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Neue Symptome

Kawasaki-Syndrom: Coronavirus für Kinder gefährlicher?

Kawasaki-Syndrom: Coronavirus für Kinder gefährlicher?

Die Schulen in Deutschland öffnen wieder ihre Türen, doch genau jetzt kommen Sorgen um eine neue Auswirkung des Coronavirus bei Kindern auf. Zeigten Statistiken bisher, dass bei Kindern ein milder Verlauf zu beobachten sei, haben Ärzte aus aller Welt nun einen möglichen Zusammenhang des seltenen Kawasaki-Syndroms und dem Coronavirus feststellen können. Die Entzündungen im ganzen Körper, die sich auch auf das Herz auswirken können, bereiten den Experten nun Sorge. 

Immer mehr Ärzte aus aller Welt melden sich nun mit Berichten über junge Patienten, die mit entsprechenden Symptomen des Kawasaki-Syndroms und einer bestätigten Sars-Cov-19-Infektionen zu ihnen kommen. Inzwischen sollen in den USA sogar drei Todesfälle durch das Symptom hervorgerufen worden sein.

Müssen wir uns nun auch um unsere Kinder sorgen?

„Wir nehmen die Berichte sehr ernst“, erklärt Reinhard Berner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und Direktor der Kinderklinik an der Universität Dresden. Beim Kawasaki-Syndrom handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich die Gefäßwände im ganzen Körper entzünden. Der genaue Ursprung der Erkrankung ist bisher nicht bekannt, allerdings gehen Experten von einem Zusammenhang zwischen vorhergehenden Virusinfektionen und dem Syndrom aus. Laut Berner sei ein Zusammenhang durchaus plausibel, schließlich ist ja bereits bekannt, dass das Coronavirus die Atemwege angreifen würde. Das Symptom könne sich beispielsweise durch eine Überreaktion des Immunsystems bei einer Erkrankung der Atemwege herausbilden und versuchen den eigenen Körper zu bekämpfen. Dabei würden die typischen Entzündungen entstehen.

Doch bedeutet das nun, dass unsere Kinder doch gefährdeter sind, als bisher angenommen? Grundsätzlich kann man sagen, dass wir möglicherweise mit einer neuen Auswirkung des Coronavirus konfrontiert sind, die bisher nicht bekannt war und uns unerwartet trifft. Jährlich würden sich weltweit hunderte Kinder mit dem Syndrom infizieren, wie britische Ärzte in der Fachzeitschrift Lancet allerdings nun feststellten, gebe es aktuell eine ungewöhnliche Häufung von entsprechenden Fällen, die für einen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und dem Kawasaki-Syndrom sprechen würde.

Nun ist die Aufmerksamkeit von Eltern gefragt

Johannes Hübner, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und stellvertretender Leiter der Kinderklinik an der Uni München, gibt trotzdem etwas Entwarnung: „Das normale Kawasaki-Syndrom ist meist keine so schwere und auch keine lebensbedrohliche Erkrankung“. Das Kawasaki-Syndrom könne bei einer zügigen Diagnose gestoppt und die Symptome mithilfe der richtigen Medikation gut behandelt werden. Lediglich bei einer verschleppten Infektion könne es beispielsweise zu dauerhaften Herzproblemen bei den Patienten kommen. Diese würden im Durchschnitt zwischen 1 bis 8 Jahre alt sein, jedoch seien auch schon ältere Personen erkrankt. Deswegen sei es jetzt wichtig, dass Eltern folgende plötzlich auftretende Symptome bei ihren Kindern im Auge behalten und möglicherweise einen Arzt aufsuchen:

  • Fieber (meist 39°C und höher)
  • Bauchschmerzen
  • Hautausschlag
  • Erdbeerzunge
  • Bindehautentzündung

Außerdem sei ein definitiver Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen, nur bei einem Teil der Infizierten sei das Coronavirus festgestellt worden. In ganz Deutschland seien bisher sogar nur 7 Kinder mit entsprechenden Symptomen in Behandlung gewesen, gestorben sei keines von ihnen.

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