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Obst und Gemüse

Gesunde Kinderernährung

Obst und Gemüse

Wenn Kinder Obst und Gemüse ablehnen, treiben sie ihre Eltern damit oft zur Verzweiflung. Denn bei den Kleinen zieht das Argument „Das ist aber so gesund!“ leider eher selten. Was tun, wenn die Vorliebe für Spaghetti, Pizza und Pommes einer gesunden Kinderernährung im Wege steht? Wie kann man Kindern Obst und Gemüse doch noch schmackhaft machen?

Wenn Dein Kind kein Obst und Gemüse essen möchte

Der Verzehr von Obst und Gemüse kann kleinen Kindern nicht aufgezwungen werden.
Kinder sollten nicht gezwungen werden, Obst und Gemüse zu mögen.

„Fünf am Tag“ – fünf Portionen Obst und Gemüse täglich: So lautet die gängige Empfehlung nicht nur für Erwachsene, sondern genauso für Kinder. Als Faustregel kann man behalten, dass davon etwa drei Portionen auf Gemüse und zwei auf Obst entfallen – wobei eine Portion etwa „eine (Kinder-)Handvoll“ meint. Aber schon mal eines vorweg: Wer Probleme hat, sein Kind vom gesunden Grünzeug zu überzeugen, steht nicht alleine da. Die Mehrzahl der Kinder zwischen drei und 14 Jahren isst sehr viel weniger Obst und Gemüse, als es gemeinhin empfohlen wird.

Nicht alles wird abgelehnt

Trotzdem sollte man nicht die Flinte ins Korn werfen, denn erstens gibt es kaum ein Kind, das tatsächlich gar kein Gemüse mag. Meist haben die Kleinen bestimmte Vorlieben, mögen vielleicht keinen Kohlrabi oder keine Karotten – dafür lieben sie zum Beispiel kleine Kirschtomaten. Zweitens ist es wichtig, den Kindern trotz Ablehnung immer wieder Obst und Gemüse anzubieten, da im Kindesalter die Ernährungsgewohnheiten von später geprägt werden. Wer als Kind nie Obst und Gemüse essen mochte, wird wohl auch später kein Fan mehr von Salat, Gurken & Co.

Kinder nicht zu Obst und Gemüse zwingen

Auch wenn die gesunde Ernährung wichtig ist: Man sollte nicht versuchen, ein Kind dazu zu zwingen, Obst und Gemüse zu essen. Denn je mehr wir versuchen, sie zu überreden, desto eher werden sie sich weigern gesund zu essen. Daher sollte man das Thema „gesunde Ernährung“ auch nicht allzu oft thematisieren und nicht in gute oder schlechte Nahrungsmittel unterteilen. Das bringt Stress und kann dazu führen, dass die Freude am Essen verloren geht und nur noch Frust bleibt. Lieber sollte man versuchen, immer wieder Obst und Gemüse anzubieten. In kleinen Bissen als gesunden Snack für zwischendurch. Es ist schon ein Erfolg, wenn das Kind probieren möchte. Wenn sie dann noch immer ablehnen, sollte man es dabei belassen und es zu einem späteren Zeitpunkt einfach noch mal probieren. Wenn Kids nur bestimmte Gemüsesorten mögen, sollte man ihnen eben diese servieren – bei Kindern ist es ganz normal, dass sie über einen längeren Zeitraum nur ganz bestimmte Dinge mögen. Wichtig ist es aber auch zu signalisieren, dass es keine „Extrawurst“ gibt, wenn die Kleinen etwas ablehnen. Wenn sie den Spinat nicht mögen, essen sie eben nur die Kartoffeln und das Spiegelei – in keinem Fall sollte man dann noch schnell Spaghetti kochen, weil sie darauf gerade Lust haben. Sonst lernen Kinder schnell, dass sie sofort eine Alternative bekommen, wenn ihnen etwas nicht schmeckt.

