ketchup sauce seasoning bottles products in supermarket shelves blurred background
Nina Rölleram 22.08.2018

Auch wenn Ketchup sicher nicht zu den gesündesten Lebensmitteln gehört, klingt eine Variante mit „50% weniger Zucker & Salz“ nach einer gesünderen Alternative. Heinz hat sogar gleich zwei zucker- und salzreduzierte Produkte im Sortiment: „Tomato Ketchup 50%“ und „Kids Tomato Ketchup“. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat nun aufgedeckt, dass diese Sorten identisch sind, für den Kinder-Ketchup aber bis zu 33 Prozent mehr verlangt wird.

„Gleicher geht’s nicht!“

Es gibt wohl kaum ein Kind, das nicht gerne Pommes mit Ketchup isst. Viele Eltern wollen ihren Kleinen diesen Genuss gönnen, greifen aber zu Kindervarianten, die nicht nur milder im Geschmack, sondern auch zuckerreduziert sind. Die Verbraucherzentrale hat jedoch genauer aufs Etikett geschaut und entdeckt, dass die „Erwachsenen-Sorte“ „Tomato Ketchup 50%“ und die „Kids-Variante“ nicht nur die exakt gleichen Inhaltsstoffe, sondern auch die gleichen Nährwerte enthalten. Das allein wäre nicht bedenklich, jedoch enthält der „Kids Tomato Ketchup“ 100 ml weniger Inhalt, und das oft zum gleichen Verkaufspreis von etwa 1,79 Euro: Ein Preisunterschied von 33 Prozent!

Zieht Heinz Eltern über den Tisch?

Laut dem Facebook-Post der Verbraucherzentrale wolle der Konzern H. J. Heinz „Eltern offensichtlich über den Tisch ziehen“. Darüber hinaus beteiligten sich auch die Supermärkte an dieser Verbrauchertäuschung, indem sie überteuerte Preise für das „Kids Tomato Ketchup“ verlangten.

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Dass die verglichenen Ketchupsorten nahezu identisch sind, hätte man mit einem Blick auf die Etiketten jedoch auch selbst herausfinden können. So kommentiert ein Facebook-User unter dem Post: „Wer lesen kann ist klar im Vorteil, wie immer. Der Preis pro Kilo oder pro Liter steht ja dabei.“ Dennoch ist fraglich, wie viele Eltern beim Einkaufen die Muße haben, jedes Etikett genauer zu studieren.

Auch die Präsentation der Ketchup-Varianten auf der Webseite von Heinz erweckt den Anschein, als handele es sich dabei um verschiedene Produkte. Während beim „Kids Tomato Ketchup“ der milde Geschmack herausgestellt wird, weist Heinz beim „Tomato Ketchup 50%“ auf die natürliche Süße aus Stevia hin, obwohl dieser Süßstoff in beiden Sorten enthalten ist.

Hältst du es für Verbrauchertäuschung, wenn für Kinderprodukte höhere Preise verlangt werden, oder sind Kunden selbst schuld, wenn sie diese kaufen? Sag mir deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle:

iStock/Kwangmoozaa


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