Kokosnuss: Harte Schale, leckerer Kern!

Wer hat die...

Kokosnuss: Harte Schale, leckerer Kern!

Meike Leyerle am 30.10.2014

Wer kennt ihn nicht, den Kindergartendauerbrenner von der geklauten Kokosnuss und der Affenbande, die unbedingt herausfinden will, wer die Frucht gestohlen hat. Wenn man weiß, wie lecker und vielseitig die Kokosnuss ist, ist die Aufregung der Affen sehr gut nachvollziehbar. Kaum eine andere Frucht ist so exotisch und kommt gleichzeitig bei so vielen Genießern gut an. Doch was steckt hinter der harten Schale? Wir klären auf – alles, was Du über die Kokosnuss wissen musst.

Jede Kokosnuss wächst an einer Kokospalme, die zu den Heißblütern der Pflanzenwelt gehören. Es muss schon eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 27 Grad Celsius sein, damit sich die Palme wohlfühlt. Damit sie aber auch reichlich Früchte trägt, braucht sie jede Menge Wasser, trotz der heißen Temperaturen darf es also nicht an Regen mangeln. Da ist es nur logisch, dass Kokospalmen vor allen in den tropischen Regionen dieser Erde – also zum Beispiel auf den Philippinen, Sri Lanka, an den Küsten Südamerikas oder Teilen Asiens – wachsen und gedeihen. In unseren Breitengraden hätten die Bäume keine Überlebenschance, wer also eine frische Kokosnuss genießen will, muss entweder in den Urlaub fliegen oder sich einen Supermarkt mit ausladender Obsttheke suchen. Der Name der Kokosnuss ist übrigens ganz schön irreführend, denn eine Kokosnuss ist biologisch gesehen gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht. Und das, was da im Supermarkt auf die Genießer wartet, ist nur ein Teil der Kokosnuss: Die ganze Frucht besteht aus drei Fruchtblättern, sogenannten Karpellen, die zusammen die ovale Form der ganzen Kokosnuss ergeben. Unter diesen Fruchtblättern, die in unreifem Zustand leuchtend grün sind, versteckt sich der hohle Kern der Kokosnuss. Dieser wiederum besteht aus der Samenschale, an der das köstliche Fruchtfleisch, wegen dem viele Feinschmecker die Kokosnuss so lieben, wächst. Auch das Kokoswasser befindet sich in diesem Kern.

Coconut and coconut pieces

Herrlich exotisch und immer lecker: die Kokosnuss

Im Gegensatz zu ihren Kollegen aus dem Obstregal wird die Kokosnuss bereits geerntet, wenn sie noch nicht reif ist, denn dann enthält sie am meisten Kokoswasser. In vielen Anbaugebieten ist diese Erfrischung eine wichtige Ergänzung zum Trinkwasser und macht die Kokosnuss so beliebt. Um die begehrte Frucht von der Palme zu bekommen, verwenden die Erntehelfer entweder ein Messer, das sie an einem langen Stab befestigen oder sie klettern kurzerhand den Stamm des Baumes hoch und drehen die Früchte vorsichtig von der Pflanze ab. In Malaysia und anderen Anbauregionen helfen dressierte Affen bei der Ernte der Kokosnuss: Sie klettern flink die Palme hinauf und holen auf Zuruf Kokosnuss für Kokosnuss vom Baum. Diese werden dann entweder direkt verzehrt – oder sie machen sie auf die lange Reise gen Europa. Doch was tun, wenn eine köstliche Kokosnuss vor einem liegt, die ihr saftiges Inneres aber nicht preisgeben will? Den Hammer schwingen!

