Downregulation:

Decapeptyl

Decapeptyl

Decapeptyl ist ein Medikament, das in der Regel im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingesetzt wird, da es den vorzeitigen Eisprung unterdrückt und somit die zeitliche Planung einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) ermöglicht.

Was ist Decapeptyl?

Decapeptyl ist ein Medikament, das zumeist im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) zur Unterdrückung eines vorzeitigen Eisprungs eingesetzt wird. Zum Teil wird es aber auch bei anderen Hormonbehandlungen wie etwa im Falle einer Endometriose verabreicht. Bei der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas ist ein Eisprung nicht erwünscht, da die für die Befruchtung erforderlichen Eizellen aus den Eibläschen gewonnen werden. Daher muss mittels eines Medikaments wie Decapeptyl die Hormonproduktion in der Hirnanhangsdrüse unterdrückt werden, um somit den Eisprung zu verhindern. Dieser Prozess wird als Downregulation bezeichnet. Es gibt eine Depotform des Medikaments, die die Funktion der Hypophyse für einen längeren Zeitraum unterdrückt und auch noch mehrere Wochen nach der Injektion wirkt. Dabei handelt es sich um Decapeptyl Gyn. Decapeptyl IVF muss hingegen täglich verabreicht werden.

Decapeptyl: Lächelnde Frau liegt auf dem Bauch im Bett
Das Medikament Decapeptyl kommt zumeist im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) zum Einsatz.

Wirkung von Decapeptyl

Decapeptyl enthält den Wirkstoff Triptorelin, der bei Frauen mit Zyklusstörungen zur Vorbereitung auf die künstliche Befruchtung eingesetzt wird. Triptorelin normalisiert einen unregelmäßigen Eisprung und ermöglicht es somit, die künstliche Befruchtung zeitlich besser planen zu können. Darüber hinaus wird der in Decapeptyl enthaltene Wirkstoff zuweilen aber auch bei der Behandlung von Wucherungen der Geschlechtsorgane eingesetzt, etwa bei einer Endometriose, im Zuge derer die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst.

Anwendungsbereiche von Decapeptyl

Da bei Decapeptyl keine Zulassung zur Anwendung besteht, musst Du Dir das Medikament, falls Du es für die künstliche Befruchtung benötigst, als Privatrezept verordnen lassen. Das bedeutet, dass die Kosten für das Arzneimittel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, und Du den Betrag somit selbst entrichten musst. Welche Form des Medikaments – Decapeptyl Gyn oder Decapeptyl IVF – für Deine Fruchtbarkeitsbehandlung besser geeignet ist, solltest Du im Vorfeld der Behandlung mit Deinem Arzt besprechen. Die Anwendungsgebiete beider Medikamentenformen sind in der Regel die gleichen: Neben der Fruchtbarkeitsbehandlung kommt Decapeptyl bei gutartigen Wucherungen des Gebärmuttermuskelgewebes zum Einsatz, um die Produktion der Hormone im Eierstock zwecks der Verkleinerung einzelner Myome im Vorfeld einer operativen Myomentfernung zu unterdrücken. Zudem kann Decapeptyl zur Therapie einer Endometriose eingesetzt werden, sofern die Krankheit keiner operativen Behandlung bedarf.

Anwendung von Decapeptyl IVF

Bei der Anwendung von Decapeptyl IVF solltest Du Dich genau an die Anweisungen Deines Arztes halten. Normalerweise spritzt Du Dir das Decapeptyl IVF im Rahmen der Fruchtbarkeitsbehandlung einmal täglich unter die Haut des Unterbauchs. Mit der Behandlung kannst Du entweder am zweiten beziehungsweise dritten oder am 21. bis 23. Tag Deines Zyklus beginnen. Nach zwei bis vier Wochen verschreibt Dein Arzt Dir vermutlich zusätzlich andere Hormone, welche das Follikelwachstum stimulieren. In der Regel wird die Behandlung mit Decapeptyl IVF so lange fortgesetzt, bis die Eibläschen eine geeignete Größe erreicht haben. Normalerweise dauert dieser Prozess vier bis sieben Wochen an. Wenn schließlich eine ausreichende Menge an Eibläschen vorhanden ist, spritzt Dein Arzt Dir einmalig ein Medikament, welches humanes Choriongonadotropin enthält, um den Eisprung auszulösen.

Anwendung von Decapeptyl Gyn

Im Gegensatz zu Decapeptyl IVF, welches täglich gespritzt werden muss, wird Decapeptyl Gyn nur einmal verabreicht; in der Regel am zweiten oder dritten Tag des Zyklus in der sogenannten Follikelphase oder aber am 22. Zyklustag in der sogenannten Lutealphase, welche die Zeit vom Eisprung bis zur Monatsblutung umfasst. Bevor Du mit der Behandlung beginnst, solltest Du Präparate, die Östrogen enthalten (etwa die Anti-Baby-Pille) absetzen, da sich Östrogen und der Wirkstoff Triptorelin gegenseitig aufheben. Du kannst Dir das Decapeptyl Gyn entweder unter die Haut (beispielsweise am Bauch, am Po oder am Oberschenkel) oder aber intramuskulär spritzen beziehungsweise spritzen lassen.

Nebenwirkungen von Decapeptyl

Vor der Einnahme von Decapeptyl solltest Du Dich genauestens über die Neben- und Wechselwirkungen des Medikamentes informieren. Lies Dir daher im Vorfeld der Anwendung den Beipackzettel genau durch. Mögliche Nebenwirkungen von Decapeptyl sind zum Beispiel Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Rötungen an der Einstichstelle, Müdig- und Kraftlosigkeit sowie Stimmungsschwankungen. Die Nebenwirkungen sind in der Regel auf den niedrigen Östrogenspiegel zurückzuführen. Da das Medikament überdies zu Knochenschwund führen kann, solltest Du es nicht länger als sechs Monate anwenden und zudem beachten, dass Du in der Zeit, in der Du das Medikament einnimmst, möglicherweise einem erhöhten Risiko für Knochenverletzungen ausgesetzt bist. Falls Du nach der Einnahme von Decapeptyl andere körperliche Veränderungen bei Dir feststellst, die möglicherweise mit dem Arzneimittel in Verbindung stehen, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Decapeptyl ist ein Medikament, welches zumeist im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Triptorelin, welcher die Produktion von Geschlechtshormonen und somit den vorzeitigen Eisprung unterdrückt. Dieser ist im Vorfeld einer künstlichen Befruchtung unerwünscht, da die für die Befruchtung erforderlichen Eizellen aus den Eibläschen gewonnen werden.

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