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Intensivmediziner fordern Corona-Impfungen auch für Schwangere

Mehr Infektionen

Intensivmediziner fordern Corona-Impfungen auch für Schwangere

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfstoffe aktuell nicht für Schwangere. Dafür gibt es aktuell noch zu wenige Daten. Da sich jedoch immer mehr Schwangere mit dem Virus infizieren und auch schwere Krankheitsverläufe aufweisen, fordern Intensivmediziner nun, die Impfungen auch für Schwangere zuzulassen.

Laut Intensivmedizinern des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) kam es in den letzten Wochen zu immer mehr Einweisungen von Schwangeren, die sich mit SarsCov2 infiziert haben. Für Schwangere bestehe ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Aktuell können Schwangere zwei Kontaktpersonen impfen lassen. Diese sind laut Impfverordnung in der Risikogruppe 2, die in den meisten Bundesländern bereits seit einigen Wochen geimpft wird. Schwangere selbst werden laut offizieller Empfehlung allerdings nicht geimpft. Der Direktor der Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, spricht sich gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) dafür aus, das nun zu ändern.

Deshalb gibt es immer mehr Infektionen bei Schwangeren

Für die immer häufiger auftretenden Infektionen bei Schwangeren sieht Stefan Kluge mehrere Gründe. Während 2020 nur eine schwangere Frau mit Covid19 auf der Intensivstation des UKE behandelt wurde, waren es 2021 allein in den ersten Monaten des Jahres schon sieben. Das dürfte vor allem an der ansteckenderen Variante B.1.1.7. liegen. Schwangere Frauen könnten sich unter anderem bei ihren eigenen Kindern, die zur Schule oder in den Kindergarten gehen, anstecken. Während der Schwangerschaft ist das Immunsystem grundsätzlich etwas herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert. Schwangere könnten sich deshalb leichter anstecken und auch schwerere Verläufe erleiden.

Nutzen der Impfung größer als Risiko?

Laut dem Hamburger Intensivmediziner ist der Nutzen einer Impfung deshalb aktuell höher als das Risiko, allerdings betont er auch, dass das Risiko nicht gleich Null ist. Es muss deshalb im Einzelfall abgewogen werden. Laut Stiko ist etwa bei Vorerkrankungen nach Kosten-Nutzen-Abwägung und ausführlicher Aufklärung eine Impfung von Schwangeren möglich. In mehreren anderen Ländern werden Schwangere bereits standardmäßig mit mRNA-Impfstoffen gegen SarsCov2 geimpft. Aus diesen Ländern könnte es dementsprechend bald neue Daten zum Risiko geben. In Deutschland wird Schwangeren nicht grundsätzlich von Impfungen abgeraten. Die Grippeimpfung etwa, wird für sie empfohlen.

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