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Temperaturkurve

Temperaturkurve

Der weibliche Körper sendet viele Signale, die anzeigen, wann er bereit für eine Empfängnis ist. Dementsprechend gibt es auch verschiedene Methoden der natürlichen Familienplanung, die Dir sagen, wann der beste Zeitpunkt für eine Schwangerschaft ist. Die Methode der Temperaturkurve ist ein Hilfsmittel, um Deine fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Die Temperaturkurve kann sowohl zur Verhütung als auch zur Erfüllung des Kinderwunsches angewandt werden. Dabei kommt sie ganz ohne chemische, hormonelle oder sonstige Mittel aus, die den Körper beeinflussen. Alles, was Du zur Aufzeichnung der Temperaturkurve benötigst, ist ein Thermometer. Da die Temperaturschwankungen, auf die es ankommt, aber nur minimal sind, solltest Du zu einem digitalen Gerät mit zwei Nachkommastellen greifen, um Deine Temperaturkurve möglichst genau aufzeichnen zu können.

Temoeraturkurve: Frau liest ihre Temperatur von einem Thermometer ab.
Eine Temperaturkurve kann Dir dabei helfen, auf natürliche Weise schwanger zu werden.

Das Prinzip der Temperaturkurve

Das Prinzip der Temperaturkurve ist ganz einfach: Durch Temperaturunterschiede kannst Du feststellen, wann Du Deinen Eisprung hast. Denn wenn Du Deine täglich gemessene Temperatur aufzeichnest, entsteht durch die Verbindung der einzelnen Punkte Deine Temperaturkurve, die Dir Aufschluss über Deine fruchtbaren Tage gibt. Am fruchtbarsten bist Du drei Tage vor und zwei Tage nach dem Eisprung. Wenn Du einen Kinderwunsch hegst, sind es also genau diese Tage, an denen Du ungeschützten Verkehr haben solltest.

So funktioniert die Methode mit der Temperaturkurve

Die Basaltemperatur ist die niedrigste Temperatur des Tages. Dein Körper nimmt diese Temperatur an, wenn Du schläfst. Daher solltest Du Deine Temperatur direkt nach dem Aufwachen messen. Der gemessene Wert muss jeden Tag aufgeschrieben und in einer speziellen Tabelle protokolliert werden. Im Laufe der Zeit ergibt sich daraus eine sogenannte Temperaturkurve. Damit das Ergebnis nicht verfälscht wird, misst Du die Basaltemperatur am besten immer um dieselbe Uhrzeit und an derselben Körperstelle. Du kannst auch einen kleinen Zyklus-Computer kaufen, mit dem Du misst, und der alle weiteren Berechnungen für Deine Temperaturkurve vornimmt. Mithilfe der Temperaturkurve kannst Du schließlich Folgendes beobachten: In der Zeit von der Periode bis zu Deinem Eisprung bleibt die Basaltemperatur etwa auf der gleichen Temperaturebene. Ein bis zwei Tage nach Deinem Eisprung steigt sie dann um 0,3 bis 0,6 Grad Celsius an und bleibt mindestens drei Tage auf diesem Niveau. Dann sinkt sie wieder ab. Eine Frau, die an ihrer Fruchtbarkeit zweifelt, kann mit dieser Methode auch herausfinden, ob sie überhaupt einen Eisprung hat. Denn ohne einen Eisprung lässt sich keine eindeutige Hochphase bei der Temperaturkurve feststellen.

Schwanger werden anhand der Temperaturkurve

Den Zeitpunkt des Eisprungs – und somit auch Deine fruchtbaren Tage – kannst Du durch die Temperaturkurve genau bestimmen, wenn Du die Analyse über einige Monate durchführst. Die Chance für eine Befruchtung ist am größten, wenn der Geschlechtsverkehr im Zeitraum des Eisprungs stattfindet: drei Tage vor dem Eisprung bis zwei Tage danach. Die Lebensdauer der Spermien spielt deshalb beim Kinderwunsch eine ebenso große Rolle. Bleibt die Temperaturkurve also an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf dem gleichen Wert, der etwa 0,3 bis 0,6 Grad Celsius über der üblichen Temperatur der sechs vorangegangenen Tage liegt, hat der Eisprung offensichtlich schon stattgefunden. Deine fruchtbaren Tagen sind dann vorbei. Du musst allerdings beachten, dass Krankheit, Alkohol, Medikamente, Stress und Schlafmangel Deine Körpertemperatur beeinflussen können. Die Temperaturkurve ist also nicht für Frauen geeignet, die einen sehr stressigen oder unregelmäßigen Tagesablauf haben. Sie verlangt zudem ein gewisses Maß an Gewissenhaftigkeit und Disziplin. Aber die Mühe lohnt sich: Diese Methode hat als natürliches Verhütungsmittel einen Pearl-Index von 0,8 bis 3. Der Pearl-Index beschreibt die Chance auf eine Schwangerschaft bei der Verwendung der verschiedenen Verhütungsmethoden. Das bedeutet, dass ein Pearl-Index von 1 darauf verweist, dass von 100 Frauen, die diese Verhütungsmethode anwenden, eine Frau schwanger wird. In Kombination mit der Beobachtung des Zervixschleims oder des Muttermunds wird die Temperaturkurve von Wissenschaftlern als sehr sicher eingestuft. Diese sogenannte symptothermale Methode hat dann sogar einen Pearl-Index von nur 0,3. Gleichzeitig kannst Du mit der Temperaturkurve aber auch sehr genau herausfinden, wann die Chancen für eine Schwangerschaft am besten stehen.

Gratis Schwangerschaftsnachweis durch Temperaturkurve

Die Temperaturkurve ist aber nicht nur nützlich, um herauszufinden, wann Deine fruchtbaren Tage sind. Zudem ermöglicht das Aufzeichnen einer Temperaturkurve es Dir auch, Deine Schwangerschaft ohne einen Test festzustellen. Denn wenn die Basaltemperatur achtzehn Tage lang über dem Normalwert bleibt, ist das ein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Dann hat eine Befruchtung bereits stattgefunden und Dein Kinderwunsch ist schon fast erfüllt. Damit Du Dir aber ganz sicher sein kannst, solltest Du trotzdem einen Schwangerschaftstest durchführen.

Die Temperaturkurve hilft Dir dabei, herauszufinden, wann Deine fruchtbaren Tage sind, denn zum Zeitpunkt des Eisprungs steigt Deine Temperatur an. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten, ist es wichtig, dass Du die Temperatur immer morgens zur gleichen Zeit misst. Du kannst die Temperaturkurve sowohl als Verhütungsmethode als auch bei einem bestehenden Kinderwunsch einsetzen.

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