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Lieblingskind: Darf ich als Mutter ein Kind bevorzugen?

Lieblingskind

Ein tröstendes Wort mehr. Etwas mehr Lob für das selbst gemalte Bild. Ein Küsschen zwischendurch... Erwischt ihr euch als Eltern auch manchmal dabei, eines eurer Kinder zu bevorzugen? Dann habt ihr vielleicht ein Lieblingskind. Damit seid ihr nicht allein! Wir haben uns das Phänomen Lieblingskind mal etwas genauer angeschaut.

Was ist ein Lieblingskind?

Unter Geschwistern herrscht ein ganz besonderes Verhältnis: Einerseits können sie nicht ohneeinander, andererseits buhlt jeder für sich um eure Aufmerksamkeit. Und natürlich gibt es auch unter Geschwistern Streit und Machtkämpfe. Trotzdem lieben wir Eltern unsere Kinder. Manchmal kommt es vor, dass wir eines unserer Kinder bevorzugen. Ist das der Fall, spricht man von einem Lieblingskind. Hättest du gedacht, dass 70 Prozent der Väter und 65 Prozent der Mütter angeben, ein Lieblingskind zu haben? Das hat eine Studie der University of California gezeigt. Interessant dabei: Bei Vätern ist es meist die jüngste Tochter, bei Müttern der älteste Sohn.

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Warum bevorzugen manche Eltern ein Kind?

Du glaubst, dass du ein Lieblingskind hast? Oder bist du der Meinung, dass dein Partner eines eurer Kinder bevorzugt? Das kann tatsächlich der Fall sein. Aber warum kommt es eigentlich dazu? Das kann unter anderem folgende Ursachen haben:

  • Evolution: Zugegeben, dies ist kein romantischer Grund. Aber er kann erklären, warum Eltern Lieblingskinder haben. Schauen wir uns dazu mal kurz das Tierreich an: Hier überlebt nur der stärkste Nachwuchs. Zu schwache Tiere fallen stärkeren zum Opfer. Übertragen auf unsere Kinder heißt das: Eltern präferieren oft die Kinder, bei denen bestimmte Wesensmerkmale besonders stark ausgeprägt sind. Dabei handelt es sich um ganz persönliche Präferenzen – bei einen kann es die Gesundheit sein, bei anderen der Ehrgeiz oder der Mut.
  • Ähnlichkeit: Damit sind wir auch schon beim zweiten Grund angekommen, der aus Kindern Lieblingskinder machen kann. Viele Mamas und Papas sehen in ihrem Lieblingskind ein „Mini-me“ – also in gewisser Weise ein Spiegelbild ihrer selbst. Neben äußeren Merkmalen kann es sich dabei auch um Einstellungen, Wertvorstellungen oder aber auch Hobbys handeln, die Eltern und Lieblingskind teilen und so für eine besonders starke Verbindung sorgen.
  • Wunschkinder: Gerade Eltern, die lange versucht haben, schwanger zu werden oder sogar die Kinderwunschklinik besucht haben, machen das Erstgeborene manchmal zum Lieblingskind. Das ist ja auch kein Wunder, schließlich war es ein langer Weg bis zum Babyglück. Das heißt natürlich nicht, dass die Geschwisterkinder nicht auch geliebt werden. Aber das erste Wunder und alles Drumherum bleibt wohl für solche Eltern immer etwas ganz Besonderes.

Hat man als Mutter ein Lieblingskind?

Eines vorweg: Nicht jede Mutter hat ein Lieblingskind. Viele Eltern berichten auch, dass jedes ihrer Kinder so unterschiedlich ist und sie damit gar nicht ausmachen können, welches sie mehr schätzen. Manchen Müttern und Vätern ist es aber auch gar nicht so bewusst, dass sie insgeheim ein Lieblingskind haben. Andere Eltern geben es nicht zu, ein Lieblingskind zu haben.

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Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich ein Lieblingskind habe?

Dir ist bewusst, dass du ein Lieblingskind hast? Dann fragst du dich vielleicht, ob du eine schlechte Mutter bist. Keine Sorge: Nur weil das so ist, liebst du deine Kinder nicht mehr oder weniger. Vergesst auch nicht: Oft kommt es allein schon durch den Altersunterschied dazu, dass ihr in manchen Situationen ein Kind bevorzugen müsst. Wenn euer großes Kind abends länger aufbleiben und damit Exklusivzeit mit euch verbringen darf, ist es noch lange kein Lieblingskind. Dieser Umstand ergibt sich allein aus dem Altersunterschied und hat nichts mit Bevorzugung zu tun.

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Unser Tipp: Ihr habt das Gefühl, dass sich eines eurer Kinder benachteiligt fühlt? Dann sucht das offene Gespräch. Manche Kinder öffnen sich besser, wenn sie mit einem Elternteil alleine sprechen können.

Schadet es den anderen Geschwistern, wenn wir ein Lieblingskind haben?

Entwicklungspsychologen sind der Meinung, dass Eltern nur phasenweise Lieblingskinder haben – etwa wenn eines der Kleinen gerade krank ist und besondere Aufmerksamkeit braucht. Das ist ganz normal und darunter wird auch die Psyche der anderen Geschwisterkinder nicht leiden. Wichtig für die Entwicklung aller Kinder ist: Sie sollten sich innerhalb der Familie gerecht und fair behandelt fühlen. Ihr habt das Gefühl, das nicht hinzubekommen? Dann holt euch professionelle Hilfe – etwa bei einem Beratungsgespräch bei ProFamilia oder einer anderen Anlaufstelle.

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Kaum eine Mutter gibt es gerne zu: Ich habe ein Lieblingskind. Dass das aber gar keine Seltenheit ist, wisst ihr jetzt. Und damit konnten wir euch hoffentlich auch eure Bedenken hinsichtlich dieses Tabuthemas nehmen.

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Bildquelle: GettyImages/Liderina

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