Der Menstruationskalender

Der Menstruationskalender basiert auf der Dokumentation der Monatsblutungen und gibt Aufschluss über die Länge und den Verlauf des Menstruationszyklus. Mit ordentlicher Protokollierung kann nicht nur die nächste Monatsblutung, sondern auch der ungefähre Zeitpunkt des Eisprungs bestimmt werden. Doch wie erstellt man den Menstruationskalender und inwiefern kann er bei einem bestehenden Kinderwunsch oder zur Verhütung eingesetzt werden?

Schwanger werden mit dem Menstruationskalender

Der Menstruationskalender, auch Kalendermethode oder Knaus-Ogino-Methode genannt, beruht auf der Grundlage der Protokollierung des Menstruationszyklus und dient dem Abschätzen der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage. Durch die regelmäßige Dokumentation der Regelblutungen weiß die Frau schon nach einigen Monaten, in welchen Abständen ihre Periode und der Eisprung ungefähr einsetzen. Der Menstruationskalender eignet sich dadurch gut dafür, den körpereigenen Zyklus besser kennenzulernen. Paare, die sich ein Kind wünschen oder natürlich verhüten wollen, sollten sich allerdings nicht allein auf den Menstruationskalender verlassen, da dieser keine exakten Daten bezüglich der fruchtbaren Tage liefert.

Menstruationskalender: Wie wird er geführt?

Der Menstruationskalender basiert hauptsächlich auf der Dokumentation des Zeitpunkts der Periode. Die wichtigsten Daten, die genau protokolliert werden sollten, sind dabei der erste und der letzte Tag der Monatsblutung. Bedingung für ein richtiges Ergebnis ist, dass die Tage bereits in regelmäßigen Abständen auftreten wie es nach der Pubertät und vor den Wechseljahren der Fall ist. Wenn die Tage der Monatsblutung über mehrere Monate richtig notiert worden sind, kann der genaue zeitliche Abstand der Periode vom Menstruationskalender abgelesen werden. Bei den meisten Frauen dauert der Menstruationszyklus zwischen 25 und 31 Tagen. Er beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung und endet vor dem Einsetzen der nächsten Periode, wobei zwischenzeitliche Schmierblutungen nicht berücksichtigt werden. Um einen Menstruationskalender zu führen, benötigst Du prinzipiell nur einen Kalender. Es gibt aber auch spezielle Kalender, die extra auf die Dokumentation des Zyklus ausgelegt sind. Diese findest Du in der Regel im Internet und kannst sie kostenfrei herunterladen.

Frau protokolliert ihren Menstruationszyklus

Der Menstruationskalender hilft Dir, Deinen Körper besser kennenzulernen.


Schneller zum Wunschkind mit dem Menstruationskalender

Gerade für Frauen, die schwanger werden wollen, ist es wichtig zu wissen, wie der individuelle Menstruationszyklus abläuft, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage besser abschätzen zu können. Bei genauer Dokumentation im Menstruationskalender kannst Du diese schon früh erkennen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft anschließend mit gezieltem Geschlechtsverkehr an diesen Tagen erhöhen. Der durchschnittliche Menstruationszyklus der Frau dauert etwa 28 Tage und verläuft normalerweise in regelmäßigen Abständen, was die Protokollierung im Menstruationskalender vereinfacht. Der erste Tag Deiner Regelblutung markiert dabei den ersten Tag Deines Zyklus und läutet eine etwa achttägige unfruchtbare Phase ein, die anschließend von einer fruchtbaren Phase abgelöst wird. Diese dauert circa sechs Tage an und beinhaltet den wohl fruchtbarsten Tag Deines Zyklus: Den Tag des Eisprungs. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft besonders groß, weswegen er vor allem für Paare mit Kinderwunsch wichtig ist. Du kannst ihn ganz einfach von Deinem Menstruationskalender ablesen, er liegt etwa 14 Tage vor dem Beginn Deiner nächsten Monatsblutung. In der ersten Zyklushälfte baut sich die Gebärmutterschleimhaut, die während der Periode abgestoßen wurde, erneut auf, um die potentielle Einnistung einer Eizelle zu ermöglichen. Nach den fruchtbaren Tagen um den Zeitpunkt des Eisprungs beginnt eine weitere unfruchtbare Phase, die etwa dreizehn Tage andauert. Wenn die Eizelle befruchtet wurde, wird die Gebärmutterschleimhaut in dieser Phase erneut abgebaut und mit dem Beginn der nächsten Monatsblutung ausgeschwemmt. Es ist jedoch wichtig festzuhalten, dass der Menstruationskalender Dir lediglich ungefähre Erkenntnisse über Deine fruchtbaren Tage liefert. Wenn ein Kinderwunsch besteht, solltest Du deshalb auch andere Methoden wie die Temperaturmethode oder die Billings-Methode mit in die natürliche Familienplanung einbeziehen. Beide Methoden können mit dem Menstruationskalender kombiniert werden und beziehen weitere Aspekte wie die Basaltemperatur und die Konsistenz des Zervixschleims mit ein, wodurch Du Deine fruchtbaren Tage genauer voraussagen kannst. Als alleiniges Verhütungsmittel eignet sich der Menstruationskalender übrigens ebenso wenig, da er alleine angewandt, auch was die unfruchtbaren Tage anbetrifft, recht ungenau ist.

