Wenn die Geburt beginnt

Blasensprung

Blasensprung

Je näher der berechnete Entbindungstermin rückt, desto wahrscheinlicher sind die ersten Anzeichen für eine Geburt. Die meisten Frauen haben in dieser Zeit erste Wehen und es kann auch jederzeit passieren, dass die Fruchtblase platzt. In diesem Fall spricht man vom Blasensprung. Wenn es so weit ist, solltest Du umgehend in das nächstgelegene Krankenhaus fahren, denn das Platzen der Fruchtblase ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Geburt Deines Kindes unmittelbar bevorsteht.

Was passiert beim Blasensprung?

Der Geburtstermin ist ein Moment, den die meisten werdenden Eltern ungeduldig herbeisehnen. Je näher die Geburt rückt, desto mehr Anzeichen stellen sich bei einer Schwangeren ein: Vorwehen, Senkwehen, schließlich Geburtswehen und der Blasensprung. Dieser ist ein sicherer Indikator für die bevorstehende Geburt. Bemerkst Du ihn, solltest Du auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gefahren werden. Denn nach dem Platzen der Fruchtblase wird die Geburt in der Regel innerhalb der nächsten 24 Stunden beginnen. Bei einem Blasensprung öffnet sich Deine Fruchtblase und das Fruchtwasser tritt aus, in dem Dein Baby neun Monate herangewachsen ist. Normalerweise ist der Blasensprung von Wehen begleitet, die die Geburt ankündigen. Solltest Du trotz der Öffnung der Fruchtblase keine Wehen verspüren, wird die Geburt innerhalb der nächsten 6 bis 24 Stunden künstlich eingeleitet. Die Geburtseinleitung ist notwendig, um ein gesundheitliches Risiko für Dein Baby und mögliche Komplikationen bei der Geburt auszuschließen.

Video: So erkennst Du, dass Dein Baby kommt

Neben dem Blasensprung gibt es noch weitere Anzeichen, dass die Geburt beginnt. Welche das sind, erfährst Du im Video.

So macht sich der Blasensprung bemerkbar

Du brauchst keine Angst vor dem Platzen der Fruchtblase zu haben, denn ein Blasensprung ist nicht schmerzhaft, da die Fruchtblase keine Nerven enthält. Er ist in etwa mit dem Gefühl vergleichbar, wenn Du es bei dringendem Harndrang nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffst. Der Unterschied zum Wasser lassen liegt darin, dass Du einen Blasensprung nicht durch Muskelspannung aufhalten kannst. Zusätzlich unterscheidet sich das Fruchtwasser von Urin, da es eine hellere Farbe hat. Wie viel Fruchtwasser auf einmal aus der Fruchtblase austritt, ist dabei immer von der Größe des Risses in der Fruchtblase und der Lage Deines Babys abhängig. Häufig ist der Blasensprung eher unauffällig und es treten statt einem großen Schwall nur ein paar Tropfen Fruchtwasser aus.

Blasensprung: Mögliche Komplikationen

Wenn der Blasensprung erfolgt ist, solltest Du zunächst einmal Ruhe bewahren und Dich umgehend auf den Weg ins Krankenhaus machen, da nun eine erhöhte Komplikationsgefahr besteht: Zwar wird Dein Baby nach einem Blasensprung noch immer über die Nabelschnur mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, trotzdem können Keime ohne das schützende Fruchtwasser leichter zu ihm gelangen. Dadurch besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Geburt sollte daher innerhalb der nächsten 24 Stunden beginnen. Zudem kann die Nabelschnur ohne Fruchtwasser nach unten rutschen und so bei der Entbindung für Komplikationen sorgen. Drückt Dein Baby mit seinem Kopf beispielsweise gegen eine nach unten verrutschte Nabelschnur, kann seine Sauerstoffversorgung beeinträchtigt werden.

Was passiert, wenn es nicht zu einem Blasensprung kommt?

Es kann auch vorkommen, dass die Fruchtblase vor der Geburt gar nicht platzt und somit kein Blasensprung erfolgt. Sollten Deine Wehen schon eingesetzt haben und Dein Baby in der Fruchtblase noch immer von Fruchtwasser umgeben sein, ist das jedoch kein Grund zur Beunruhigung, denn Ärzte haben die Möglichkeit, den Blasensprung manuell einzuleiten. Dieser Vorgang nennt sich Blasensprengung oder Amniotomie. Der Arzt oder die Hebamme öffnet die Fruchtblase dabei mit einem kleinen Häkchen, so dass das Fruchtwasser ablaufen und die Entbindung beginnen kann. Da die Fruchtblase keine Nerven enthält, ist die Blasensprengung für Dich nicht mit Schmerzen verbunden.

Der vorzeitige Blasensprung

Von einem vorzeitigen Blasensprung ist die Rede, wenn die Fruchtblase lange vor dem errechneten Entbindungstermin platzt. Er kann zum Beispiel durch Infektionen im Genitalbereich ausgelöst werden. Je nach Schwangerschaftswoche kann der vorzeitige Blasensprung eine Gefahr für Dein Baby darstellen. Ärzte und Hebammen raten bei einem vorzeitigen Platzen der Fruchtblase dazu, dass Du Dich in die Seitenlage begibst und wartest, bis der Blasensprung vorüber ist. Die leichte Seitenlage dient als Vorsichtsmaßnahme und soll verhindern, dass sich die Nabelschnur um den Hals Deines Babys legt. Außerdem soll durch diese Position die Sauerstoffzufuhr Deines Babys weiterhin gewährleistet und gleichzeitig das Risiko verringert werden, dass es sich auf die Nabelschnur legt. Bei einem vorzeitigen Blasensprung solltest Du Dich umgehend mit Deiner Hebamme oder Deinem behandelnden Arzt in Verbindung setzen. Denn auch beim früheren Platzen der Fruchtblase gilt: Wenn es erst einmal zum Blasensprung gekommen ist, steht die Geburt Deines Babys unmittelbar bevor.

Der Blasensprung ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass die Geburt Deines Babys unmittelbar bevor steht. Wenn Deine Fruchtblase geplatzt ist, solltest Du Dich deshalb umgehend in ein Krankenhaus begeben, um dort alle notwendigen Schritte für die Entbindung einzuleiten. Wird der Blasensprung nicht von Wehen begleitet, wird die Geburt in der Regel innerhalb von 6 bis 24 Stunden eingeleitet.

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