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Rotaviren-Impfung jetzt für alle Kinder empfohlen

Bekämpfung von Rotaviren

Rotaviren-Impfung jetzt für alle Kinder empfohlen

Der aktuelle Impfkalender, der jetzt im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht wurde, enthält eine Neuerung zur Rotaviren-Impfung: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nun, alle Kinder gegen Rotaviren impfen zu lassen.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts müssen jährlich ca. 20.000 Kinder wegen einer Infektion mit Rotaviren im Krankenhaus behandelt werden. Rotaviren lösen schwere Magen-Darm-Erkrankungen und anhaltende Durchfälle aus, die besonders für kleine Kinder viele Risiken bergen. Etwa 50 Kinder müssen jährlich sogar auf der Intensivstation behandelt werden. Die STIKO empfiehlt daher jetzt, allen Kindern in Deutschland eine Rotaviren-Impfung zu ermöglichen.

Rotaviren-Impfung auch von Weltesundheitsorganisation (WHO) empfohlen

Mit ihren Empfehlungen hinsichtlich der Rotaviren-Impfung folgt die STIKO einer Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation, die seit 2009 eine Schluckimpfung gegen Rotaviren für alle Länder empfiehlt. Grund für die Empfehlung der Rotaviren-Impfung ist laut STIKO, dass Rotaviren im Gegensatz zu anderen Magen-Darm-Viren weitgehend resistent gegen Desinfektionsmittel und Seifen sind und sich ihre Verbreitung daher nur schwer durch Hygienemaßnahmen verhindern lässt. Eine breit gestreute Rotaviren-Impfung sei daher die beste Option zur Bekämpfung der Erkrankung. Seit 2006 stehen zwei orale Impfstoffe namens Rotarix® zur RotaTeq® zur Verfügung. Die gute Wirksamkeit der Rotaviren-Impfung ist laut STIKO durch mehrere klinische Studien belegt.

Vor der Impfung wird der Säugling gründlich untersucht.
Je früher die Rotaviren-Impfung erfolgt, desto geringer sind die Nebenwirkungen.

Risiken der Rotaviren-Impfung

Die Rotaviren-Impfung soll laut STIKO spätestens bis zur zwölften Lebenswoche begonnen und je nach Impfstoff bis zur 16. Lebenswoche (Rotarix®) bzw. zur 20. bis 22. Lebenswoche (RotaTeq®) abgeschlossen werden. Der frühe Zeitpunkt für die Rotaviren-Impfung erklärt sich daraus, dass das Risiko für sogenannte Darminvaginationen mit zunehmendem Alter der Kinder stark ansteigt. Bei Darminvaginationen handelt es sich um Einstülpungen eines Darmabschnittes in einen anderen, die den Blutkreislauf behindern und zu einem Darmverschluss führen können. Das Risiko von Darminvaginationen führte 1999 zur Rücknahme des ersten Impfstoffes gegen Rotaviren. Bei den neuen Schluckimpfungen soll das Risiko jedoch deutlich geringer sein – laut STIKO kommt es bei Rotarix® und RotaTeq® nur noch in 1 bis 2 Fällen pro 100.000 Impfungen zu Darminvaginationen. Da solche Komplikationen jedoch nicht auszuschließen sind, ist ein Arztbesuch dringend notwendig, falls bei einem Kind nach einer Rotaviren-Impfung Bauchschmerzen, Erbrechen und blutiger Stuhl auftreten sollten.

Rotaviren verursachen schwere Magen-Darm-Beschwerden und ihre Verbreitung lässt sich nur schwer durch Hygienemaßnahmen eindämmen. Die STIKO empfiehlt daher jetzt eine frühzeitige Rotaviren-Impfung für alle Kinder. Ein Risiko der Rotaviren-Impfung besteht darin, dass sie Darminvaginationen auslösen kann. Wenn Eltern sich für die Rotaviren-Impfung entscheiden, sollten sie ihr Kind in den ersten Tagen nach der Impfung daher gut beobachten.

Bildquelle: Evgenyatamanenko | Dreamstime.com

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