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Verständnis für Trauer & Wut

Scheidungskinder: So gelingt der Neuanfang

Manchmal passt es einfach nicht mehr – und Eltern lassen sich scheiden. Das ist natürlich insbesondere für die Kinder schwierig: Die Trennung von Mama und Papa ist schmerzhaft und bringt viele Veränderungen mit sich. Aber keine Angst: Ihr Eltern könnt einiges dafür tun, dass eure Kinder die Trennung oder Scheidung besser verkraften. Wir haben das Wichtigste rund um das Thema Scheidungskinder für euch zusammengefasst.

Wie sollen wir unseren Kindern von der Scheidung erzählen?

Bevor ihr eure Kinder über ihre Trennung bzw. Scheidung informiert, solltet ihr euch zusammensetzen und eine gemeinsame Strategie entwickeln.

  • Idealerweise schafft ihr eine gemütliche Atmosphäre, die euren Kindern Geborgenheit vermittelt.
  • Nehmt euch ausreichend Zeit und plant das Gespräch nicht zu spät vor der Schlafenszeit eurer Kinder ein. Denkt daran: Für eure Kinder wird es ein Schock sein, den sie erst mal verarbeiten müssen.
  • Schuldzuweisungen und Streitereien vor den Kindern sollten ihr unbedingt vermeiden!
  • Besonders wichtig für Scheidungskinder ist die Information, dass Mama und Papa sie lieben und auch in Zukunft für sie da sein werden. Macht das mehr als einmal deutlich.
  • Achtet darauf, dass ihr euren Kindern klar macht, dass sie keinerlei Schuld an der Trennung haben.
Trennungskinder: Wie Eltern und ihre Kinder nach Trennung und Scheidung wieder glücklich werden
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Unser Tipp: Scheidungskinder brauchen offene und liebevolle Gespräche, in denen Fragen gestellt und Ängste geäußert werden dürfen. Diese helfen ihnen in der schwierigen Zeit während und nach der Trennung.

Was hilft Scheidungskindern, die Trennung besser zu verkraften?

Besonders bei Eltern von Scheidungskindern ist es von großer Bedeutung, dass Mama und Papa an einem Strang ziehen. Außerdem solltet ihr darauf achten, euren Kindern auch nach der Trennung Stabilität und Geborgenheit zu vermitteln. Folgende Dinge können hilfreich für alle sein:

  1. Akzeptanz und Empathie: Es ist völlig normal und gesund, dass Scheidungskinder auf den Verlust der bisherigen Familienstrukturen mit Wut, Trauer und Enttäuschung reagieren. Manchmal wird sogar Mama oder Papa dafür bestraft, die Familie zu verlassen – mit Worten oder Handlungen. Akzeptiert diese Gefühle und begegnet ihnen mit Empathie: Es ist wichtig, dass eure Kinder diese Gefühle ausleben und auch äußern dürfen.
  2. Verständnis und Mitgefühl: Ihr solltet für alle Gefühle eurer Kinder Verständnis entgegenbringen und auch eure eigene Trauer über die Geschehnisse zum Ausdruck bringen. Natürlich benötigt auch ihr viel Kraft, um euch in dieser schwierigen Zeit intensiv und geduldig mit den Vorwürfen, Ängsten und Wünschen eurer Kinder auseinanderzusetzen.
  3. Routine und Absprachen: Besonders wichtig für Scheidungskinder sind klare Absprachen und Routinen. Sie helfen ihnen dabei, den Alltag zu strukturieren und vorhersehbar zu machen und erleichtern den Umgang mit der neuen Familiensituation. Überlegt euch am besten schon vor dem Gespräch, wie euer Wochenplan aussehen könnte.

So stärkst du die emotionale Bindung zu deinem Kind

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Sind Scheidungskinder später bindungsgestört?

Vielleicht befürchtet ihr, dass eure Kinder aufgrund eurer Trennung später selbst mal Probleme in Beziehungen haben werden. Aber keine Sorge: Scheidungskinder reagieren sehr unterschiedlich auf die Scheidung ihrer Eltern!

  • Während einige Scheidungskinder tatsächlich Bindungsängste entwickeln, gelingt es anderen später gut, sich auf Partnerschaften einzulassen und die Fehler ihrer Eltern zu vermeiden.
  • Scheidungskinder legen sogar oft besonders viel Wert darauf, ihre Beziehung trotz Kinder nicht zu vernachlässigen. Sollten sie sich dennoch mal trennen, wissen sie selbst, wie schwierig das für die Kleinen ist.

Unser Tipp: Studien haben gezeigt, dass die Qualität der familiären Beziehungen wichtiger für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern ist als die Familienstruktur, in der sie aufwachsen. Behaltet das im Hinterkopf!

Scheidungskinder: Welche Probleme können auftreten?

Viele Scheidungskinder leiden nach einer Trennung. Das ist ganz normal. Während der emotionalen Bewältigung kann es etwa zu psychosomatischen Symptomen, Schlafstörungen und Kontaktschwierigkeiten kommen. Versucht Folgendes, um diese zu vermeiden:

  • Bleibt auch nach der Trennung fair zueinander. So lebt ihr vor, dass es auch ohne Trauschein gut laufen kann.
  • Haltet Absprachen ein und an Routinen fest. Das vermittelt Sicherheit und klare Strukturen.
  • Holt euch professionelle Hilfe, falls die Kinder zu sehr leiden. Es ist keine Schande, sich bei einer Scheidung von Profis begleiten zu lassen.

Diese Dinge solltet ihr eurem Kind zur Liebe bei einer Trennung besser vermeiden!

Die Trennung der Eltern ist für alle Beteiligten schwer – aber insbesondere für die Kinder. Umso wichtiger ist es, dass ihr euren Kindern offen und verständnisvoll begegnet. Wenn Scheidungskinder in einem gut strukturierten und liebevollen Umfeld aufwachsen, können sie sich trotz allem zu stabilen Persönlichkeiten entwickeln.

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Bildquelle: GettyImages/fizkes

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