Anzeichen des Zahnens

Zahnen: Alles, was du wissen musst

Zahnen: Alles, was du wissen musst

Auch wenn es bei der Geburt so scheint, als würde Dein Schatz ewig so klein bleiben, irgendwann kommt der Punkt, an dem Du merkst, dass er langsam aber sicher kein kleines Baby mehr ist. Das Zahnen ist der erste deutlich sichtbare Schritt in diese Richtung. Doch auch wenn dies ein eindeutiges Zeichen ist, dass Dein Kleines nun langsam größer wird, braucht es Dich in dieser Zeit ganz besonders.

Wann fangen Babys an zu Zahnen?

Das Zahnen – auch Dentition genannt – ist ein natürlicher Vorgang, bei dem Dein Baby seine ersten Zähne bekommt. Die ersten Beißerchen zeigen sich in der Regel zwischen dem dritten und dem zwölften Monat. Bei den meisten Babys treten sie um den sechsten Monat das erste Mal hervor, pünktlich zur ersten Beikost. Das Zahnen ist jedoch kein schneller Prozess. Er kann mehrere Monate und sogar Jahre dauern. Bis zum zweiten, spätestens jedoch bis zum dritten, Lebensjahr wird Dein Kleines alle Beißerchen beisammen haben. Die Zähne treten hierbei nach und nach hervor. Zuerst erscheinen die unteren Schneidezähne, anschließend die oberen, dieser Prozess setzt sich dann seitlich fort, bis alle 20 Zähne schließlich da sind.

Zahnen: Baby mit ersten Zähnen.
Beim Zahnen zeigen sich die Schneidezähne immer zuerst.

Zahnen – die ersten Anzeichen

Die ersten Zähne sind ein gewaltiger Meilenstein im Leben Deines Babys und kündigen sich daher meist recht deutlich an. Das eindeutigste Anzeichen dafür, dass Dein Kleines bald mit dem Zahnen beginnt, ist das ständige Rumkauen auf allem, was ihm in die kleinen Fingerchen kommt. Auch ein vermehrter Speichelfluss ist in dieser Zeit zu beobachten, der so stark werden kann, dass der Kiefer und der Hals Deines Babys sehr schnell durchnässt ist. Ein schönes Halstuch oder ein Sabberlatz ist daher Pflicht, vor allem im Winter, wenn Dein Kleines aufgrund der durchnässten Kleidung zu frieren beginnt. Darüber hinaus erkennst Du das Zahnen an einem geröteten oder geschwollenen Zahnfleisch. Auch wenn Dein Kleines in dieser Zeit ein leichtes Fieber entwickeln kann, macht Zahnen in der Regel nicht krank. Dass einige Eltern von Durchfall während der Zeit der ersten Zähnchen berichten, ist meist ein purer Zufall und auf einen anderen Auslöser zurückzuführen. Sollte Dein Kleines also länger unter Durchfall oder anderen Symptomen leiden und es ihm generell nicht gut gehen, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen, da eine andere Ursache hierfür verantwortlich sein könnte.

Können beim Zahnen Schmerzen auftreten?

Obgleich es oftmals so erscheint, wenn man den Berichten anderer Eltern lauscht, ist das Zahnen für die meisten Kinder tatsächlich keine sonderlich schmerzhafte Angelegenheit. Ein wenig Schmerzen sind zwar die Regel, doch grundsätzlich sollte Dein Kind aufgrund der Zähne nicht so stark leiden, dass es längere Zeit schreit. Wenn dies der Fall ist, solltest Du unbedingt Deinen Kinderarzt aufsuchen. Ein wenig Quengeln ist in dieser Zeit jedoch normal, denn etwas unangenehm ist das Zahnen für die meisten Kinder dann doch.

So linderst Du mögliche Schmerzen beim Zahnen

Auch wenn die Schmerzen beim Zahnen für die meisten Kinder nicht unerträglich stark sind, solltest Du doch alles dafür tun, diese unangenehme Situation für Dein Kleines erträglicher zu machen. Vor allem Dinge, auf die Dein Baby draufbeißen kann, sind nun stark gefragt. Damit Dein Kleines nicht immerzu seine Spielsachen vollsabbert, kannst Du ihm einen Beißring kaufen. Dieser ist vor allem gekühlt sehr angenehm. Bei älteren Babys, die bereits an feste Nahrung gewöhnt sind, sind auch Karotten, Apfelstücke oder Brotkanten gut geeignet, um die Schmerzen zu lindern. Auch kalte Mahlzeiten wie Milchbrei kommen in dieser Zeit garantiert gut an. Solltest Du einmal nichts dergleichen zur Hand haben, tut es jedoch auch eine entspannende Zahnfleischmassage. Wenn das alles nichts hilft und Dein Baby sich nach wie vor sichtbar unwohl fühlt, soll Dein Kleines sich natürlich nicht weiter unnötig quälen. Der Kinderarzt kann Deinem Kind eine wohltuende und schmerzlindernde Salbe oder eine kleine Dosis Schmerzmittel verschreiben. Möchtest Du lieber auf etwas Natürliches ausweichen, gibt es auch zahlreiche homöopathische Mittel, die nachweislich den Schmerz beim Zahnen lindern.

Nach dem Zahnen kommt die Zahnpflege

Auch wenn Du Dir beim Zahnen selbst vermutlich noch nicht so viele Gedanken darüber machst, aber die Zahnpflege ist nun ein äußerst wichtiger Punkt im Leben Deines Kindes. Selbst wenn es erst einen Zahn hat, solltest Du auf der Stelle mit dem Zähneputzen beginnen. Mit Hilfe einer sanften Babyzahnbürste und einer Kinderzahncreme kannst Du das Putzen der Beißerchen nun in euer morgendliches und abendliches Ritual integrieren. Hierbei solltest Du vor allem darauf achten, dass die Zahnpaste Deinem Kind auch schmeckt, schließlich soll er nicht von Beginn an etwas Negatives mit dem Zähneputzen verbinden. Außerdem beginnt mit dem Zahnen die Zeit, in der Du Deinem Baby das Einschlafen mit dem Fläschchen abgewöhnen solltest, sofern es dies bis dato gemacht hat. Die Milch, oder bei älteren Kindern auch der Saft, setzt sich sonst auf den neuen Zähnen fest und führt innerhalb von kürzester Zeit zu dem sogenannten Flaschenkaries. Damit die hübschen, weißen Zähnchen lange erhalten bleiben, solltest Du außerdem mit etwa drei Jahren damit beginnen, mit Deinem Kind zum Zahnarzt zu gehen. Dies hält nicht nur die Zähne gesund, sondern nimmt Deinem Kind auch von Anfang an die Angst vor dem Zahnarztstuhl, die es möglicherweise entwickeln würde, müsste es das erste Mal mit schmerzenden Zähnen darauf Platz nehmen.

Das Zahnen ist ein bedeutender Schritt im Leben Deines Kindes, allerdings auch einer, der ganz schön unangenehm sein kann. Um das unangenehme Gefühl zu lindern, solltest Du Deinem Kind einen Beißring geben, auf dem es herumkauen kann. Werden die Schmerzen unerträglich, kann ein Besuch beim Kinderarzt Abhilfe schaffen. Mit dem Zahnen solltest Du außerdem mit der regelmäßigen Zahnpflege Deines Kindes beginnen, damit die kleinen Beißerchen noch lange ihre schöne weiße Farbe behalten.

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