Menstruationskalender: Kombination mit anderen Methoden

Das Führen von einem Menstruationskalender ist hilfreich, um die Dauer des Zyklus genau festzustellen und Deinen Körper besser kennenzulernen. Bei einem bestehenden Kinderwunsch sollte dennoch auch auf andere Methoden zurückgegriffen werden, die mit dem Notieren der Daten in einem Menstruationskalender kombiniert werden können. Eine dieser Verfahren ist die sogenannte symptothermale Methode, die auf der Messung der Basaltemperatur und der Beobachtung des körpereigenen Zervixschleims beruht. Die Basaltemperatur wird hierfür jeden Morgen gemessen und die Ergebnisse über den Zyklus hin notiert. Das Gleiche gilt für die Untersuchung des Zervikalschleims, der sich im Laufe des Menstruationszyklus durch hormonelle Einflüsse verändert und Aufschluss über fruchtbare und unfruchtbare Tage liefert. Gemeinsam mit der regelmäßigen Messung der Basaltemperatur liefert diese Methode ein recht sicheres Bild über den Zeitpunkt des Eisprungs.

Der Menstruationskalender basiert auf dem Protokollieren des Zyklus und gibt Aufschluss über fruchtbare und unfruchtbare Tage. Er bietet Dir nicht nur einen genauen Überblick über Deinen Zyklus, sondern kann auch mit anderen Methoden der natürlichen Verhütung oder Kinderplanung kombiniert werden, was ein genaueres Abschätzen der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage möglich macht.

Bildquelle: Thinkstock / Hemera / Petro Feketa


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  • Tinalina88 am 10.06.2015 um 14:05 Uhr

    praktisch

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  • Millythecat am 04.05.2015 um 13:26 Uhr

    Ein Menstruationskalender ist vor allem gut,wenn man einen unregelmäßigen Zyklus hat.

    Antworten
  • capitania29 am 23.04.2015 um 17:51 Uhr

    Ich habe noch nie einen Menstruationskalender geführt. Man merkt doch, wann sie kommen...

    Antworten
  • gleeksrock am 23.03.2015 um 17:57 Uhr

    Meinen "Menstruationskalender" habe ich im Kopf...

    Antworten
  • Back_maus am 25.02.2015 um 13:42 Uhr

    Ich habe noch nie einen richtigen Menstruationskalender geführt, sondern mir einfach immer den ersten Tag meiner Periode gemerkt.

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  • Nicht_die_Mama am 23.01.2015 um 17:08 Uhr

    Huhu! Ich überlege auch, ob ich einen Menstruationskalender anfangen soll. Wir beginnen aber gerade erst mit der Planung und ich weiß nicht, ob es nicht möglicherweise dann zu viel Stress ist. Eigentlich soll man ja möglichst stressfrei beginnen.

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  • Yohanna23 am 22.12.2014 um 17:52 Uhr

    Ich habe auch noch nie einen Menstruationskalender geführt. Wenn man nen Kinderwunsch hat, kann man doch gleich in einen Ovutest investieren. Das ist viel genauer.

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  • pudelmuetze21 am 27.11.2014 um 16:32 Uhr

    Einen Menstruationkalender habe ich noch nie geführt.

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  • Nadine1234 am 20.10.2014 um 17:33 Uhr

    Ich find Menstruationskalender so überflüssig. Entweder die Tage kommen regelmäßig oder nicht, dafür braucht man ja keinen Kalender zu, um das zu merken und wenn nicht, sagt der eh nichts aus. Da muss man schon noch Tempi messen und co.

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  • babywunsch123 am 10.04.2014 um 17:21 Uhr

    Ich führe auch einen Menstruationskalender. Meinen Eisprung kann ich mittlerweile fast im Schlaf bestimmen, aber mit der Schwangerschaft hat es bisher leider noch nicht geklappt.

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