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Geburtsphasen im Überblick: Von der ersten Wehe bis zum Kind

Neun Monate hast du auf diesen Moment gewartet – und jetzt geht es endlich los! Vielleicht bist du schon ganz aufgeregt, vielleicht hast du aber auch etwas Angst. Wir erklären dir, durch welche Geburtsphasen du jetzt musst und wie sich diese bemerkbar machen.

Was gibt es für Geburtsphasen und wie lange dauern sie?

Jede Geburt ist anders, aber wenn du dein Baby vaginal auf die Welt bringst, durchläufst du in der Regel vier Phasen von der ersten Wehe bis zum Kind:

Latenz- und Eröffnungsphase

Während der Latenzphase bereitet sich dein Körper mit leichten Wehen auf die Geburt vor. Dein Muttermund öffnet sich dabei bis zu drei Zentimeter. Manche Frauen bekommen davon gar nichts mit. Du bist dir unsicher, ob es sich bei dir schon um „echte Wehen“ handelt? Dann mach den Badewannentest: Entspannen sich die Wehen im warmen Wasser, handelt es sich noch um Senk- und Übungswehen. Lassen die Wehen nicht nach und werden stärker, befindest du dich bereits in der Eröffnungsphase. Kommen die Wehen in einem Abstand von drei bis sechs Minuten, solltest du dich auf den Weg ins Krankenhaus machen bzw. deine Hebamme anrufen. Die Eröffnungsphase kann zwischen sechs und zwölf Stunden dauern und ist damit die längste aller Geburtsphasen.

Übergangsphase

In dieser Phase werden die Wehen stärker, dein Muttermund öffnet sich auf bis zu zehn Zentimeter. Auch Übelkeit und Zittern können in dieser Phase auftreten. Du merkst, dass du dich zwischen den Wehen kaum mehr entspannen kannst. Diese Geburtsphase ist meist sehr kurz, dafür aber heftig.

Austreibungs- oder Durchtrittsphase

Sobald der Muttermund vollständig geöffnet ist, befindest du dich in der Austreibungsphase. Du wirst einen enormen Druck nach unten und in Richtung Enddarm spüren, der dich reflexartig zum Pressen bringt. Die Wehen erreichen jetzt ihren Höhepunkt – aber auch dein Oxytocinspiegel, sodass du dich unglaublich stark fühlst. Wende verschiedene Atemübungen an oder versuche unterschiedliche Geburtspositionen, um dir die Schmerzen zu mildern. Meistens ist der Kopf des Babys mit wenigen Presswehen geboren. Diese Phase dauert in der Regel zwischen 20 und 60 Minuten.

Nachgeburtsphase

Dein Baby ist da – und du bist überglücklich. Dank dieses Hormoncocktails bekommen viele Mütter überhaupt nicht mit, dass die Plazenta geboren wird. Diese löst sich in den meisten Fällen von ganz alleine von der Gebärmutter ab, sobald dein Baby da ist und wird mit Nachwehen innerhalb der ersten 30 Minuten nach der Geburt geboren.

Wusstest du’s: Die Fruchtblase kann schon vor Wehenbeginn platzen. Tut sie das nicht, platzt sie in der Regel während der Eröffnungsphase.

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Geburtsphasen: Welche tut am meisten weh?

In den meisten Fällen ist die Austreibungsphase die schmerzhafteste. Denn wenn dein Baby vaginal auf die Welt kommt, muss es dafür durch den Geburtskanal. Dabei werden Geburtskanal und Dammbereich extrem gedehnt. Es sind jetzt also nicht mehr primär die Wehen, die schmerzen, sondern die Dehnung. Dafür kannst du jetzt selbst aktiv werden und pressen. Viele Mütter empfinden das als Erleichterung.

Gut zu wissen: Manche Frauen empfinden die Geburt als sehr schmerzhaft, andere hingegen berichten nur von einem starken Druck. Mach dich vorher nicht verrückt, sondern versuche, dich auf die Geburt deines Babys zu freuen.

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Wie fühlen sich Eröffnungswehen an?

Eröffnungswehen kommen etwa im Abstand von 20 bis 30 Minuten und sind vor allem zu Beginn noch sehr schwach. Im Laufe der Eröffnungsphase werden die Wehen dann immer stärker und die Abstände kürzer, bis sie gegen Ende alle zwei bis drei Minuten kommen und etwa eine Minute andauern. Mit jeder Wehe wird dein Baby mit dem Kopf gegen den Muttermund gedrückt, sodass sich dieser öffnet. Das kannst du als ziehenden oder auch stechenden Schmerz wahrnehmen – vom Rücken bis in den Schambereich.

Gut zu wissen: Viele Frauen bemerken während der Eröffnungswehen auch einen harten Bauch.

Die Geburt deines Kindes ist ein einzigartiges und überwältigendes Erlebnis. Begegne ihr mit Respekt, aber Vertrauen. Dein Körper hat alles, um dein Baby auf die Welt zu bringen. Und sei dir bewusst: Jede Wehe bringt dich deinem Baby näher.

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Bildquelle: GettyImages/AleMoraes244

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