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Warum ist der Pap-Test so wichtig?

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Warum ist der Pap-Test so wichtig?

Wenn Du bereits einen Kinderwunsch hegst oder nicht ausschließen kannst, dass Du irgendwann Kinder haben möchtest, solltest Du die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Deinem Frauenarzt ernst nehmen. Dieser wird bei jeder Untersuchung auch den Pap-Test vornehmen. Mit Hilfe des Zellabstrichs vom Muttermund können diverse Infektionen sowie Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt werden.

Nicht nur, wenn Du einen Kinderwunsch hegst, sondern auch für Dein generelles Wohlbefinden, ist der Pap-Test enorm wichtig. Er gehört zu den einfachsten Untersuchungen beim Frauenarzt und sollte bei jeder Kontrolluntersuchung unbedingt gemacht werden. Durch ihn können viele Krankheiten bereits vorzeitig erkannt werden, die sich ansonsten negativ auf Deine Fruchtbarkeit auswirken können. Vor allem als Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs ist der Pap-Test ein gutes Mittel, da bei einer Früherkennung der Krebsform viel gerettet werden kann. So ist es heuzutage nicht mehr nötig, dass gleich die komplette Gebärmutter entfernt wird, wenn das Karzinom früh genug entdeckt wird. Doch auch andere Krankheiten können mit Hilfe des Tests ausfindig gemacht werden. Von diesen sind vor allem die Chlamydien noch besonders gefährlich, da sie unerkannt bis zu Jahre verschleppt werden und in dieser Zeit Komplikationen verursachen können, die die Fruchtbarkeit stark beeinträchtigen.

Frauenärztin führt einen Pap-Test durch.
Ein Pap-Test sollte bei jedem Besuch beim Frauenarzt durchgeführt werden.

Pap-Test: So läuft er ab!

Wenn Dein Frauenarzt bei Dir einen Pap-Test vornimmt, wirst Du dies im Normalfall gar nicht mitbekommen. In der Regel ist der Test nämlich bei jeder Untersuchung Standard, sodass er bei Dir mit Sicherheit schon häufig gemacht wurde. Der Arzt führt hierzu einen Watteträger in Deine Scheide ein, um Zellen direkt vom Muttermund zu entnehmen. Diese gehen dann zur Untersuchung ins Labor. Hiervon bekommst Du allerdings nur etwas mit, wenn der Befund in irgendeiner Art und Weise auffällig ist, ansonsten wird Dein Arzt Dich nicht weiter kontaktieren. Im Labor wird dann der eigentliche Pap-Test durchgeführt. Die Zellen werden mit 96-prozentigem Alkohol fixiert und mit einer speziellen Farblösung eingefärbt. Nun können die Ärze im Labor anhand der Zellen nicht nur Deinen Hormonstatus erkennen und in welcher Phase des Zyklus Du Dich gerade befindest, sondern auch, ob Du an Entzündungen, Krebsvorstufen, Zervixkarzinomen oder Infektionen wie Herpes, HPV, Chlamydien oder Pilzen leidest.

Der Pap-Test: Das bedeutet das Ergebnis

Zeigt Dein Pap-Test ein auffälliges Ergebnis an, wird Dir Dein Frauenarzt dies mitteilen. Doch gerade wenn man eine solche Schocknachricht erhält, ist man oft so durch den Wind, dass man meistens im Anschluss noch selbst einmal ein paar Nachforschungen anstellen möchte, um eine klare Vorstellung vom Ernst der Lage zu bekommen. Damit Du weißt, was die unterschiedlichen Zahlen hinter Deinem Pap-Test bedeuten, haben wir sie hier einmal für Dich zusammengefasst:

Pap 0: Der Zellabstrich war nicht ausreichend und muss wiederholt werden.
Pap I: Unauffälliger Befund
Pap II-a: Unauffälliger Befund, Test gemacht aufgrund von anderen Auffälligkeiten z. B. längerer Unfruchtbarkeit
Pap II: Eingeschränkt unauffälliger Befund, z. B. wenn das Gewebe durch vorherige Infektionen gereizt ist
Pap III: Unklare Befunde, die jedoch keine gravierenden Ursachen haben müssen
Pap III-D: Größere Auffälligkeiten, um sicherzugehen, muss nach drei Monaten der Test wiederholt werden
Pap IV: Vorstadium eines Zervixkarzinoms, Kolposkopie und Gewebeprobe zur weiteren Untersuchung müssen erfolgen
Pap V: Zervixkarzinom liegt vor, dringende Behandlung nötig

Kann der Pap-Test ein falsches Ergebnis anzeigen?

Wie jede Untersuchung ist auch der Pap-Test allein nicht 100-prozentig sicher. Bereits an den verschiedenen Klassifizierungen kann man gut erkennen, dass selbst auffällige oder unklare Befunde nicht immer etwas bedeuten müssen, daher kann es auch schon einmal vorkommen, dass ein unklarer Befund zu negativ oder zu positiv interpretiert wird. Sowohl ein falsch positives als auch ein falsch negatives Ergebnis ist daher im Bereich des Möglichen. Wesentlich wahrscheinlicher ist es allerdings, dass ein falsch negatives Ergebnis vorliegt, eine vorliegende Krankheit also nicht als solche erkannt wird. Die Wahrscheinlichkeit hiervon ist bei einem Pap-Test sogar recht hoch. Nur 51 Prozent aller kranken Patienten werden tatsächlich erkannt. Ein falsch positives Ergebnis kommt hingegen seltener vor. Lediglich bei zwei Prozent aller Patienten kann es vorkommen, dass ein auffälliger Befund diagnostiziert wird, obwohl alles im grünen Bereich ist. Sollte Dein Arzt Dich also mit einem positiven Befund konfrontieren, ist es wichtig, dass Du dies auch ernst nimmst, da ein Fehler so gut wie ausgeschlossen ist. Um die Chancen im Übrigen zu erhöhen, dass eine Infektion oder ein Karzinom bei Dir tatsächlich bereits frühzeitig erkannt wird, hilft es, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Einmal im Jahr solltest Du eine Vorsorgeuntersuchung bei Deinem Frauenarzt wahrnehmen. Hältst Du dies gewissenhaft ein, steigt die Wahrscheinlichkeit die Krankheit zu erkennen nach nur drei Jahren bereits von 51 Prozent auf gut 90 Prozent an.

Mit einem Zervixkarzinom ist nicht zu spaßen, denn im schlimmsten Fall muss als Folge Deine komplette Gebärmutter entfernt werden, wenn nicht sogar noch mehr. Aus diesem Grund ist es – natürlich nicht nur wenn Du einen Kinderwunsch hegst – sehr wichtig, dass Du Deine jährliche Vorsorgeuntersuchung bei Deinem Frauenarzt wahrnimmst, sodass dieser einen Pap-Test bei Dir durchführen kann. Machst Du dies regelmäßig und gewissenhaft ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Auffälligkeiten bereits früh erkannt werden.

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