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Wie geht es weiter?

9-Euro-Ticket: Verkehrsminister Wissing kündigt Nachfolgelösung an!

Das 9-Euro-Ticket war ein voller Erfolg und kam deutlich besser an, als zunächst erwartet. Insgesamt wurden laut aktuellen Daten 52 Millionen Tickets zusätzlich zu den bestehenden Abos verkauft. Viele Menschen wünschen sich trotz teils überfüllter Züge eine Verlängerung der Aktion. Vorschläge gab es bisher viele – Finanzminister Christian Lindner sträubte sich jedoch gegen die Finanzierung einer Nachfolgelösung. Nun soll sein FDP-Parteikollege, Verkehrsminister Volker Wissing, ihn doch noch von der Finanzierbarkeit überzeugt haben.

Update, 1.9.2022: Volker Wissing kündigt Nachfolgelösung an

Ab heute müssen Nutzer*innen des bundesweiten Regional- und Nahverkehrs wieder reguläre Tickets ziehen. Doch hoffentlich nicht allzu lange. Denn Verkehrsminister Volker Wissing kündigte gegenüber dem Deutschlandfunk an, dass es ein modernes ÖPNV-Ticket als Anschlusslösung an das 9-Euro-Ticket geben werde. Darüber, wann dieses Ticket kommen und wie viel es kosten soll, machte er hingegen noch keine klare Ansage. Zunächst müsse eine gemeinsame Finanzierung mit Bund und Ländern erarbeitet werden. Zuletzt hatte sich Finanzminister Christian Linder gegen eine Finanzierung des Tickets durch den Bund gestellt. Nun scheint er dem gegenüber jedoch offen. „Ich habe ihn davon überzeugt, dass es ein weiteres, moderneres Ticket geben muss und deswegen werden wir uns dafür einsetzen, dass es nicht wieder zum Rückfall in die alten Tarifstrukturen kommt, so wie jetzt kurzfristig ab dem 1. September.“

Volker Wissing plant nicht nur ein weiteres günstiges ÖPNV-Ticket, sondern eine komplette Umstrukturierung und Digitalisierung der Tarifstrukturen im ÖPNV.

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Update, 22.7.2022: Verlängerung des 9-Euro-Tickets bis Oktober?

Bis ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket kommt, könnte es noch eine Weile dauern. Das machte Verkehrsminister Volker Wissing klar. Er geht erst Ende des Jahres von einem dauerhaften Nachfolger-Ticket aus. Für die Zwischenzeit setzt der VDV sich nun für eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets zu den jetzigen Konditionen im September und Oktober ein. Das erklärte Oliver Wolff, der Hauptgeschäftsführer des Verbands, nun gegenüber der Süddeutschen Zeitung. So könnten Verbraucher*innen weiter entlastet werden und Politik und Verkehrsunternehmen hätten genügend Zeit, an einer praktikablen Nachfolgelösung zu arbeiten.

Update, 19.7.2022: Das plant der Verkehrsminister

Der FDP-Verkehrsminister Volker Wissing war zunächst kein Fan der Idee eines dauerhaft vergünstigten Nahverkehrstickets. Mittlerweile ist er jedoch nicht mehr abgeneigt. Mit der deutschen Presseagentur sprach er nun über eine Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket, das er selbst als großen Erfolg bewertet. Wichtig sei ihm jedoch, zunächst eine Auswertung aller Daten zu machen. „Was sind die Erfahrungen damit? Welche Rolle spielt der Preis? Welche Rolle spielt das einfache Handling oder die deutschlandweite Geltung? Da wird ja sehr viel gemutmaßt, aber so richtig weiß man es nicht. Darum brauchen wir die Ergebnisse der Evaluation.“ Mit denen rechne er allerdings erst im November. Ein vergünstigtes Ticket direkt im Anschluss an das 9-Euro-Ticket werde es damit wohl nicht geben. Liegen die gewünschten Daten jedoch vor, könnte es laut Wissing schnell gehen. „Wir haben ja gesehen, dass wir innerhalb weniger Wochen einen Vorschlag auf den Tisch legen und ein digitales Ticket anbieten konnten. Insofern bin ich optimistisch, dass es auch dieses Mal schnell gehen kann.“

Auf eine konkrete Lösung wollte der Verkehrsminister sich allerdings noch nicht festlegen. Zur Debatte stehen aktuell unter anderem ein 365-Euro-Jahresticket oder ein deutschlandweit gültiges Monatsticket für 69 Euro. Für Wissing sei wichtig, dass die neue Lösung gut finanzierbar ist. „Wir brauchen ein Modell, das in die Haushalte der Länder und auch in den Haushalt des Bundes passt.“

Update, 15.7.2022: Klima-Ticket schon ab September?

