HPV-Impfung

Seit einigen Jahren wird die HPV-Impfung insbesondere gegen Gebärmutterhalskrebs für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen. In Kanada, Australien und den USA werden seit 2007 auch Jungen gegen das sogenannte Humane Papillomavirus geimpft. Nun fordern Experten auch in Deutschland den Schutz für Jungen, um sich vor gefährlichen Krebsarten zu schützen.

Bisher bekamen in Deutschland ausschließlich Mädchen den Impf Schutz vor den gefährlichen Humane Papillomaviren (HPV), die Auslöser für Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten sein können. Das soll sich nun jedoch ändern. Zumindest nach Aussagen einiger Wissenschaftler. Diese fanden nämlich heraus, dass die sogenannten HP-Viren auch an der Entstehung von einigen bösartigen Tumoren bei Jungen und Männern beteiligt sein können.

HPV- Impfung: Auch Jungen sollen geimpft werden

Nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen sind die HP-Viren äußerst gefährlich. Laut Pathologin Margaret Stanley von der Universität Cambridge sind diese Viren Auslöser vieler bösartiger Tumore. „Man vermutet, dass sie der Haupterreger von fünf Prozent aller menschlichen Krebserkrankungen sind, so Stanley in einem Interview mit der Zeitschrift Nature. Besonders bei Jungen seien vor allem Krebsarten an Darm, After und Penis auf diese gefährlichen Papillomaviren zurückzuführen. Insbesondere warnt Stanley vor den bösartigen Analtumoren. Diese Gefahr an Analtumoren zu erkranken steige bei Männern im Alter von 20-49 Jahren stetig an. Im Kampf gegen das gefährliche HP-Virus sei es laut Medizin Nobelpreisträger Harald zur Hausen besonders wichtig, für beide Geschlechter eine HPV-Impfung anzuordnen.
„Wenn wir wirklich die Viren in einem vorhersehbaren Zeitraum drastisch reduzieren oder ausrotten wollen, können wir das nur, wenn beide Geschlechter geimpft werden,“ so zur Hausen. Er empfiehlt den HSV-Impf-Schutz vor Eintreten der sexuellen Aktivität der Jugendlichen.

Jungen sollen nun auch eine HPV-Impfung bekommen.

Der Human Papillomavirus ist Auslöser vieler Krebskrankheiten.Die HPV Impfung, die bisher nur für Mädchen vorgesehen war, sollen nun auch Jungs bekommen.


Hohe Kosten für HPV- Impfung

Die Impfrate der jungen Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs liegt in Deutschland laut des Online Magazins Ärztezeitung.de bei circa 30 Prozent. Dies entspreche laut zur Hausen nicht der notwendigen Rate, um das Virus stoppen zu können. „In Deutschland sind wir mit etwas unter 40 Prozent von der notwendigen Rate entfernt, in Österreich liegt sie bei knapp fünf Prozent“, erklärt zur Hausen. Warum sich noch immer nur wenige Mädchen und Frauen für die HPV-Impfung entscheiden, ist laut des Experten vor allem auf die Kosten einer solchen Impfung zurückzuführen. Die Beträge werden nicht vollständig von den Krankenkassen übernommen. Zur Hausen fordert deshalb Verhandlungen von Gesundheitsministerien und Krankenkassen mit den Herstellerfirmen, um die Kosten für eine HPV-Impfung zu senken und so mehr junge Leute vor gefährlichen Krebsarten zu schützen.

Im Kampf gegen das HP-Virus empfehlen Experten einen frühen Impfschutz für beide Geschlechter im Alter von 12 bis 17 Jahren. Vielleicht lassen sich durch mehr Aufklärung über den gefährlichen Erreger und seine Folgen in Zukunft mehr Mädchen und vor allem Jungen eine HPV- Impfung geben.

Bildquelle: Adamgregor | Dreamstime.com

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