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Bubble Tea ist zurück: Wie ungesund ist das Trendgetränk tatsächlich?

Bunte Kugeln

Bubble Tea ist zurück: Wie ungesund ist das Trendgetränk tatsächlich?

Vor rund zehn Jahren war der Hype schon mal da: Bubble Tea hieß das Trendgetränk, das es plötzlich in kleinen Läden in allen deutschen Großstädten zu kaufen gab. Doch schnell kamen Gerüchte auf, Bubble Tea sei ungesund, gefährlich – sogar krebserregend! So schnell wie der Trend da war, war er auch schon wieder verschwunden. 2021 ist Bubble Tea plötzlich zurück in Deutschland. Wie kommt's?

Was ist Bubble Tea?

Bei Bubble Tea (auch genannt Boba Tea) handelt es sich um ein kaltes Getränk, welches traditionell aus Tee und Tapiokaperlen hergestellt wird. Zusätzlich kann nach Belieben Zucker, Sirup, Eis, Fruchtsaft, Milch, Kaffee etc. zugefügt werden, sodass ein meist quietschbuntes und sehr süßes Getränk entsteht. Seinen Ursprung hat der Bubble Tea in Taiwan, wo er bereits in den 80er Jahren erfunden wurde – angeblich, um Kindern das Teetrinken schmackhaft zu machen, indem man lustige Tapiokaperlen hineingab. Inzwischen ist Bubble Tea in ganz Asien ein beliebtes und bekanntes Getränk, gerade bei jungen Erwachsenen, und auch den Rest der Welt hat das Trendgetränk im Sturm erobert.

Gerade auf Social Media verbreiten sich Trends rasend schnell. Neben Bubble Tea sind auch diese Food-Trends aus dem Video gerade super angesagt:

Was sind die Kugeln im Bubble Tea?

Traditionell handelt es sich bei den kleinen Kugeln (Bobas) im Bubble Tea um Tapiokaperlen. Tapioka ist eine pflanzliche Speisestärke, die aus der Wurzel des Manioks gewonnen wird. Tapioka selbst ist geschmacksneutral und glutenfrei. Geschmack und Farbe erhalten die Tapiokakugeln dadurch, dass sie in Sirup oder Fruchtzuckerlösungen eingelegt werden. So entstehen die bunten Perlen für Bubble Tea, die an kleine Fruchtgummis erinnern.

Was sind Popping Bobas?

Besonders beliebt sind inzwischen auch sogenannte Popping Bobas. Diese Perlen bestehen meist nicht aus Maniok, sondern aus Fruchtsaft oder Malzsirup. Sie werden in ein Gemisch aus Wasser und Calciumchlorid getunkt. Dadurch bildet sich eine gelatineartige Hülle, die beim Zerbeißen aufplatzt und den süßen Sirup in der Mitte freigibt.

Original Popping Boba Fruchtperlen für Bubble Tea - 450g - Erdbeere
Original Popping Boba Fruchtperlen für Bubble Tea - 450g - Erdbeere

Ist Bubble Tea ungesund?

Ob Bubble Tea nun ungesund oder gesund ist, darum ranken sich viele Mythen. Vor rund zehn Jahren stellte eine Studie der RWTH Aachen fest, dass im Bubble Tea angeblich krebserregende Stoffe vorhanden sind. Im Nachhinein dementierten sie dies jedoch wieder. Auch das nordrhein-westfälische Landesamt für Lebensmittelüberwachung konnte in weiteren Tests nichts dergleichen feststellen und gab ebenfalls Entwarnung. Zudem wurde häufig berichtet, dass Kleinkinder an den Kügelchen im Tee ersticken könnten, und der Bubble Tea deshalb lebensgefährlich sei. Ein konkreter Fall ist jedoch nicht bekannt.

Fakt ist: Ob der Bubble Tea ungesund ist, hängt vor allem damit zusammen, wie viel Zucker und Fett enthalten ist. Wählt man eine ungesüßte Variante mit naturbelassenen Tapiokaperlen, so hat der Tee deutlich weniger Kalorien als zum Beispiel eine süße Variante mit Zucker, Sirup, Milch und bunten Popping Bobas. Denn hier kann es schnell passieren, dass man mit einem Becher so viele Kalorien zu sich nimmt, wie mit einer ganzen Mahlzeit. Nur leider sind im Bubble Tea (wie auch bei anderen Süßgetränken wie Cola, Limo oder Eistee) kaum Nährstoffe, Vitamine und Co. enthalten. Wer auf eine ausgewogene und vor allem kalorienarme Ernährung Wert legt, sollte von Bubble Tea daher eher die Finger lassen – oder ihn zumindest nur gelegentlich trinken. Es gilt wie bei den meisten Lebensmitteln: Auf die Menge kommt es an.

Warum ist Bubble Tea wieder Trend?

Die Älteren unter uns erinnern sich sicherlich noch an die frühen 2000er, als Bubble Tea von heute auf morgen zum Trend in Deutschland wurde und in jeder Fußgängerzone plötzlich mindestens ein Bubble Tea Laden eröffnete. Doch nach ganz kurzer Zeit war Schluss mit dem Bubble-Tea-Boom, was sicherlich auch mit der negativen Berichterstattung in den Medien zu tun hatte. Plötzlich wollte niemand mehr den angeblich ungesunden Bubble Tea trinken. Die bunten Läden verschwanden quasi über Nacht, ebenso schnell, wie sie gekommen waren.

Und nun sind sie plötzlich wieder da, die Bubble Tea-Läden, und mit ihnen die langen Schlangen wartender Menschen davor. Es sind insbesondere Teenager und junge Erwachsene, die Generation Z, die für das Revival verantwortlich sind. Auf TikTok finden sich Millionen von bunten Bubble Tea-Videos, häufig natürlich aus dem asiatischen Raum. Asiatische Produkte sind derzeit angesagter denn je, gerade im Food- und Beauty-Bereich. Und die Gen Z steht auf K-Pop, wie auch der riesige Erfolg der koreanischen Boygroup BTS zeigt. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Teens auch auf den für sie noch unbekannten Bubble Tea stoßen und ihm zu neuer Beliebtheit verhelfen. Und so kommt der Bubble Tea 2021 noch bunter, noch schriller und noch vielfältiger daher als vor zehn Jahren.

Ist Bubble Tea schädlich für die Umwelt?

Obwohl der Generation Z (auch Generation Greta genannt) nachgesagt wird, dass ihr die Umwelt und das Klima besonders am Herzen liegt, handelt es sich beim Bubble Tea nicht gerade um einen umweltfreundliche Trend. Grund dafür ist vor allem die Verpackung, denn das Getränk wird fast immer in Einweg-Plastikbechern mit dicken Plastiktrinkhalmen verkauft. Dies sorgt für eine Menge Müll. Wer die Umwelt also schonen möchte, sollte beim Genuss von Bubble Tea auf Mehrweggeschirr setzen und ggf. seinen eigenen Becher und Trinkhalm mitbringen.

Boba-Becher wiederverwendbar für Bubble Tea, 500 ml, doppelwandig isoliert & auslaufsicher
Boba-Becher wiederverwendbar für Bubble Tea, 500 ml, doppelwandig isoliert & auslaufsicher

Gehörst du auch zur Gen Z und gönnst dir gelegentlich einen Bubble Tea? Oder gehörst du zu den Millenials? Unser Test errät ganz einfach, welcher Generation du angehörst:

Generationen-Test: Sag uns, wie du sprichst, und wir erraten dein Alter!

Bildquelle:

Pexels/Rodnae Productions

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