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Blutgerinnungsstörung in der Schwangerschaft: Das sind die Anzeichen

Es ist für viele Frauen der schlimmste Albtraum: Endlich sind sie schwanger und dann erleiden sie eine Fehlgeburt. Auch wenn es nun schwer ist, gilt es bei einem eindeutigen Kinderwunsch, einen klaren Kopf zu bewahren und der Ursache auf den Grund zu gehen. Eine mögliche Erkrankung, die in diesem Fall für die Fehlgeburt verantwortlich sein kann, ist die Blutgerinnungsstörung.

Was ist eine Blutgerinnungsstörung?

An einer Blutgerinnungsstörung leidet etwa 1 von 5.000 Menschen in Deutschland. Unter dem Begriff versteht man entweder eine zu starke oder eine zu schwache Blutgerinnung (Hämostase). An dem Verschließen von offenen Wunden sind diverse Faktoren beteiligt. Sind diese gestört, verläuft die Gerinnung entweder zu stark und das Blut staut sich, was Thrombosen zur Folge hat, oder die Gerinnung ist zu schwach und die Wunde verschließt sich nur sehr langsam.

Führt eine Blutgerinnungsstörung zur Fehlgeburt?

Wenn Du einen Kinderwunsch hast oder bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erleiden musstest, kann eine Blutgerinnungsstörung, die Thrombosen verursacht, dafür verantwortlich sein. Doch keine Panik! Auch wenn eine starke Gerinnung die Ursache für eine Fehlgeburt sein kann, erleiden nicht alle Frauen, die an solch einer Störung leiden, automatisch auch einen Abort. Sich pauschal auf eine Blutgerinnungsstörung testen zu lassen, wenn ein Kinderwunsch besteht, ist also nicht nötig.

Die Symptome einer Blutgerinnungsstörung

Eine Blutgerinnungsstörung hat in erster Linie Thrombosen zur Folge. Dies sind Stellen, an denen sich ein Blutgerinnsel innerhalb der Gefäße bildet. Während viele Thrombosen von den Betroffenen überhaupt nicht bemerkt werden, können einige schwere Symptome hervorrufen. Typisch sind:

  • Gliederschmerzen
  • Muskelkater
  • Schwellungen, die sich auch blau verfärben können

Vor allem die Beine und das Becken sind häufig von Thrombosen betroffen. Es folgen in der Regel Spannungsgefühle und Schmerzen in den Füßen und Waden, welche verschwinden, wenn man die Beine hochlegt, sowie ein starkes Wärmegefühl in den Beinen. Als weiteres Symptom können auch Minithrombosen in der Gebärmutter auftreten, welche die Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut stören und somit die Einnistung eines Embryos komplett verhindern oder Fehlgeburten verursachen. Eine Blutgerinnungsstörung kann einem Kinderwunsch demnach ernsthaft im Weg stehen, auch wenn dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

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Blutgerinnungsstörung in der Schwangerschaft

Auch wenn nicht erwiesen ist, dass eine Blutgerinnungsstörung zwangsläufig zu einer Fehlgeburt führt, ist doch zu beobachten, dass betroffene Frauen häufiger einen Abort erleiden. Auch wenn dies nicht endgültig nachgewiesen ist, gehen Ärzte heutzutage stark davon aus, dass hierfür Minithrombosen in der Gebärmutter verantwortlich sind. Da die Blutgerinnung bei Schwangeren generell schneller vonstatten geht, können diese kleinen Blutgerinnsel die Durchblutung der Gebärmutter entscheidend stören und nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch bei der Einnistung des Embryos zu einem Problem werden. Allerdings erleidet nicht jede Frau, die an einer Blutgerinnungsstörung leidet, automatisch eine Fehlgeburt.

Blutgerinnungsstörung testen

Aus diesem Grund ist es auch nicht nötig sich ohne konkreten Anlass bereits bei einem bestehenden Kinderwunsch testen zu lassen. Auch wenn es mittlerweile sogar Tests für zu Hause gibt, die man per Post einsenden kann, solltest Du Dir hiermit erst einmal keinen Stress machen. Erst nach der zweiten Fehlgeburt solltest Du zusammen mit Deinem Arzt auf Problemsuche gehen. Ab diesem Zeitpunkt zahlt dann auch die Krankenkasse den schnellen Bluttest, wenn Dein Arzt ihn für sinnvoll hält.

So wird eine Blutgerinnungsstörung therapiert

Nachdem Dein Arzt durch eine einfache Blutuntersuchung bei Dir eine Blutgerinnungsstörung festgestellt hat, wird er Dir in der Regel gerinnungshemmende Medikamente, häufig Heparin, verschreiben. Diese musst Du anschließend regelmäßig einnehmen, entweder ab Beginn der Schwangerschaft oder bei einem konkreten Kinderwunsch um die Zeit des Eisprungs herum. Die Behandlung kannst Du dabei selbst vornehmen, denn Heparin wird regelmäßig in den Bauch oder Oberschenkel gespritzt. Auch wenn es doch einige Überwindung kostet dies selbst zu tun und das Medikament häufig beim Injizieren brennt, ist es einfach nur eine Sache der Gewöhnung. Mit der Zeit wird es zur Routine werden und wenn Du Dein Baby am Ende im Arm hältst, ist sowieso aller Schmerz vergessen.

Auch wenn es zu den Erfolgen von Heparin gegen solch eine Blutgerinnungsstörung keine belastbaren Studien gibt, sprechen die Erfolge in der Praxis doch für sich. So werden nicht nur viele Frauen, die auf natürlichem Weg befruchtet wurden, nach der Einnahme schnell schwanger, sondern auch viele Frauen, bei denen im Vorfeld eine In-vitro-Fertilisation mehrmals versagt hat.

Mögliche Ursachen einer Blutgerinnungsstörung

Die Gründe für eine Blutgerinnungsstörung sind vielfältig. Ist die Gerinnungsfähigkeit zu stark, liegt dies häufig an den Blutplättchen, die im Normalfall dafür verantwortlich sind, eine Wunde schnell zu verkleben, um einen weiteren Blutverlust vorzubeugen. So ist es möglich, dass deren Fähigkeit sich zu verkleben genetisch oder durch bestimmte Medikamente zu stark angeregt wird. Eine weitere mögliche Ursache ist auch eine Schädigung der Leber, da dort viele Gerinnungsfaktoren gebildet werden. Auch ein Mangel an Antithrombin, ein Hemmstoff der Blutgerinnung, kann für eine Blutgerinnungsstörung verantwortlich sein.

Eine gesunde Ernährung kann zwar nicht jede Erkrankung heilen, du kannst aber deine Fruchtbarkeit unterstützen:

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