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Mädchentraum

Traumhochzeit

Traumhochzeit

Fast jede Frau malt sich bereits in Kindertagen aus, wie sie später einmal heiraten möchte. Die Hochzeit übt eine Art Zauber aus, dem wir uns nur schwer entziehen können – und das, obwohl heutzutage so viele Ehen scheitern. Doch warum glauben wir immer noch an den Mythos „…und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihres Lebens“? Warum halten wir an der Traumhochzeit fest?

Braut mit Rosenstrauß
Träumst auch Du von einer Hochzeit in Weiß?

So abgeklärt sich viele von uns auch geben und auf die eigene Unabhängigkeit pochen: Beim Thema Hochzeit schwingt immer auch eine gewisse Sehnsucht und Faszination mit. Egal ob Kirche, Feier, Brautkleid, Trauringe oder gemeinsamer Nachname – fast jede von uns hat zumindest eine Meinung dazu und fängt spätestens wenn sie ihren Traummann gefunden hat an, ein wenig von ihrer eigenen Traumhochzeit zu träumen. Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, das unter Frauen soviel Begeisterung und Interesse weckt.

Die Traumhochzeit als Garantie für einen Gefährten fürs Leben?

Doch woran liegt das? Woher kommt diese immer noch ungebrochene Faszination am Heiraten? Und das in einer eher unterkühlten und sachbezogenen Zeit, in der ein Trauschein doch längst überflüssig ist für ein gemeinsames Leben. Vielleicht ist es der unwiderstehliche Wunsch nach einem Menschen, der bedingungslos zu einem steht – in „guten und in schlechten Zeiten“, nach jemandem, der einen so nimmt, wie man ist – mit all seinen Fehlern und Schwächen. Schließlich wünscht sich wohl jeder von uns einen „Gefährten“, der mit uns gemeinsam durchs Leben geht und uns buchstäblich verspricht, dass wir von nun an keine Herausforderung, keinen Schicksalsschlag mehr allein meistern müssen. Das entspricht unserem tiefen Verlangen nach Geborgenheit, einem Urbedürfnis des Menschen. Und mal davon abgesehen: Irgendwie klingt „mein Mann“ auch viel schöner als „mein Freund“, oder?

Die Traumhochzeit aus wissenschaftlicher Sicht

Wenn man es wissenschaftlich betrachtet – und da bleibt die Romantik außen vor – ist Liebe eine Kombination aus biochemischen Verbindungen und evolutionären Entwicklungen. Während der Mann seine Gene möglichst weitläufig in die nächste Generation transportieren will, verfolgt die Frau ein ganz anderes Prinzip. Bei ihr sind Hirn und Herz seit Jahrtausenden nur auf eine einzige Sache getrimmt: einen potenziellen Erzeuger und Ernährer zu finden und diesen emotional an sich zu binden. Und so schmieden sie und ihr Liebster frischverliebt Zukunftspläne, schwelgen in Erinnerungen an ihre schönsten Dates, bis er ihr irgendwann die Frage aller Fragen stellt und damit bekennt: „Ich will nur noch Dich. Und das für immer.“ Eine Traumhochzeit stellt also hinsichtlich dem natürlichen weiblichen Nestbautrieb eine ideale Situation her, denn im Gegensatz zu einer einfachen Trennung ist eine Scheidung langwierig und teuer.

Die bittere Wahrheit nach der Traumhochzeit

Dass der Traum von einem ewigen glücklichen Leben zu zweit in der Realität ganz anders aussieht, ist kein Geheimnis. Du und ich, gut und schön – aber für immer? Eher nicht. Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache, was das Thema Hochzeit und Ehe anbelangt. So hat sich die Scheidungsrate seit 1990 um fast 40 Prozent erhöht und bereits jede zweite Ehe bricht inzwischen auseinander, manche sogar schon kurz nach der Hochzeit! Zudem ist die Zahl der Menschen, die überhaupt heiraten immer rückläufiger. Von einer Traumhochzeit scheinen heute nicht mehr so viele zu träumen wie noch vor einigen Jahren. Oftmals macht auch der Alltag die Illusion von einem immerzu harmonischen Leben zu zweit kaputt. Verheiratete haben weniger Sex, die Kinder erweisen sich als Liebestöter, Romantik wird zur Mangelware und viele Ehepaare nehmen es mit der Treue nicht mehr so genau – zumindest nach einigen Jahren. Der oben beschriebene Gefühls-Ausnahmezustand nach der Traumhochzeit hat demnach oft nur eine kurze Halbwertszeit.

Traumhochzeit mit Happy End?

Doch bevor wir weiter Schwarzmalerei betreiben, muss gesagt werden: Es gibt natürlich auch viele Paare, die sowohl vor als auch nach ihrer Traumhochzeit glücklich waren, sind und sein werden. Deswegen sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden, ob er an die Ehe glaubt oder einfach ohne Trauschein mit seinem Partner zusammen ist.

Man lebt man nur einmal! Und deswegen sollte man die Chance auf die große Liebe und ja, auch auf eine Traumhochzeit, nicht aufgeben – auch wenn man schon oft verletzt wurde. Also Sieg der Emotion über den Verstand? Unbedingt! Denn ein Märchen wird nur wahr, wenn man daran glaubt. Und: Als moderne und unabhängige Frau kann man auch einfach gehen, wenn es nicht klappt. Und einem neuen Märchen eine Chance geben.

Bildquelle: iStock/Guasor

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