Reis kochen: Die hohe Kunst von der Pike auf lernen

Sushi, Nasi Goreng, Risotto: Für all diese bekannten und beliebten internationalen Gerichte brauchst Du eine Hauptzutat – Reis. Doch um eine leckere Kreation mit dem asiatischen Klassiker auf den Tisch zu zaubern, musst Du nicht nur den passenden Reis für Dein Gericht finden, sondern ihn dann auch noch auf den Punkt kochen. Welche Reissorten es gibt und wie Reis kochen richtig funktioniert, wird Dir hier verraten!

Seit über 5000 Jahren zählt Reis in Asien als das Grundnahrungsmittel schlechthin und wird großflächig angebaut. Wegen seiner großen Popularität in China und Indien gelangte das Rispengras dann durch den Kolonialhandel nach Europa und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu den sieben wichtigsten Getreidesorten der Erde. Damit begann der Siegeszug des körnigen Klassikers: Mittlerweile ist Reis das Hauptnahrungsmittel für rund vier Milliarden Menschen und damit die Basis für viele interessante Gerichte. Auch die Reispflanze hat einen echten Sprung um den Globus gemacht: Das Getreide mit asiatischen Wurzeln braucht einen Platz an der Sonne und im wahrsten Sinne des Wortes nasse Füße, weil Reis im Wasser wächst. Da Reis diese Bedingungen in vielen Ländern geboten bekommt, wird er nicht mehr nur in Asien, sondern auch im großen Stil in den USA, Afrika, Portugal, Griechenland und sogar Frankreich angebaut. Reis hat also auf der ganzen Welt viele Fans und ist Hauptbestandteil leckerer Kreationen. Doch dank langwieriger Zucht gibt es weltweit unheimlich viele verschiedene Reissorten, die alle eine individuelle Kochzeit haben oder auf eine ganz bestimmte Art und Weise zubereitet werden müssen – dadurch wird Reis kochen zu einer echten Wissenschaft!

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Reis kochen wie die Proifs: So gelingt es garantiert!

Reis kochen: So gelingt Dir jede Sorte!

Was Du generell beim Reiskochen beachten musst, ist der Glutenanteil der Körner. Gluten ist ein Klebereiweiß, das die Konsistenz der beliebten Beilage beeinflusst. Während Europäer den körnigen und festen Reis favorisieren, der sehr stärkehaltig und glutenarm ist, lieben Asiaten dagegen klebrigen Reis. Deshalb gibt es im asiatischen Raum sogar spezielle Sorten, die nach dem Kochen als breiartige Masse serviert werden. Eine der beliebtesten Reissorten hierzulande ist der Parboiled-Reis. Seine Körner sind weiß und auch selbst nach dem Kochen sehr locker. Das Besondere an diesem Reis ist, dass 80 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe durch ein spezielles Verfahren in das Innere des Kornes gepresst werden. Diese gehen sonst bei dem normalen Schälverfahren verloren. Weißer Parboiled-Reis hat eine relativ kurze Garzeit und ist bereits nach etwa 20 Minuten servierfertig. Eine andere Reissorte, die immer wieder gerne auf den Tisch kommt, ist der Wildreis. Das Interessante an diesen fast schwarzen, langen Körnern ist, dass es sich bei ihnen eigentlich gar nicht um Reis handelt. Auch wenn der Name etwas anderes verheißt, sind Wildreiskörner Samen eines speziellen Wassergrases. Falls Du diesen etwas außergewöhnlichen Reis kochen möchtest, solltest Du etwas mehr Zeit einplanen, da er fast 45 Minuten gekocht werden muss. Doch sein nussiges Aroma wird Dich für die lange Wartezeit sicher entschädigen. Wer besonders viel Wert auf eine gesunde Ernährung legt, sollte sich dagegen an den langkörnigen, hellbraunen Naturreis halten. Das Besondere an diesem Reis ist, dass beim Schälen das feine Silberhäutchen auf den Körnern bleibt, das vom handelsüblichen weißen Reis beispielsweise entfernt wird. Diese Haut ist besonders vitaminreich. Auch wenn Du diesen Reis kochen möchtest, weil er mit seiner leicht herben Note perfekt zu Deinem Gericht passt, musst Du ihm etwa 35 Minuten zum Garen geben. Ein weiterer Reis, der vor allem dank der vielseitigen thailändischen Küche immer mehr Fans findet, ist der duftende Jasminreis. Nach einer Kochzeit von etwa 20 Minuten ist auch er feinkörnig und locker.

