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Neue Studie

Thromboserisiko bei modernen Antibabypillen gestiegen

Thromboserisiko bei modernen Antibabypillen gestiegen

Dass die Antibabypille das Risiko erhöht, an Thrombose zu erkranken, ist bereits seit einiger Zeit bekannt. Nun zeigt eine Studie jedoch, dass die neueren Präparate sogar ein noch höheres Thromboserisiko bergen.

Bei neuen Arzneimitteln arbeiten Wissenschaftler und Mediziner in der Regel daran, die Zahl der möglichen Nebenwirkungen zu verringern. Eine Studie der Techniker Kranknenkasse und der Universität Bremen zeigt im Fall der Antibabypille jedoch, dass die Gefahr einer Erkrankung an Thrombose bei neueren Präparaten im Vergleich zu denen der älteren Generation sogar noch gestiegen ist. Der am Freitag veröffentlichte „Statusbericht zu oralen Kontrazeptiva“ basiert auf Informationen der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Thromboserisiko durch Antibabypille
Das Thromboserisiko ist bei neueren Antibabypillen gestiegen.

Thromboserisiko vor allem für Raucherinnen

Die älteren Pillen der zweiten Generation enthalten vor allem das Hormon Levonorgestrel, während bei vielen Präparaten der dritten und vierten Generation Drospirenon ein wichtiger Wirkstoff ist. Dieser soll vor allem für reinere Haut sorgen und Menstruationsbeschwerden lindern. Doch während beide Arten der Antibabypille gleich gut verhüten, ist das Thromboserisiko bei den neueren Mitteln wesentlich höher. Von 10.000 Frauen, die die modernen Antibabypillen einnehmen, erleiden neun bis zwölf eine bestimmte Art von Venenverschluss. Bei den älteren Präparaten sind es nur fünf bis sieben Patientinnen. Das Thromboserisiko sei, so Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen, vor allem bei Raucherinnen und Frauen mit Übergewicht erhöht.

Thromboserisiko senken: Alternativen zur Antibabypille

Immer mehr Frauen steigen von hormonellen auf nicht-hormonelle Verhütungsmethoden um. Die sogenannte natürliche Familienplanung (NFP) bietet viele verschiedene Wege, um den Eisprung zu bestimmen und so an den „kritischen“ Tagen entweder auf Geschlechtsverkehr zu verzichten oder an diesen Tagen auf mechanische Verhütungsmethoden wie Kondom oder Diaphragma zurückzugreifen. Das Thromboserisiko, das die Antibabypille beinhaltet, kann so auf jeden Fall umgangen werden.

Pillen der neueren Generation steigern das Thromboserisiko. Vor allem Raucherinnen und Frauen mit Übergewicht sollten sich bei ihrem Frauenarzt informieren, welchen Wirkstoff ihre Antibabypille beinhaltet und ob diese die Gefahr eines Blutgerinnsels erhöht.

Bildquelle: iStock/hbak

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