Hausstauballergie

Die Hausstauballergie gehört neben dem Heuschnupfen zu den häufigsten Allergien in Deutschland und betrifft hierzulande Schätzungen zufolge mehr als 4,5 Millionen Menschen. Obwohl der Name der Allergie es fälschlicherweise annehmen lässt, ist der Auslöser für die Symptome nicht der Hausstaub selbst, sondern der Kot der Milben, die im Hausstaub leben. Wie kannst Du erkennen, ob Dein Kind oder Du von der Allergie betroffen bist und wie kann man die Symptome lindern?

Die Hausstaubmilbe auf dem Vormarsch

Wenn Dein Kind nach dem Aufstehen mit einer verstopften Nase, juckenden Augen und Niesattacken zu kämpfen hat, leidet es möglicherweise an einer Hausstauballergie. Experten nehmen an, dass in Deutschland ungefähr jeder Zehnte von der Allergie betroffen ist. Im Gegensatz zur Pollenallergie, macht sich die Hausstauballergie das ganze Jahr über mit Symptomen bemerkbar, die in der kalten Jahreszeit jedoch noch stärker auftreten. Das liegt daran, dass viele Milben durch erhöhtes Heizen in der Wohnung sterben, wodurch sehr viele Allergene, der eigentliche Auslöser der Allergie, freigesetzt werden.

Durch welche Symptome macht sich eine Hausstauballergie bemerkbar?

Die Hausstauballergie macht sich durch die typischen Symptome einer allergischen Reaktion bemerkbar. Dazu gehört unter anderem das Jucken oder Tränen der Augen, Schnupfen, Husten oder Niesanfälle. Es kann aber auch zu allergischen Reaktionen auf der Haut kommen, die sich zum Beispiel durch Schwellungen oder Rötungen zeigen. Je nachdem, wie schwer die Hausstauballergie ausgeprägt ist, können betroffene Kinder auch schwerwiegendere Symptome wie Atemnot oder Asthma entwickeln. Falls Du den Verdacht hast, dass Du oder Dein Kind an einer Hausstauballergie leidet, solltest Du deswegen in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, der Dich über die weiteren Schritte berät.

Hausstauballergie: Die Diagnose beim Arzt

Ob Dein Kind an einer Hausstauballergie leidet, kann mit einer Untersuchung beim Arzt sicher festgestellt werden. Der Arzt erkundigt sich dabei zunächst über die Symptome, fragt welche vorliegen und wann sie besonders schlimm sind. Wenn sich der Verdacht einer Hausstauballergie verhärtet, wird im Folgenden ein Allergietest durchgeführt. In der Regel wird dafür ein sogenannter Pricktest gemacht, bei dem man ein wenig Testlösung auf die Haut Deines Kindes tropft, ein bisschen mit einer Nadel anritzt und anschließend die Reaktion der Haut beobachtet. Wenn die Stelle nach 15 bis 20 Minuten Wartezeit gerötet und geschwollen ist, folgt eine Blutuntersuchung. Bei dieser wird das Blut Deines Kindes auf Antikörper untersucht und sicher festgestellt, ob eine Hausstauballergie vorliegt. Aber keine Sorge: Bis auf den kleinen Piekser ist die Untersuchung vollkommen schmerzfrei für Dein Kind und allerhöchstens mit Juckreiz verbunden.

Hausstaubmilben

Die Hausstaubmilbe ist mit dem bloßen Auge nicht erkennbar.


Wie wird die Hausstauballergie behandelt?

Die Behandlung der Hausstauballergie legt den Fokus darauf, den Kontakt mit dem Allergieauslöser, also den Hausstaubmilben, zu vermindern. Obwohl die Hausstaubmilbe in Deiner Wohnung nicht komplett beseitigt werden kann, solltest Du versuchen einen möglichst milbenfreies Umfeld für Dein Kind zu schaffen. Um zu testen, wie hoch die Milbenbelastung in Deinen Wohnräumen ist, kannst Du einen sogenannten Milbentest nutzen, der in der Regel in jeder Apotheke erhältlich ist. Da sich die Milben am liebstem auf Matratzen aufhalten, solltest Du diese mit einem speziellem Allergiker-Matratzenbezug, einem sogenannten Encasing, beziehen. Zusätzlich dazu ist die richtige Reinigung der Bettwäsche wichtig: Experten empfehlen eine regelmäßige Reinigung bei mindestens 60 Grad oder den Kauf einer Allergiker-Bettwäsche, die mit Azadirachtinen behandelt wurde, um die Fortpflanzung der Milben zu behindern. Zusätzlich dazu gibt es mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Mittel gegen die Hausstaubmilbe. Dazu gehört zum Beispiel Milbenspray, Waschmittelzusätz oder Pulver. In Einzelfällen besteht außerdem die Möglichkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung, einer Desensibilisierung des Immunsystems gegen den Allergieauslöser. Diese Form der Therapie, die auch jahrelang andauern kann, zeigt vor allem bei Kindern ab sechs Jahren, die erst seit kurzem an der Hausstauballergie leiden, Wirkung.

Ursache der Hausstauballergie: Die Hausstaubmilbe

Die Ursache der Hausstauballergie liegt in der Überreaktion des Immunsystems auf den eigentlich harmlosen Kot der Hausstaubmilbe. Da sich diese von Hautschuppen ernährt, lebt sie bevorzugt dort, wo sich diese ansammeln, weswegen sie sich vor allem in der Bettwäsche, Matratzen oder auf Polstermöbeln aufhält. Daneben nistet sie sich aber auch gerne in Plüschtieren, Vorhängen oder sogar Teppichen ein. Die für die Allergie verantwortlichen Milben gehören dabei meist zu den beiden Arten Dematophagoides pteronyssinus und Dematophagoides farinae, sind etwa einen halben Millimeter groß und können nicht mit dem bloßen Auge erkannt werden. Sie gehören zu der Gruppe der Spinnentiere und sind eigentlich natürliche Bewohner des häuslichen Umfelds. Ihr Auftreten hat also nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Obwohl sie eine Hausstauballergie auslösen können, sind die Tierchen ansonsten komplett ungefährlich und übertragen keine Krankheiten.

Obwohl die Hausstaubmilbe generell ungefährlich ist, kann sie bei Deinem Kind oder Dir eine allergische Reaktion auslösen, die unangenehme Symptome wie Niesen, Schnupfen und Jucken hervorruft. Die kleinen Milben leben bevorzugt in der Bettwäsche oder in Matratzen, da sie dort viel Nahrung finden, weswegen Experten bei einer vorliegenden Allergie vor allem zu spezieller Allergiker-Bettwäsche raten. Wenn Du noch Fragen zur Hausstauballergie hast oder den Verdacht hast, dass Du oder Dein Kind von der Allergie betroffen sein könnte, solltest Du einen Arzt aufsuchen.

Bildquelle: Thinkstock / iStock / Eraxion


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Was denkst du?

  • KitchenMaus am 27.05.2014 um 17:00 Uhr

    Also ich hab mir bei einer Hausstauballergie nie etwas sonderlich schlimmes vorgestellt, aber diese Tierchen sind ja echt eklig. Wenn ich daran denke, dass die in meinem Bettchen sind, juckts mich überall.

    Antworten