Reis kochen: Kochtopf oder Bambuskörbchen?

Da viele Menschen Angst haben, beim Reis kochen etwas falsch zu machen, entscheiden sie sich häufig für den sicheren Kochtopf. Dabei ist die Wasserreismethode die beliebteste Variante: Dafür gibst Du den Reis ähnlich wie Nudeln mit etwas Salz einfach in kochendes Wasser und gießt ihn nach der entsprechenden Garzeit durch ein sehr feines Sieb. Doch Du kannst die asiatischen Leckerbissen auch mit der traditionellen Quellmethode im Topf garen. Hierbei kommt der gewaschene Reis mit Wasser und Salz auf den Herd. Dann wird das Ganze langsam erhitzt. Die Wassermenge muss bei dieser Variante genau auf die Reissorte und ihr Gewicht abgestimmt sein, damit der Reis die Flüssigkeit tatsächlich aufsaugen kann. Diese Methode wird beispielsweise auch beim Zubereiten von Risotto genutzt. Um dem Reis noch eine gewisse Würze zu verleihen, kannst Du ihn auch in Brühe quellen lassen und dann noch mit etwas Butter abschmecken. Wenn Du beim Kochen von Reis jedoch auf traditionellen asiatischen Pfaden wandeln möchte, solltest Du dagegen lieber zu einem Bambusdämpfer greifen: Seit Jahrhunderten werden die schmackhaften Körner in China und Co. auf diese spezielle und sehr schonende Art und Weise gegart. Dafür musst Du nur ein dünnes Tuch in den Dämpfer legen und den Reis darauf schütten. Danach kommt der asiatische Küchenhelfer in einen Topf mit etwas Wasser. Wenn das Wasser anfängt zu kochen, wird der Reis schonend dampfgegart. Dadurch bleiben der körnigen Beilage auch ihre wertvollen Vitamine erhalten. Für alle, die beim Reis kochen auf eine möglichst unkomplizierte und einfache Methode zurückgreifen wollen, ist die Mikrowelle der perfekte Komplize! Die Körner kommen in ein mikrowellengeeignetes Gefäß mit Deckel und werden dann mit Wasser übergossen. In der Regel kommen beim Kochen von Reis auf 100 Gramm Reis 150 Milliliter Wasser. Dann muss der Deckel drauf und der asiatische Klassiker kommt zum Garen in die Mikrowelle. Je nach Reissorte kann die Kochzeit zwischen 15 und 45 Minuten variieren.

Reis kochen ist wirklich eine Kunst für sich, doch wenn Du ihn mit der passenden Methode auf den Punkt genau garst, gelingen Dir viele leckere Gerichte wie Paella, Nasi Goreng, Sushi, Risotto und Co. auf jeden Fall. Dabei muss nicht immer nur der einfache weiße Reis aus dem Beutel sein – trau Dich doch einfach mal an Wild-, Naturreis und Co.!

Bildquelle: Thinkstock / æä¹ ä½è¤


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Was denkst du?

  • TippiToppi am 13.08.2014 um 14:18 Uhr

    Ich mach mir um Reis kochen gar keinen Kopf, das erledigt nämlich mein Reiskocher zu meiner vollsten Zufriedenheit. Den gebe ich nie wieder her 😀

    Antworten
  • ellipirelli78 am 29.07.2014 um 10:44 Uhr

    Ich habe auch letztens erst wieder feststellen müssen, dass Reis kochen wirklich nicht immer gelingt. Obwohl Reis kochen an sich ja nun wirklich kein Hexenwerk ist! Verrückt:-)

    Antworten
  • veganpround1 am 28.05.2014 um 09:22 Uhr

    Reis kochen ist wirklich eine Kunst! Meine Freunde glauben mir das immer nicht, aber wenn der Reis nichts wird, dann kannst du den Rest auch vergessen.

    Antworten