Zeig der Kokosnuss, wo der Hammer hängt

Das Öffnen einer Kokosnuss ist gar nicht so leicht – es braucht in jedem Fall eine ganze Menge Kraft. Zunächst musst Du das Kokoswasser aus der Frucht befreien, das geht am besten, in dem Du mit einem Korkenziehen eines der drei Keimlöcher, die jede Kokosnuss hat, anbohrst und das Wasser abfließen lässt. Aber auf keinen Fall wegschütten, denn aus dem erfrischenden Schluck lassen sich viele Köstlichkeiten zaubern! Und dann heißt es: Wo rohe Kräfte sinnvoll walten, kann auch keine Schale die Kokosnuss halten. Mit einem gereinigten Hammer schlägst Du immer wieder auf die Schale der Frucht und veränderst zwischendurch deren Position – so lange, bis es „Knack“ macht und die Kokosnuss aufbricht. Damit dabei weder die Küche noch Deine Finger leiden, legst Du die Frucht am besten auf ein großes Schneidebrett und stellst es auf den Boden, bevor Du die Frucht mit dem Hammer bearbeitest.

Wenn die Kokosnuss in einige Teile zersprungen ist, kannst Du das Fruchtfleisch von der Schale entfernen und anschließend die braune Samenhaut abziehen – und schon kannst Du Deine Kokosnuss genießen. Allerdings solltest Du Dir diese Vergnügen nicht allzu oft gönnen, zumindest wenn Du auf Deine Linie achten möchtest. Denn obwohl das Fruchtfleisch etwa zur Hälfte aus Wasser besteht, ist es mit etwa 350 Kalorien pro 100 Gramm nicht gerade ein leichter Fruchtsnack. Das liegt vor allem daran, dass rund 35 Gramm Fett in 100 Gramm Fruchtfleisch stecken. Dabei handelt es sich um die als ungesund geltenden gesättigten Fettsäuren, die den Ruf haben, sich negativ auf den Cholesterinspiegel und damit das Herz-Kreislauf-System auszuwirken. Daneben stecken aber immerhin auch noch 32 Milligramm Magnesium und 14 Milligramm Calcium im Fruchtfleisch, das Kokoswasser ist außerdem ein tüchtiger Kaliumlieferant. Man darf sich – ganz ohne schlechtes Gewissen – ab und an also auch mal etwas gönnen, und dazu zählen die vielen Köstlichkeiten rund um die Kokosnuss auf jeden Fall.

Kokosnuss in der Küche: Sie kann kochen, backen und mixen!

Aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss lassen sich jede Menge Leckereien herstellen, die Du dann, neben der frischen Frucht, im Supermarkt kaufen kannst. Am geläufigsten sind vermutlich die Kokosflocken, die in Kuchen, Cupcakes, Muffins oder anderem Gebäck eine gute und vor allem leckere Figur machen. Wer gerne asiatisch isst, kann mit Kokosmilch, die es heutzutage in (fast) jedem Supermarkt zu kaufen gibt, herrlich cremige Currys und Suppen zaubern oder Soßen für Saté-Spieße und andere Fleischgerichte zaubern. Im allmorgendlichen Müsli machen sich getrocknete Kokoschips besonders gut, denn sie sorgen für ein ganz neues Aroma und ergänzen sich perfekt mit Ananasstücken oder Apfelschnitzen. Für alle Fans cremiger Cocktails ist die Kokosnuss ebenfalls ein echter Hit, denn mit ihr, oder besser gesagt ihrer Milch, lassen sich neben einer klassischen Pina Colada noch viele weitere bunte und leckere Getränke mixen. Die Kokosnuss, beziehungsweise das, was man aus ihr gewinnen kann, peppt also viele Leckereien auf und sorgt ganz nebenbei immer für ein bisschen Exotik auf dem Teller.

Damit auch Du Dir den Hauch Südseefeeling in die eigenen vier Wände holen und die Kokosnuss immer wieder neu in Szene setzen kannst, haben wir für Dich eine bunte Auswahl großartiger Köstlichkeiten zusammengestellt, die alle mit dem Geschmack der Kokosnuss zu überzeugen wissen. Also lass Dir Deine Kokosnuss bloß nicht klauen!

Kokosnuss: Harte Schale, leckerer Kern!

 

Bildquelle: Thinkstock / LRArmstrong

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