Zur Halbzeit des 9-Euro-Tickets verkündet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Neuigkeiten zu einem möglichen Nachfolger: Schon ab September 2022 könnte das neue Klima-Ticket auf den Markt kommen! VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff teilte am vergangenen Abend folgende Infos mit der Öffentlichkeit: „Ausgehend von der Prämisse, dass die ÖPNV-Tarife der Verkehrsverbünde für das Gros der Fahrgäste weiterhin attraktiv sein werden, schlagen wir insbesondere für diejenigen, die sich in der Marktforschung als relevante Zielgruppe erwiesen haben – zahlungswillige Autofahrerinnen und -fahrer –, ein bundesweit gültiges ÖPNV-Klimaticket für 69 Euro pro Monat als einfache Fahrtberechtigung der zweiten Klasse vor.“

Die neue Fahrkarte soll genau wie das 9-Euro-Ticket bundesweit für den öffentlichen Personennahverkehr gültig sein – allerdings nicht nur für ein paar Monate, sondern dauerhaft. Ein weiterer Unterschied bestehe laut der FAZ darin, dass das Klima-Ticket nicht automatisch für Abonnenten gelten soll, sondern eine zusätzliche Option ist und jeder Fahrgast selbst entscheidet, ob er das Ticket benötigt. Wie Oliver Wolff betont, sei es der Branche möglich, „ab dem 1. September ein solches Klima-Ticket anzubieten“. Hierfür sei allerdings ein entsprechender Antrag seitens der Politik nötig und auch bezüglich der Finanzierung durch den Bund müsse noch eine nachhaltige Lösung gefunden werden.

Update, 30.6.2022: Klima-Ticket im Klimaschutzsofortprogramm

Wie das Handelsblatt kürzlich berichtete, ist eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets, wie es bisher besteht, zwar eher unwahrscheinlich, dafür arbeite die Bundesregierung an einem sogenannten Klima-Ticket. So heißt es laut Handelsblatt im Entwurf des Klimaschutzsofortprogramms, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs solle durch tarifliche Maßnahmen dauerhaft gesteigert werden, „z.B. anschließend an das befristete ‚9 für 90‘-Ticket mit veränderten Konditionen durch ein vergünstigtes Klima-Ticket als einheitliche Länder-Nahverkehrs-Monats- bzw. Jahreskarte." Für gewöhnlich sind die Länder und Kommunen und nicht der Bund für den öffentlichen Nahverkehr zuständig. Im Entwurf heißt es jedoch, der Bund wolle das Klima-Ticket finanziell unterstützen.

In welcher Form das möglich ist, müsse allerdings noch geprüft werden. Und auch, ob alle beteiligten Parteien mit diesem Entwurf einverstanden sind, bleibt fraglich. FDP-Verkehrsminister Volker Wissing sprach sie zuletzt klar gegen eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets aus und auch sein Parteikollege und Finanzminister Christian Lindner, kündigte an, dass Förderungen wie diese mit der Rückkehr zur Schuldenbremse im kommenden Jahr wohl kaum möglich sein.

Bevölkerung wünscht sich Verlängerung des 9-Euro-Tickets

70 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des Insa-Instituts im Auftrag von Bild am Sonntag sind für eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets. Auch in der Opposition gibt es viele Fürsprecher. Die Parte Die Linke fordert eine Verlängerung des Tickets zumindest bis Ende des Jahres. Die Bundesregierung hingegen lehnte diese Möglichkeit bisher klar ab. Schon Mitte Mai positionierte man sich diesbezüglich und gab in einer Pressemitteilung an, aktuell weder ein Tempolimit, noch eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets zu planen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Daniela Kluckert (FDP), begründete dies mit den damit verbundenen Kosten. „Angesichts begrenzter finanzieller Mittel werde es 'Stand heute' bei der einmaligen Reduzierung bleiben“, wird sie in der Pressemitteilung zitiert.

Im Video erklären wir dir nochmal, wie genau das 9-Euro-Ticket funktioniert:

9-Euro-Ticket: So geht’s günstig quer durch Deutschland Abonniere uns
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Kommt nun doch die Verlängerung des 9-Euro-Tickets?

In der Grünen-Fraktion sieht man das offenbar etwas anders. Gegenüber der Bild am Sonntag äußerte Lang, dass sie eine Verlängerung oder zumindest ein alternatives Angebot nicht ausschließe. Allerdings gibt es für sie dafür eine Bedingung: „Wir lassen jetzt untersuchen, ob Menschen wegen des Tickets wirklich vom Auto auf die Bahn umsteigen. Sollte das so sein, müssen wir in der Koalition unbedingt darüber reden, wie wir an diesen Erfolg anknüpfen können.“ Eine Verlängerung des Tankrabatts, der parallel zum 9-Euro-Ticket eingeführt werde, schließe sie hingegen aus.

Offizielle Zahlen dazu, wie sich das 9-Euro-Ticket tatsächlich auf Autofahrer auswirkt, gibt es noch nicht. Im ARD-Deutschlandtrend vom Anfang des Monats gaben 23 Prozent der Autofahrer an, durch das vergünstigte ÖPNV-Ticket weniger Auto fahren zu wollen.

Der Fernverkehr ist vom 9-Euro-Ticket leider ausgenommen. Doch auch hier kannst du aktuell richtig sparen. Die Bahn hat aktuell eine Super-Sparpreis-Aktion, bei der es Fernverkehrstickets für ausgewählte Strecken bereits ab 12,90 Euro gibt!

Urlaub mit dem 9-Euro-Ticket: Die besten Routen & Ziele in Deutschland

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Bildquelle: iStock/mathess

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