Die Erwachsenen als Vorbild

Das Wichtigste ist aber wie so oft in der Erziehung: Taten sagen mehr als tausend Worte. Sei ein gutes Vorbild! Wer selbst gerne und oft Gemüse isst und Obst statt Schokolade nascht, wird es leichter haben, auch sein Kind zu einer gesunden Ernährungsweise zu erziehen. Denn Kinder orientieren sich an Erwachsenen und möchten schnell zu den Großen gehören. Isst Du selbst eher ungesund, wird Dein Kind nicht verstehen, warum es selbst so viel Obst und Gemüse essen soll.

Eine gute Präsentation ist alles

Oft kann daher schon die richtige Präsentation helfen, Kinder auf den Geschmack zu bringen. Bunte Obstspießchen zum Beispiel sehen toll aus und machen Spaß. Dafür einfach Obst in mundgerechte Stücke schneiden und auf Spießchen stecken. Noch mehr Spaß werden die Kinder daran haben, wenn sie selbst bei der Zubereitung helfen dürfen – Obst schnippeln und selbst aussuchen, was man gerne auf seinem Spieß haben möchte. Eine leckere Alternative zum puren Obst sind auch fruchtige Shakes: Einfach etwas Milch oder Joghurt mit Früchten pürieren und mit einem bunten Glas und Strohhalm servieren!

Gemüse für Kids: So schmeckt´s den Kleinen

Bei Gemüse dagegen rümpfen sie oft die Nase. Aber auch bei Karotten, Zwiebeln oder Blumenkohl gibt es Tricks, mit denen man Kinder davon überzeugen kann – oder mit denen man Gemüse unbemerkt ins Essen „schummelt“. Manche Kinder mögen gekochtes Gemüse nicht, weil ihnen die Konsistenz nicht geheuer ist oder weil sich die Farbe beim Kochen nicht unbedingt zum Vorteil verändert. Und seien wir ehrlich: Mit Kinderaugen betrachtet machen Rahmspinat oder schrumpelig gebratene Pilze wirklich keinen allzu appetitlichen Eindruck. Vielen Kindern ist daher Rohkost viel lieber: bunte Gemüsesticks, bei denen es beim Draufbeißen knackt und kracht. Wenn man dann noch einen leckeren Dipp dazu reicht, greifen Kinder oft gerne zu! Salat schmeckt Kindern manchmal wegen des sauren Dressings nicht. Mit etwas Joghurt oder Schmand kann man ein Dressing ganz leicht kindgerecht abmildern.

Der Soßentrick

Trotzdem kann Rohkost gekochtes Gemüse leider nicht ganz ersetzen. Manche Gemüsesorten können roh nicht optimal verdaut werden, sondern sind erst gegart für den Körper verwertbar. Wenn Kinder gekochtes Gemüse nicht mögen, kann man mit verschiedenen Tricks immer wieder kleinere Portionen ins Essen schummeln und so die „Gemüsebilanz“ deutlich verbessern. Manche Gemüsesorten wie Karotten, Sellerie oder Pastinaken lassen sich sehr gut zu cremigen Soßen oder auch Suppen verarbeiten. Eine weitere Möglichkeit ist es, verschiedene Gemüsesorten wie zum Beispiel Zucchini oder Aubergine zu pürieren und in einer Tomatensoße unterzumischen – diese kann man dann zu Nudeln essen, in einer Lasagne verarbeiten oder als Pizzasauce verwenden. Außerdem sind Kartoffelpuffer ein sehr beliebtes Essen bei Kindern. Mit fein geraspelten Zucchini oder Karotten kann man sie ein bisschen abwechslungsreicher gestalten und hat gleichzeitig wieder etwas Gemüse untergemogelt.

Nur nicht aufgeben

Für verzweifelte Eltern gilt: nicht aufgeben. Kinder brauchen Zeit, sich an gewisse Geschmacksrichtungen zu gewöhnen. Das liegt auch daran, weil sich die Geschmacksnerven im Laufe der Zeit auch verändern. Mit kleinen Tipps und Tricks lassen sich Kinder dennoch überlisten. Und keine Sorge: Die Freude an Obst und Gemüse wird kommen, wenn alle Familienmitglieder dieses gerne essen.

Bildquelle:Dreamtime.com

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