigen zu brechen. Das berühmte „Wir müssen reden“ löst bei vielen Menschen eher Schrecken aus: „Wir müssen reden“ klingt immer todernst und als stünde eine Trennung kurz bevor.

Gottman rät daher zu vier alternativen Sätzen, die ein Konfliktgespräch von Anfang an in die richtige Bahn lenken:

  • „Hey, wir haben in letzter Zeit nicht wirklich miteinander geredet. Ich fühle xy und habe nicht gewusst, wie ich es sagen soll.“
  • „Kann ich mit dir reden? Ich weiß, dass ich mich in letzter Zeit zurückgezogen habe. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich es alles erklären kann, aber ich würde es gerne versuchen, wenn du bereit dazu bist, mir zuzuhören.“
  • „Ich weiß nicht, was in letzter Zeit los ist, aber mir kommt es so vor, als hätten wir seit xy nicht mehr miteinander geredet. Hast du heute Abend Zeit?“
  • „Ich vermisse dich. Wir reden nicht mehr miteinander und ich weiß nicht, warum. Ich habe nicht gefragt, weil ich Angst hatte, du würdest mir die Schuld geben, aber ich vermisse dich. Ich vermisse uns.“

Warum diese Sätze besser funktionieren

In so ziemlich allen Ratgebern für die richtige Kommunikation in Konfliktfällen wird empfohlen, aus der Ich-Perspektive zu sprechen. Auf diese Weise kannst du deinem Partner deine Gefühle vermitteln, anstatt ihm Anweisungen zu geben. So gibst du ihm die Chance, auf deine Bedürfnisse zu reagieren und er wird nicht sofort versuchen, sich zu verteidigen.

Anstatt deinem Partner vorzuschreiben, dass ihr jetzt reden müsst,ist es konstruktiver, ihm das Gespräch anzubieten. Natürlich kann er dann immer noch Nein sagen, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, wenn du dich und deine Ängste offenbarst. Es ist laut Gottman übrigens auch völlig legitim, wenn du deinem Partner sagst, dass du Angst davor hast, dass ihr den Konflikt nicht lösen könnt. Zudem solltest du dir bewusst machen: Ihm deine Gefühle zu verschweigen, wäre viel verletzender, denn das signalisiert ihm nur, dass er die Mühe nicht wert ist und du aus Bequemlichkeit lieber schweigst.

Neben „Wir müssen reden“ gibt es noch vier weitere Sätze, die du deinem Partner lieber nicht sagen solltest:

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Wurdest du schon mal mit den Worten „Wir müssen reden“konfrontiert? Hast du mit dem Schlimmsten gerechnet oder findest du diese Formulierung gar nicht so problematisch? Erzähl es uns von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/LightFieldStudios


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